Aboud Saeed

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Aboud Saeed

Der klügste Mensch im Facebook.

Statusmeldungen aus Syrien

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Da capo: Tonspuren
Donnerstag
30. Juni 2016 | 16 Uhr
 
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Der Diktator hört keinen Jazz. Porträt des syrischen Schriftstellers Aboud Saeed.
Feature von Julia Schlager
“Der Tod ist, wie wir hier zu sagen pflegen, ein Furz.” Als sich 2011 die syrische Bevölkerung gegen das Regime zu erheben begann, fing Aboud Saeed an zu schreiben. Auf einem alten Laptop in der Werkstatt seines Bruders, wo er als Schmied und Schweißer arbeitete. Er verfasste literarische Miniaturen, die er auf Facebook veröffentlichte und wurde schnell zu einem Star unter arabischen Intellektuellen. Saaed spottete über Religionen, huldigte den “Plastikschlappen” seiner Mutter und feierte sich selbst als “klügsten Menschen” auf Facebook. “Mein Glaube an mich selbst ist größer als mein Glaube an Gott.” 2013 veröffentlichte der kleine Digitalverlag “mikrotext” seine Texte und machte den “arabischen Bukowski” auch hierzulande bekannt. Wenig später folgten eine Einladung nach Deutschland, wo er politisches Asyl beantragte. Heute lebt Aboud Saeed als Schriftsteller in Berlin, wo er von einer Zukunft im Gastgewerbe träumt. Er selbst hört übrigens auch keinen Jazz. “Seit Jahren behaupte ich, Jazz zu hören, kenne aber in Wirklichkeit nur Louis Armstrong.”

http://oe1.orf.at/programm/441229

 

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Im Frühjahr 2011 erlebte Syrien einen Aufstand der Bevölkerung gegen seine Regierung, die gewaltsam zurückschlug. Etwa zur gleichen Zeit begann Aboud Saeed mit seiner ganz persönlichen Revolution – auf Facebook, wo er tägliche Statusmeldungen zum literarischen Dokument seines Lebens werden lässt.

Inhalt

Aboud Saeed verfasst Anekdoten, Aphorismen, Kommentare. Über sein Leben, seine Mutter, das Rauchen, die politische Lage in seinem Land und in der Welt. Mit schwarzem Humor und einem genauen Blick für die Absurditäten des Alltags eröffnet er einen anderen, menschlicheren Blick in sein Land als es die Kriegsmeldungen tun, die uns sonst erreichen.

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Lesungen 2016:
16. Juni: Dorett Bar, Mainz
3. Juli: FLIP Festival, Paraty (Brasilien)

„Saeed ist eine der wichtigsten Stimmen der jungen syrischen Generation.“ (Zenith)

„Der syrische Bukowski.“ (ZDF/Aspekte)

„Lest dieses Buch! Es ist der Hammer!“ (Andreas Schäfer, Der Tagesspiegel)

„Mein erstes Ebook, unglaublich gut!“ (Björn Kuhligk auf Facebook)

„Persönlich, politisch, lyrisch, witzig“ (Margarete Stokowski, sonntaz)

„Nie waren wir beim Lesen so nah dran an einem ›Autor unserer Zeit‹. Dran wie bei einem Konzert.“ (Pico Be, SKUG)

„Toll übersetzt: Die kleinen, teils nur einzeiligen, teils längeren Textesind sensible Bilder, die wie einzelne Puzzleteile erahnen lassen, was ‘Alltag’ in Syrien bedeutet. Das Buch lebt mit Sicherheit auch von der Übersetzung von Sandra Hetzl, die vergessen lässt, dass das Arabische völlig anders funktioniert als das Deutsche. ‘Es ist halt sehr unmoralisch, sehr punkig, superwitzig. Er geht ganz anders mit den Themen Syrien und Alltag um, als man es erwartet. Und es ist unterhaltsam’ … .“ (Michael Achleitner, Literacy.at)

„Ich glaube an den Zweifel.“ (Interview auf Galore)

Erschienen im März 2013
Aus dem Arabischen von Sandra Hetzl, mit Nachwort und Glossar der Übersetzerin, ca. 250 Seiten auf dem Smartphone, ISBN 978-3-944543-02-4, 4,99€. Auch gedruckt im Buchhandel oder beiAmazon erhältlich, 9,99€.

