SISSA MICHELI

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Eyes On – Monat der Fotografie Wien
Bildraum 01
SISSA MICHELI | EYES ON
ON THE PROCESS OF
SHAPING AN IDEA INTO FORM
THROUGH MENTAL MODELLING
Eröffnung: Opening:
Donnerstag, 3. November 2016 | 19 Uhr
Begrüßung:
Günter Schönberger, Bildrecht
Zur Ausstellung:
Ruth Horak, Kunstkritikerin
Ausstellung: 03. November 2016 – 09. Dezember 2016
Wien 1, Strauchgasse 2
 
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Sissa Micheli | On the Process of Shaping an Idea into Form Through Mental Modelling, 2014/16 Fine Art Print, Maße variabel © Bildrecht, Wien 2016
 
Im Bildraum 01 präsentiert Sissa Micheli Arbeiten an der Schnittstelle
zwischen Fotografie und Film. Kleidungsstücke werden ins Bild geworfen,
die Kamera filmt ihren kurzen Flug. Dann klickt der Auslöser, ein ausgesuchter
Moment wird arretiert und gespeichert, während zwischenzeitlich das
Kleidungsstück längst zu Boden gefallen ist. Immer neue Kleidungsstücke
fliegen und erstarren, jede Filmsequenz endet in einem Freeze Frame,
kulminiert sozusagen im „entscheidenden Augenblick“, an dem die
verformbaren Textilien in eine endgültige Form gegossen werden. Bewegte
Körper durchkreuzen die ruhenden Bildräume, die zu Auffangvorrichtungen
für die Wurfgeschosse werden, bevor sie den Endpunkt ihrer
Flugbahn erreichen.
 
Eine Stimme aus dem Off begleitet den Flug der Blusen und Röcke im
ehemalige Londoner Textilviertel und reflektiert den Process of Shaping an Idea
into Form through Mental Modelling: das Verhältnis zwischen Fotografie und
Film, den Augenblick im Unterschied zur Dauer, sowie den Akt der
Umsetzung zwischen Kalkül und „Unknown Knowns“ . Denn so konturiert
die textilen Skulpturen in den Fotografien sind, so viele Faktoren wie
Beschleunigung, Luftwiderstand, Schwerkraft etc. beeinflussten ihre Gestalt.
In diesem Prozess sieht Micheli eine Parallele zur Materialisierung von
künstlerischen Ideen: „I have a mental model but I do not know what the
final picture will look like“, heißt es aus dem Off.
 
Mit dem Spiel an der Grenze zwischen Fotografie und Film wird
unweigerlich ein Konkurrenzverhältnis der beiden Medien angedeutet, der
Gedanken, dass jeder Fotografie letztlich ein „Film“ vorausgeht, liegt nahe, und
ähnlich wie in James Williamsons‘ 1901 veröffentlichtem Kurzfilm
„The Big Swollow“ wird unbeschwert ein Medium gegen das andere ausgespielt.
Text zur Ausstellung von Ruth Horak

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