ID Festival Berlin

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RADIALSYSTEM V
ID Festival Berlin 2016
Migration in der israelisch-deutschen Kunst
21.–23. Oktober 2016
Holzmarktstr. 33
10243 Berlin
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RADIALSYSTEM V
“Mother, I have reached the land of my dreams”
Fr, 21. Okt. 2016 | 17 — 00:00 Uhr
Studio B + C
Curated by Alona Harpaz (CIRCLE1)
and Sharon Horodi (guest curator)
Participating artists:
Natalia Ali, Bettina Allamoda, Anxious Borders,
Anina Brisolla, Nezaket Ekici, Shahar Marcus, Eldar Farber,
Amir Fattal, Francesca Fini, Alona Harpaz, Ella Littwitz,
Olaf Kühnemann, Angus Massey, Alona Rodeh, Amir Yatziv
Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin
21.–23. Oktober 2016

unnamed.jpgAlona Harpaz – My darling we have reached Europe, neon, glass, exhibition view, 2016 © Boaz Arad

 

Kuratorin: Alona Harpaz (CIRCLE1)
Gastkuratorin: Sharon Horodi
Technische Leiterin: Keren Shalev
Kuratorische Texte: Hemda Rosenbaum
Produktion: Revital Michali
Koordinatorin: Inbal Levertov
Public Relations: Vanessa Lorenz, Dorit Rubin-Elkanati

Öffnungszeiten der Ausstellung
Freitag, 21. Okt 2016 17:00–00:00
Samstag, 22. Okt 2016 14:00–22:00
Sonntag, 23. Okt 2016 13:00–21:00

Führungen durch die Ausstellung:

Samstag, 22. Okt 2016 und Sonntag, 23. Okt 2016 um 15:00 (Deutsch) und 17:00 (Englisch). Aus Platzgründen ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Die Anmeldung erfolgt vor Ort am Infoschalter des ID Festivals während des Festivalwochenendes.
Der Zugang zur Ausstellung und die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei.

Mit der Ausstellung Mother, I have reached the land of my dreams setzen wir unsere Zusammenarbeit mit Alona Harpaz vom Projektraum CIRCLE1 fort, die gemeinsam mit der Künstlerin und Kuratorin Sharon Horodi die vielfältigen Stimmen der israelischen Kunstszene in Berlin porträtiert. Am Eröffnungsabend führen die Kuratorinnen unter Anwesenheit der Künstler_innen in die Ausstellung ein.

Mother, I have reached the land of my dreams
Verfolgen wir Migrationsrouten Jahrhunderte und Jahrtausende zurück, so stoßen wir auf Geschichten einer durch Kriege, Hunger, Verfolgung und Krisen geplagten Menschheit. Wir sehen von Pfaden durchzogene Länder, Meere und Kontinente, erschlossen von Augenpaaren die beobachteten und Beinen, die das Land beschritten, derer die beharrlich nach einer besseren Zukunft, wenn nicht nach dem schieren Überleben suchten und deren Lebenserfahrungen weitestgehend unausgesprochen und vergessen bleiben, selbst wenn die kollektiven Schicksale der Migranten mit den großen Strömen der Geschichte verschmolzen und die Entwicklung von Kulturen, Zivilisationen, Völkern und Ethnien auf der ganzen Welt mitgestalteten.

Heute ist uns die Notlage der Migranten näher als je zuvor; tatsächlich erfahren sie viele von uns aus erster Hand oder kommen durch Zufall mit ihr in Berührung. In einer Zeit der sich ständig aktualisierenden Nachrichten, erreichen uns innerhalb von Sekunden die schockierenden Bilder von Flüchtlingen auf ihrem verzweifelten Weg nach Europa – tragisch, manchmal auf Kosten ihrer Leben – und hinterlassen tiefe Erschütterung. Die massive Berichterstattung der Medien beeinflusst nicht nur die öffentliche Debatte und bewirkt zivile Aktionen und Veränderungen in der Politik, sondern erweckt auch einen Anstieg von Fremdenfeindlichkeit und Antagonismus. Dennoch – dem elektronischen Medium geschuldet – verschwinden häufig auch die verheerendsten, ikonischsten Bilder im unendlichen Fluss von Newsfeeds, Updates und Datenüberlastung. Wie kann die Geschichte der Einwanderung nachhaltig wirken? Kann die Kunst, mit ihren visuellen Mitteln, auf der einen Seite das breite Spektrum an Einwanderungsgeschichten erfassen und ihre Relevanz angesichts des akuten Ausnahmezustands festhalten und auf der anderen Seite eine Überlastung der bestehenden Berichterstattung auffangen?

Der Titel der Ausstellung erinnert an die letzten Zeilen einer Erzählung: den Moment, in dem eine lange Reise zu Ende geht und die tägliche Routine einsetzt; an dem das erhoffte Ziel auf einmal sichtbar wird und den Weg für den Verzicht auf Phantasien und Träume frei macht. Es markiert auch den Ausgangspunkt für eine Reise der anderen Art – diesmal nicht mit einer geografischen Entfernung, sondern eine Reise ins Innere, nicht weniger qualvoll als die erste; eine nie endende Reise, möglicherweise beeinflusst durch anhaltende Selbsthinterfragung: »Bin ich schon angekommen? Kann ich neu anfangen, entspannen, mich zurücklehnen und die Vergangenheit vergessen, das Land aus dem ich kam, hinter mir lassen?«

Trotz der starken Konnotationen der Zufluchtsuchenden, nähert sich diese Ausstellung den verschiedenen Zu- und Umständen von Migration als ein Einander berühren, trotz offensichtlicher Unterschiede, an. Alle teilnehmenden KünstlerInnen haben ihren ständigen Wohnsitz in Berlin. Einige sind bereits seit Jahrzehnten oder seit ihrer Kindheit hier, während andere, relativ gesehen, Neulinge in der deutschen Hauptstadt sind – jedoch wurde keiner von Ihnen in Berlin geboren.

Einige der Werke richten ihr Augenmerk auf das fürchterliche Schicksal von Flüchtlingen, die versuchen das Mittelmeer zu überqueren, während andere Arbeiten persönliche Geschichten und Familienbiografien verarbeiten, die in einer quälenden Vergangenheit verstrickt sind. Wiederum andere befassen sich mit dem Gefühl der Fremdheit im Allgemeinen und den damit verbundenen Missverständnissen und Vorurteilen.

KünstlerInnen: Natalia Ali, Bettina Allamoda, Anina Brisolla, Nezaket Ekici, Amir Fattal, Eldar Farber, Francesca Fini, Alona Harpaz, Olaf Kühnemann, Ella Littwitz, Shahar Marcus, Angus Massey, Alona Rodeh, Spacedigger, Amir Yatziv

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https://www.facebook.com/events/956593597800979/

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