Erhältlich bei:
Amazon beam buecher.de Hugendubel Google Play iTunes Kobo Thalia und im Buchhandel.

http://www.mikrotext.de/books/aboud-saeed-der-klugste-mensch-im-facebook-statusmeldungen-aus-syrien/

Der Autor

Foto Aboud Saeed_privatAboud Saeed wurde 1983 geboren und lebte bis November 2013 in der Kleinstadt Manbidsch in der Provinz von Aleppo im Norden Syriens. Manbidsch wurde 2012 und Anfang 2013 stark von der Assad-Regierung bombardiert. Aboud Saeed wohnte mit seiner Mutter und sieben Geschwistern zusammen in einem Zimmer in einem kleinen Haus. Nach der neunten Klasse ging er von der Schule ab, hat Schmied und Schweißer gelernt und arbeitete elf Jahre in einer Werkstatt. Drei Jahre war er Gastarbeiter in einer Plastikfabrik im Libanon, wo er in einer Blechhütte lebte. 2008 machte er sein Abitur nach und schrieb sich an der Universität für ein Wirtschaftsstudium ein. Sie wurde wegen der politischen Umstände geschlossen. 2009 eröffnete Saeed ein Facebook-Konto und hinterlässt dort täglich Einträge. Der klügste Mensch im Facebook, eine Auswahl aus seinen Statusmeldungen, in denen er ab 2011 über seine Mutter, das Rauchen, Facebook, die Liebe und den Alltag während des gewaltsamen Konflikts in Syrien schreibt, ist sein erstes Buch. Die libanesische Tageszeitung Annahar schrieb Ende Dezember 2012 über ihn: „Auf Facebook zu gehen, ohne Aboud Saeed kennenzulernen, ist wie nach Paris zu reisen, ohne den Eiffelturm zu sehen.“ Aboud Saeed lebt seit November 2013 in Berlin mit politischem Asyl. 2015 erschien seine zweite Publikation Lebensgroßer Newsticker über sein Aufwachsen in Syrien, einem Land, das es so nicht mehr gibt. Seit November 2015 ist Aboud Saeed Kolumnist von VICE Germany, seit Februar 2016 taz-Kolumnist.

Bei Interesse an einer Veranstaltung mit Aboud Saeed kontaktieren Sie einfach den Verlag unter info (at) mikrotext (dot) de

https://www.facebook.com/aboud.saeed

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EPHEMEROPTERÆ 2016

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TBA21
Thyssen-Bornemisza Art Contemporary

EPHEMEROPTERÆ 2016

Sommer Performance Reihe
Freitag, 1. Juli 2016 | 19–20 Uhr
Babi Badalov – Bonjour, je suis réfugié politique
Vít Havránek – From Critical Institution
to Institutional Therapy
 
Atelier Augarten, Scherzergasse 1A
1020 Vienna, Austria
Eintritt frei!

 

 

