VON JÄGER

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VON JÄGER_ UND SAMMLER_INNEN
Eröffnung:
Freitag, 21. Oktober 2016 | 19 Uhr
Maria Anwander / Ruben Aubrecht – Sonja Bendel –
Katharina Loidl – Eric Philippoz – Albin Schutting –
Ingrid Schreyer – Sophie Tiller – Nives Widauer
Ausstellung: 22. Oktober – 12. November 2016
Sterneckstraße 10, 5020 Salzburg

 

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“Die Lebensweise vieler Jäger- und Sammlergesellschaften lässt sich
heute nur noch aus archäologischen Funden rekonstruieren.
Die schriftlichen Berichte früher Expeditionen sind nicht immer zuverlässig.
So ist in vielen konkreten Fällen die Beantwortung der Frage schwierig oder
auch strittig, ob es sich bei der Lebensweise untergegangener wie auch
bestehender Wildbeuterkulturen um eine autonome und ursprüngliche, oder
eine durch Kulturkontakte übernommene, oder durch vorteilhaften Austausch entstandene spezialisierte Lebensweise, oder gar um ein durch Isolation und
Abdrängung von Völkern in Wüsten und Halbwüsten entstandenes
Sekundärphänomen der nach-neolithischen Periode handelt.”

Maria Anwander / Ruben Aubrecht: Unthrown Stones, 2015

Sonja Bendel: „Sammeln und Ansammlungen stehen im Zentrum meiner Arbeit. In der Zeichnung und der Malerei konzentriere ich mich auf ein wesentliches Bildelement, das ich bis an die Grenzen des Bildträgers wiederhole. Ich reihe beispielsweise Linien mit dem Kugelschreiber auf Papier in scheinbar endloser Wiederholung dicht nebeneinander, häufe horizontale und vertikale Linien in unzähligen Schichten auf der Leinwand übereinander.“

 

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Katharina Loidl: Landschaftsradierungen 2015/2016

„Die um 1835 entstandene Druckgrafiken mit alpinen Landschaftsdarstellungen wurden in akribischer Suche gesammelt und anschliessend bearbeitet. Als Werkzeuge dienten wie bei der ursprünglichen Bearbeitung der Druckplatten, Stichel und Radiernadel. Durch den Eingriff in die Papieroberfläche und der behutsamen Abnahme der Druckerschwärze wurden Teile der Landschaft entnommen und durch geometrische (Fremd-)körper ersetzt. Idealisierte Landschaftsvorstellungen der Romantik kokettieren hier mit Bildern der Gegenwart und möglichen Zukunftsvisionen.“

Eric Philippoz: Rawyl, 21.09.2011

„Mon père chasse. Il a hérité cette passion de son père. Le samedi soir, à la table de la cuisine, alors que ma mère verse du café aux invités, il évoque souvent l’anecdote de son premier cerf ou de cette grosse biche tirée à l’orée de la nuit. En général, il enchaîne ensuite avec le récit de son service militaire. J’ai grandi entouré de ces histoires et de l’excitation grandissante qui s’empare de mon père, chaque année, à l’approche du mois de septembre et de l’ouverture de la chasse. Enfant, je boycottais fermement sa passion que je trouvais barbare.“

Ingrid Schreyer:

Eine Art Sammlung ist das “Waffenlager” geworden, zu dem all jene “Jagd- und Kampfwaffen” gehören, die in so einem Familienhaushalt im Lauf der Jahre entstehen und nach Ausmusterung/Obsoleszenz ihrer Funktion mangels Platz ins Atelier übersiedeln und dort für eine künstlerische Neuinterpretation zur Verfügung stehen.

Albin Schutting: Installation, o.T. – über das Sammeln von Daten (2016)

Die Installation o.T. – über das Sammeln von Daten von Albin Schutting hinterfragt die Begriffe „sammeln“, „jagen“ und „kategorisieren“ im Kontext einer kommunizierenden Internetwelt. Dabei steht ein Teil der Installation für die Internetuser die Informationen aussenden, der andere für anonyme Empfänger, die die gesendeten Informationen sammeln und verarbeiten.  Die diesem Video zugrundeliegende Bleistiftzeichnung entstand nach dem berühmten Porträtfoto, in dem Freud mit streng forschendem Blick den Betrachter mustert. Das Video oder die Installation sind keine Interpretation der Theorie Freuds. Seine Person kann symbolisch dafür gesehen werden, bruchstückhafte Informationen zu ordnen, zu interpretieren und Schlussfolgerungen zu ziehen. Siegmund Freund war bereits Motiv eines Geldscheins, eine weitere Assoziation seiner Person zum Kommerz.

Sophie Tiller: Selektion, 2015, Fotografie

„Es wurden Personen eingeladen, sich aus einer Sammlung von ca. 400 präparierten Tieren eines auszusuchen, zu dem sie eine besondere Verbindung spürten, um sich dann vor Ort damit porträtieren zu lassen. Die Mensch wählten das Tier aus und traten mit ihm in Beziehung. Die Lebensgeschichte des Tieres sowie die Geschichte des Präparates bleibt weitgehend im Verborgenen. Durch die Bedeutung, die das Tier für den Menschen hat, bekommt das Präparat eine Geschichte und wird somit zum Leben erweckt.“

Nives Widauer: Damaranka, 2009, Abwurfstangen von Dammhirschen

„Die Ranke, die die Damaranka ja eigentlich ist, erinnert an die halbe Helix, an ein überdimensioniertes Collier. Die Schaufelform der Geweihe erlaubt dynamische Zusammenbauweisen und die Schönheit der einzelnen Abwurfstangen verstärkt sich durch die Serie. Varianten, Verwandtschaften, Ähnlichkeiten interessieren mich in der Natur, in den Farben, der Kunst, der Musik, alles wiederholt sich. ( Microkosmos und Macrokosmos)“V

 

https://www.facebook.com/events/632567950283619/


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