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Babi Badalov – Bonjour, je suis réfugié politique
In seiner Lecture-Performance-Installation spürt Babi Badalov dem
nomadischen Leben eines Künstlers (oder Reisenden, Migranten,
Flüchtlings) nach. Bonjour, je suis réfugié politique (Guten Tag, ich bin
ein politischer Flüchtling) reflektiert nicht nur über die Schwierigkeiten
der kulturellen Integration, sondern macht aus dem Protagonisten vor
allem einen Gefangenen der Sprache. Badalov spielt mit linguistischen Ideen,
um größere geopolitische Fragen hervorzuheben, experimentiert mit Worten
und schreibt obskure Poesie, indem er Sprachen und Bilder unterschiedlicher
Kulturen vermischt. Seine Arbeit basiert auf persönlichen Erfahrungen
mit sprachlichen Unannehmlichkeiten auf Reisen und widmet sich
linguistischen Forschungen, die den Beschränkungen der Sprache
nachspüren und den Grenzen, die sie den BenutzerInnen auferlegt.
In fremden Ländern begegnen wir oft Wörtern, die es in unserer eigenen
Sprache gibt, dort aber eine andere Bedeutung haben oder anders
ausgesprochen werden. Seine visuelle Poesie hat die Form eines Tagebuchs
und entsteht jeden Tag durch eine Kombination seiner eigenen
linguistischen Forschungen mit manipuliertem Bildmaterial,
hauptsächlich mit politischem Inhalt.

 

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Vít Havránek – From Critical Institution to Institutional
Therapy Seit der Gründung im Jahr 2002 entwickelt tranzit
sein Programm als kritische Institution (critical institution) im Sinn
des von Piotr Piotrowski geprägten Begriffs. Ziel der langfristigen kleinen
Initiative ist es, kritische Gedanken nicht nur zu vermitteln, sondern zu
produzieren, wie u.a. Fragen nach Handlungsmacht, Funding Konflikten,
Arbeits- und Organisationshierarchie. Havránek spricht über konkrete
Realisierungen, über ungelöste Konflikte und Beispiele,
die einen institutionellen Wandel inspirierten. Der Begriff Therapie im
Titel bezieht sich nicht auf die selbst-beruhigende Subjektivierung
politischer und sozialer Gegensätze, sondern auf die Bewegung
institutionellen Wandels auf dem Gebiet der Psychiatrie (Clinique de la Borde u.a.). Institutionelle Therapie verbindet institutionelle mit alternativer
„relationaler Architektur“, „idiorythmy“, Arbeit als Fehlstelle zwischen
Vorschrift und dem Effektiven, das Einbeziehen des Körpers der BesucherIn.
Diese Erfahrungen können in langfristigen Dialogen mit den Apparaturen
der Künstlerin Eva Kotátková und Schizo-Poesie Kraftwerken von Badi
Badalov untersucht werden. Beide KünstlerInnen gehen dabei der Fragen
nach, die der Psychiater R.D. Laing vor mehr als einem halben Jahrhundert
aufgeworfen hat: “In the context of our present pervasive madness that we
call normality, sanity, freedom, all our frames of reference are ambiguous
and equivocal. A man who prefers to be dead rather than Red is normal.
A man who says he has lost his soul is mad. A man who says that men are
machines may be a great scientist. A man who says he is a machine is
‘depersonalized’ in psychiatric jargon. A man who says that Negroes are
an inferior race may be widely respected. A man who says his whiteness is a
form of cancer is certifiable. A little girl of seventeen in a mental hospital
told me she was terrified because the Atom Bomb was inside her. That is a
delusion. The statesmen of the world who boast and threaten that they have
Doomsday weapons are far more dangerous, and far more estranged from
‘reality’ than many of the people on whom the label ‘psychotic’ is affixed.”
(Vorwort zu The Divided Self / Das geteilte Selbst, 1960)
Babi Badalov (AZ) wurde in Lerik, Aserbeidschan geboren und lebt in Paris.
Als bildender Künstler drückt der Poet Badalov seine Ideen durch
visuelle Poesie, Objekte, Installationen und Live Performances aus.
Vít Havránek (CZ) ist ein Kurator. Er lebt in Prag, Tschechische Republik.
Seit 2002 ist er Leiter von tranzit, einer Initiative für zeitgenössische Kunst.
Er kuratierte und kokuratierte zahlreiche Ausstellungen, darunter Ján
Mančuška First Retrospective, City Gallery Prag, Muzeum Sztuki Lodz,
MG v Brně, Report on the Construction of a Spaceship, New Museum HUB,
New York; Adaptation, Steirischer Herbst; Encyclopedia of Failure,
Jakarta Biennale 2013; Manifesta 8, Spain; Monument to Transformation,
Centro Monthermoso; City Gallery Prague; tranzit Workshops, Bratislava;
tranzit – Auditorium, Stage, Backstage, Frankfurter Kunstverein; I,
Secession Wien; Jiri Kovanda, Brünn; Otto Piene, City Gallery Prag; action,
word, movement, space, City Gallery Prag. Er ist Herausgeber der
Publikationen Eva Koťátková, Pictorial Atlas of a Girl…, H.U. Obrist Czech Files;
Atlas to Transformation; Autobiographies; The Need to Document, Lanterna Magika;
und verfasst Beiträge für zeitgenössische Kataloge und Zeitschriften.
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TBA21–Augarten in Wien. Foto: Irina Gavrich / TBA21
EPHEMEROPTERÆ 2016
PROGRAMM
 
#4 Fr, 8. Juli
Natasha Ginwala | Sarathy Korwar
 
#5 Fr, 15. Juli
Nira Yuval-Davis | Oliver Ressler
 
#6 Fr, 22. Juli
Bassam El Baroni | Sandra Terdjman | Pierre Bal-Blanc
 
#7 Fr, 26. August
Amal Khalef | Monira Al Qadiri | (GCC)
 
#8 Fr, 2. September
Jakob Jakobsen | Heinrich Dunst
 
#9 Fr, 16. September
Mario García Torres

ORTH Sounding

OrthMuseum

 

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ORTH Sounding
Klanginstallation von Josef Reiter

Eröffnung:
Sonntag, 3. Juli 2016 | 14 Uhr

Kuratorin: Hilde Fuchs
Live Soundintervention
„Denk nicht sondern HORCH 2“
mit Lukas Schiske – Percussion,
Josef Reiter – electronic devices
Ausstellung : 4. Juli – 1. November 2016
Schlossplatz 1, 2304 Orth an der Donau

http://museum.schloss-orth.at/2016/05/25/orth/
http://www.lnoel.gv.at
http://www.josefreiter.net/jr/Home.html

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Shuttlebus
von Wien zum museumORTH ab Wien
zwischen Universität und Rathauspark.
Abfahrt: 13 Rückfahrt: ca. 16
Um Anmeldung wird gebeten bis 30. Juni 2016
unter +43 (0) 2742 9005 16273.
Unkostenbeitrag: 5 EUR

Josef Reiter

Der Künstler arbeitet mit Raum- und Naturklängen,
die er in einer neuen Toninstallation auf das Jubiläum
100 Jahre Karl Schiske bezieht. Klangerlebnisse der Aulandschaft und der Schlossarchitektur verbinden sich mit Schiske‘s Musik.
Er studierte an der Universität für Musik u. darstellende
Kunst am Institut für Elektroakkustik, das 1957 von
Karl Schiske ins Leben gerufen wurde.

Karl Schiske – zum 100. Geburtstag
Ein Komponist der Moderne
Konzept: Hilde Fuchs
Ausstellung: 2. Mai bis 1. November 2016
http://museum.schloss-orth.at/

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Ausstellung : 4. Juli – 1. November 2016
In Kooperation mit NÖ-Kunst im öffentlichen Raum.
In der Reihe “Alltagskultur und Gegenwartskunst”
Kuratorin: Hilde Fuchs

 

Anab Jain & Josef Ostermayer

Angewandte Kunst.05.28

Universität für angewandte Kunst Wien/
University of Applied Arts Vienna

Anab Jain & Josef Ostermayer

lehren ab Herbst an der Universität für angewandte Kunst Wien

Neue ordentliche Professorin für Industrial Design und

Gastprofessor für Kulturpolitik

Mit Beginn des Studienjahres 2016/17 werden zwei neue, höchst

unterschiedliche Persönlichkeiten die internationale und namhafte ProfessorInnenschaft der Universität für angewandte Kunst Wien bereichern: Zum einen übernimmt die britisch-indische Designerin Anab Jain die ordentliche Professur für Industrial Design II (ID II) am Institut für Design und zum zweiten wird der ehemalige Bundesminister für Kunst, Kultur, Verfassung und Medien, Josef Ostermayer, im kommenden Wintersemester als Gastprofessor an der Angewandten tätig sein. „Ich freue mich, dass unsere Studierenden wieder von den Erfahrungen und vom Know-how, von der Leidenschaft und vom Erfolg unserer höchst unterschiedlicher Lehrenden profitieren werden“, erklärt der Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Gerald Bast.

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Die Designerin, Filmemacherin, Wissenschaftlerin, Autorin und Unternehmerin Anab Jain wird den eingeschlagenen Weg der Abteilung fortführen und intensivieren: Design ist immer verknüpft mit industriellen und gesellschaftlichen Veränderungen durch neue Technologien und es gilt, sich den damit zusammenhängenden Problemen und Herausforderungen zu stellen. Die Themen Industrie 4.0, Robotik und Digitalisierung allgemein können bei einem modernen und zukunftsgerichteten Designansatz nicht ausgespart werden, ganz im Gegenteil. Jain, geboren 1976 in Indien, lebt und arbeitet in London und betreibt unter anderem das erfolgreiche Designstudio Superflux. Sie übernimmt – für fünf Jahre – die Leitung des ID II-Studios von Fiona Raby, welche dieses in den vergangenen fünf Jahren leitete und nun an die Parsons School of Design in New York berufen wurde.

INTERVIEW MIT STAATSSEKRET€R JOSEF OSTERMAYER

APA6316710-3 – 29122011 – WIEN – …STERREICH: ZU APA-TEXT II – StaatssekretŠr Josef Ostermayer (SP…) am Mittwoch, 28. Dezember 2011, wŠhrend eines Interviews mit der APA in Wien. APA-FOTO: ANDREAS PESSENLEHNER

Der ehemalige Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer wird ab Oktober, im Wintersemester 2016 seine umfangreichen Erfahrungen und seine Expertise im Rahmen einer Gastprofessur für Kulturpolitik den Studierenden näher bringen. Ostermayer erwarb sich als Kunst- und Kulturminister das Vertrauen breiter Kreise der Kunstszene, weil er der Kunst und ihren VertreterInnen einen wahrnehmbaren Platz im Feld der Politik zuerkannte und durch seinen, auf Interesse, Sachkompetenz und Leidenschaft gegründeten persönlichen Einsatz sicherte. Im Rahmen einer Vorlesungsreihe mit diskursiven Elementen wird er unter anderem die Möglichkeiten und Grenzen sowie die gesellschaftlichen Potenziale und Gefahrenzonen darstellen und zur Diskussion stellen.

http://www.dieangewandte.at/presse/presse_detail…

Oskar-Kokoschka-Platz 2, A-1010 Wien
http://www.dieangewandte.at

ALEX KATZ QUICK LIGHT

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SERPENTINE GALLERY
LONDON, UK
ALEX KATZ
QUICK LIGHT
2 JUNE – 11 SEPTEMBER 2016
Kensington GardensLondonW2 3XA
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Alex Katz Anna, 2015
Oil on canvas. 121,9 x 289,6 cm (48 x 114 in).
Photo: Paul Takeuchi

SERPENTINE GALLERY Live
LONDON, UK
ALEX KATZ
QUICK LIGHT
Saturday Talks: 10 Sep 2016 – 3 pm
with
Curator, Melissa Blanchflower
2 JUNE – 11 SEPTEMBER 2016
Kensington GardensLondonW2 3XA
http://www.serpentinegalleries.org/

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SERPENTINE GALLERY Live
LONDON, UK
ALEX KATZ
QUICK LIGHT
Saturday Talks: 25 Jun 2016 | 3 pm
with
Joseph Constable Assistant Curator
2 JUNE – 11 SEPTEMBER 2016
Kensington GardensLondonW2 3XA
http://www.serpentinegalleries.org/

The Serpentine presents the work of renowned
American painter ALEX KATZ  born 1927, Brooklyn, New York.
This exhibition brings together Katz’s extraordinarily
productive output of recent years alongside works
from across his career in an installation that responds
and relates to the unique context of the Serpentine Gallery.
Coming of age as an artist in 1950s New York, Katz developed his
unique approach to contemporary representational painting during the
height of Abstract Expressionism.
Over the five and a half decades since his first exhibition in 1954,
Katz has produced a celebrated body of work, including paintings,
drawings, sculpture and prints. Establishing himself as a pre-eminent
painter of modern life, he was influenced by films, billboard advertising,
music, poetry and his close circle of friends and family. His portraits
and landscapes are characterised by their flatness of colour and
fluidity of line, reinventing both genres within the context of
abstract painting and contemporary image-making.
The Serpentine exhibition takes landscape as its focus, bringing
together Katz’s extraordinarily productive output of recent years alongside
select works from the past two decades. Katz’s landscape paintings
exemplify his life-long quest to capture the present tense in paint.
Regardless of their scale, Katz describes these paintings as ‘environmental’
in the way in which they envelop the viewer. Defined by temporal qualities
of light, times of the day and the changing of the seasons, these
paintings respond and relate to the unique context of the Serpentine
Gallery in Kensington Gardens. The exhibition will also include a
recent series of portraits.
Katz draws parallels between his approach to painting and his
interest in poetry, both equally concerned with stripping away
unnecessary detail to leave only the essential information. This
relationship between language and the painting process is echoed in
the work of painter, poet and filmmaker Etel Adnan, showing in parallel
at the Serpentine Sackler Gallery, whose landscapes are similarly
defined by their bold colour and simplified form that is nevertheless
rooted in keen observation of the world around her.
Featured Image: Alex Katz: Quick Light; Installation view;
Serpentine Gallery, London (2 June – 11 September 2016);
Image © readsreads.info

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Antirassismusvergnügungspark

Unipark Nonntal
Sommerszene Salzburg 2016
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Julius Deutschbauer

Antirassismusvergnügungspark

Kapitel 1: Mi 22. Juni | 19 Uhr
Europa, die Toten haben nichts zu lachen
Hermann Schürrer, Europa, die Toten haben nichts zu lachen VERSUS
Georg Simmel, Exkurs über den Fremden

Kapitel 2: Do 23. Juni | 19 Uhr
Hitler – Kleist – Deutschbauer – Grimm I
Präpositionen VERSUS Konjunktionen VERSUS Adverbien

Kapitel 3: Fr 24. Juni | 19 Uhr
Darling, ich habe schon wieder eine Bibel verbrannt
Bibel VERSUS Max Blaeulich, Menschenfresser (Max Blaeulich liest Max Blaeulich)

177

Kapitel 4: Sa 25. Juni | 19 Uhr
Prost Mahlzeit
James Joyce, Ulysses VERSUS Jonathan Swift, Ein bescheidener Vorschlag,
wie man verhindern kann, daß Kinder der Armen ihren Eltern oder
dem Lande zur Last fallen
Kapitel 5: So 26. Juni | 19 Uhr
Darling, ich habe schon wieder einen Koran geschrumpft
Koran (Kapitel über die Frau) VERSUS Robert Musil,
Der Mann ohne Eigenschaften / Diane Dukret, Die Frauen der Diktatoren
179
Kapitel 6: Mo. 27. Juni | 19 Uhr
Darling, ich habe schon wieder meinen Pass verbrannt
Arthur Koestler, Sonnenfinsternis VERSUS Wadim S. Rogowin,
Die Partei der Hingerichteten
180
Kapitel 7: Di 28. Juni | 19 Uhr
Hitler – Kleist – Deutschbauer – Grimm II
Präpositionen VERSUS Konjunktionen VERSUS Adverbien
Kapitel 8: Mi 29. Juni | 19 Uhr
Darling, ich habe schon wieder einen Tempel gesprengt
Etel Adnan, Sitt Marie-Rose / Angela Rohr, Lager VERSUS
Peter Handke, Rund um das Große Tribunal
178
Kapitel 9: Do 30. Juni | 19 Uhr
Darling, ich habe schon wieder einen Flüchtling geschleppt
David Sumpter, Soccermatics – Fußball und die Magie der Zahlen
VERSUS Oscar Martinez, Eine kurze Geschichte der Gewalt
Leben und Sterben in Zentralamerika / Thomas Bernhard, Frost
182
Kapitel 10: Fr 1. Juli | 19 Uhr
Darling, ich habe schon wieder einen Schläfer geweckt
Charlotte Beradt, Das dritte Reich des Traums VERSUS
Dorothee Elmiger, Schlafgänger / Barbi Marković, Superheldinnen
181
Kapitel 11: Sa 2. Juli | 19 Uhr Verbannt!
Gottfried Wilhelm Leibniz, Sämtliche Werke VERSUS
Ann Cotten, Verbannt!
Mi 22. Juni – Sa 2. Juli 2016
täglich 19:00 Uhr, +/- 20 min
Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg
 
In deutscher Sprache / Eintritt frei /
Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
*for english version scroll down*
Darling, ich habe schon wieder eine Bibel verbrannt.
Darling, ich habe schon wieder einen Koran geschrumpft.
Darling, ich habe schon wieder meinen Pass verbrannt.
Darling, ich habe schon wieder einen Tempel gesprengt.
Darling, ich habe schon wieder einen Flüchtling geschleppt.
Darling, ich habe schon wieder einen Schläfer geweckt.

http://julius-deutschbauer.com/


Auf diesen sechs Sätzen, die auch titelgebend für die sechsteilige Plakatserie sind, baut sich der Antirassismusvergnügungspark auf. Verortet ist dieser Park in einem Container, wie sie – frei nach Hermann Schürrers Buch Europa, die Toten haben nichts zu lachen – an sämtlichen europäischen Grenzen aus dem Boden schießen. Die Attraktionen bilden einerseits die Plakate selbst, andererseits literarische Texte, die in 20-minütigen Liveperformances an elf Festivaltagen von Julius Deutschbauer vorgetragen werden.

Performer, Filmer, Autor, bildender und Plakatkünstler, Gründer der Bibliothek ungelesener Bücher und des Theater des Verhinderns: Der in Wien lebende Julius Deutschbauer inszeniert politische Projekte und Kunstaktionen für Bühnen, Ausstellungshäuser und den öffentlichen Raum.

 

Ich wandere auf einer in die Ewigkeit führenden Strasse. Sie ist weiss
und bedeckt mit dem Staub der Wüste. Drei kreisende Geier lenken
die alten Autokarosserien.Hinter mir liegt eine tief eingeschnittene
Schlucht. Die Einöde bläst mir ihren stumpfen Atem in den Halswirbel.

— Konrad Bayer

Darling, I burned a bible again.
Darling, I shrunk a Koran again.
Darling, I burned my passport again.
Darling, I blew up a temple again.
Darling, I smuggled a refugee again.
Darling, I woke up a sleeper again.

 

The Antirassismusvergnügungspark is based around these six sentences, which provide the titles for a series of six posters. It is located in a container of the kind that is springing up on all of Europe’s national borders, in a way that is reminiscent of Hermann Schürrer’s book Europa, die Toten haben nichts zu lachen.The attractions comprise the six posters themselves, as well as literary texts read by Julius Deutschbauer in 20-minute performances on eleven days of the festival.

Performer, filmmaker, author, and visual and poster artist Julius Deutschbauer, founder of the Bibliothek ungelesener Bücher and the Theater des Verhinderns, lives in Vienna. He presents his political projects and interventions in theatres, public spaces and galleries.

http://www.szene-salzburg.net/sommerszene-16/julius-deutschbauer/http://julius-deutschbauer.com/

Country ,City ,Boy ,Girl

Haifa City Museum

Country ,City ,Boy ,Girl :

Childhood in Haifa (1930-1960)

Opening: 26. June 2016 | 20 pm

Closing: Friday, 31.03.2017

Curator: Liat Margalit

11 Ben Gurion Ave.,3502105 Haifa, Israel

http://www.hcm.org.il/eng/Exhibitions

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Country, City, Boy, Girl

Childhood Memories from Haifa: 1930–1960

“Climbing pine trees, the scent of fig trees, cracking pine nuts
and pine-needle chains, picking flowers,, the beach, the Saturday morning
bus, the Bat-Galim and Hapoel swimming pools, an unforgettable diving
board, improvised wheels, a new bike from the aunt in America, steep steps,
the municipal theater and library, an  afternoon film at the movie theater.“
These are a few of the memories that surfaced repeatedly in response to
the question, “What was childhood in Haifa like?”
This exhibition focuses on three decades marked by significant
changes in Haifa. During the 1930s, processes that had begun in the
late nineteenth century came to fruition under the British Mandate,
alongside new initiatives that led to urban and economic growth. During
this period, Haifa absorbed tens of thousands of Jewish immigrants who
chose to settle in the city, thus leading to the construction of new
neighborhoods. Arab immigrants, both, Christians and Muslims,
from nearby villages were drawn to the developing city as well. This
expansion was given a clear-cut spatial expression: most of the new
Jewish neighborhoods developed in the area of Hadar HaCarmel and
along the mountaintop.  The Arab neighborhoods developed in the lower,
flat area towards the bottom of the mountain slope, in the vicinity of the
Old City, the port, and the city’s commercial center. Mandatory Haifa
was composed of a unique human mosaic – European immigrants and
locals, Arab traders and entrepreneurs and Jewish industrialists,
workers and craftsmen as well as a wealthy urban bourgeoisie.
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The end of the British Mandate, the 1948 War,
and the establishment of the State of Israel constituted
a historical turning point. The downtown area and its
surroundings were abandoned and almost entirely
destroyed in the course of the military operation, Shikmona.
The Arab neighborhoods were emptied of their original
residents, and came to be populated by the thousands
of Jewish immigrants who arrived in the Haifa port,
which served as the portal to the country. New neighborhoods
were rapidly

constructed in various areas, and public, cultural, and academic institutions were founded. The former “mixed city” was quickly transformed into a “Hebrew city”, home to a Zionist bourgeoisie that had already established itself in the country, an Arab minority, and of an influx of new Jewish immigrants from the Levantand Europe. Its status as a socialist, working-class city was cemented, and it acquired an important role in the national ethos, as “Red Haifa.”

This changing and developing city was the environment into which generations of children were born. Growing up, they experienced the surrounding urban expanse on a small scale, in the most literal sense of the term. Experiencing the city was an inseparable part of their childhood, which was shaped by the specificity of their neighborhood and the demographic expanse into which they were born. In contrast to the familiar domestic environment, school, youth movements, and local childhood products, which were completely controlled by adults, the outdoor sphere enabled children to lead rich lives far from the scrutinizing gaze of their parents. The small, crowded apartments meant that children spent much of their time outdoors. The city was at the disposal of the children, offering them a unique balance between urban and natural surroundings

This exhibition is the product of dozens of objects taken out of storage, photographs from personal albums, as well as oral accounts told with much excitement by natives of the city and others who had spent their childhood here between 1930 and 1960. This initial, and obviously partial, exploration of childhood in a specific urban sphere points to the need for an in-depth study of the subject. One cannot speak of any single experience of childhood in Haifa. Rather, this exhibition portrays a wide range of personal experiences that reveal some common denominators and unexpected connections resulted of life in a shared urban sphere. What they all clearly share is a yearning for the Haifa of a bygone era.

Liat Margalit

Exhibition Curator