VAN LIESHOUT

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Galerie KRINZINGER
ATELIER VAN LIESHOUT
HAUSFREUND
Eröffnung: 24. November 2016 | 19 Uhr
zur Eröffnung spricht Joep van Lieshout /zu seinen Arbeiten
Ausstellung: Exhibition:
25. November 2016 – 21. Jänner 2017
Main Gallery
Seilerstätte 16, 1010 Vienna/Austria

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Daalderop, 2016, (Detail), Foto: Atelier van Lieshout

Der Hausfreund ist ein äußerst zweideutiger Freund. Wie der Briefträger kommt er allzu oft vorbei, besonders dann, wenn man selbst gerade nicht da ist. Er ist ein Freund, der verschiedene Gesichter und Funktionen besitzt – genau wie die vielfältigen Kunstwerke des niederländischen Bildhauers Joep van Lieshout in
der Galerie Krinzinger. Eine häusliche Umgebung nachahmend, zeigt die Galerie eine Auswahl Van Lieshouts aktueller Arbeiten, die Fragen über Zerstörung und Erneuerung, Zufall und Konzept, Minimalismus und Funktionalität aufwefen. Anhand seiner Skulpturen erforscht Joep van Lieshout die Grenzen von Ethik und Kunst. Seine Arbeiten treten in den aktuellen Diskurs um Funktionalität, Design und Sprache ein und hinterfragen dabei die Position des Künstlers. Der Künstler ist fasziniert von der Macht, die Gegenstände, Maschinen und Systeme auf die Menschheit ausüben und auch von der (Ir)Relevanz des Individuums angesichts dieses Einflusses.
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Atelier Van Lieshout “Der Hausfreund”, courtesy Galerie Krinzinger / photo Tamara Rametsteiner
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In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Joep van Lieshout ein multidisziplinäres Oeuvre geschaffen, das die Grenzen zwischen Kunst, Design und Architektur erforscht und gleichermaßen Objekte und Installationen, Gebäude und Möbel, sowie Utopien und Dystopien vereint. In seinen frühen Werken machte er sich mit Serien wie „Beer Crates (1987-1988), „Hard Edge-Furniture“ (1989-1990) und „Soft-Edge-Furniture“ (1990-1995) auf die Suche nach der feinen Grenzlinie, die die hohe Kunst vom massenhaften Funktionsobjekt trennt. Gepaart mit einem starken Fokus auf Effizienz, auf den Prozess und das Konzept durchdringt diese Kunstwerke ein starkes Gefühl von Koinzidenz, Minimalismus und Nihilismus. Auf diese frühen Arbeiten folgten die „Mobile Homes“, die sich nicht länger nur auf das Wesen der Kunst und die Stellung des Künstlers konzentrierten, sondern allgemein Fragen um die Position des Individuums in der Gesellschaft und den Möglichkeiten, außerhalb des Systems zu existieren, aufwarfen. Dieses Konzept wurde im Projekt „AVLVille“ (2001) noch weiter vorangetrieben, im Zuge dessen, Van Lieshout im Hafen von Rotterdam einen Freistaat ausrief, der sich vor allem durch ein Minimum an Regeln, einem Maximum an Freiheiten und dem höchsten Grad an Autarkie auszeichnete.
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Die Ausstellung Der Hausfreund zeigt eine Auswahl an Arbeiten aus der CryptoFuturismus – Serie. Die Auswahl umfasst skulpturale Stücke, die die Suche nach neuen Leitfiguren
symbolisieren. Der Künstler bezieht sich hier auf Statuen von Führern, Kaisern oder Gottheiten und verweist so auf eine Zeit, als die Gesellschaft noch von einem einzelnen Individuum oder Gott personifiziert wurde. Diese sind gepaart mit Kunstwerken, die den Kampf zwischen Material und Maschine sowie zwischen Mensch und Maschine darstellen, Werke, die zufällig und gewalttätig geschaffen wurden, wie die Hydroform-Skulpturen. Als Teil des CryptoFuturism hat Van Lieshout eine Reihe von riesigen Maschinen gebaut, die dazu dienen, alle möglichen Materialien entweder zu zerstören oder zu recyceln. Diese
Maschinen wurden in weiterer Folge dann dazu verwendet, um mit Hilfe von Hochdruck aus den vorbereiteten Materialien als auch aus verschiedenen Alltagsgegenständen, Skulpturen zu schaffen, welche die Grenzen des Materials anhand von Gewalt und Zufall erforschen.
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JOEP VAN LIESHOUT
ATELIER VAN LIESHOUT

1995 gründete er das Atelier Van Lieshout, ein multidisziplinäres Studio,
das in den Feldern der zeitgenössischen Kunst, im Design und der Architektur tätig ist.

ATELIER VAN LIESHOUT
Established in 1995
JOEP VAN LIESHOUT
1963 born in Ravenstein
Lives and works in Rotterdam
Founder of Atelier Van Lieshout
EDUCATION
1987 Villa Arson, Nice
1985-1987 Ateliers ’63, Haarlem
1980-1985 Academy of Modern Art, Rotterdam
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Galerie KRINZINGER
ISABEL NOLAN – RUN FOR THE SHADOWS
Eröffnung: 24. November 2016 | 19 Uhr
Ausstellung: Exhibition:
25. November 2016 – 21. Jänner 2017
Showroom
Seilerstätte 16, 1010 Vienna/Austria
http://www.galerie-krinzinger.at

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Isabel Nolans Arbeit verführt und entwaffnet uns. Sie ist getragen von einem Verlangen die Momente der Intensität, die wir bei der Begegnung mit Objekten in unserer Umgebung erleben, in materieller Form zu untersuchen und festzuhalten; unerklärbare und verwirrende Momente die unser Bewusstsein schärfen und uns näher bringen, was es bedeutet am Leben zu sein. Für Nolan erfolgt diese Erkundung durch das Herstellen von Dingen – in monumentaler oder intimer Form – welche sie uns als unverbindliche Markierungen unsers Platzes unter der Sonne darlegt.
(Sarah Glennie, Director, Irish Museum of Modern Art)
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Nolans Arbeit basiert auf weitreichenden Themenkomplexen, wie urzeitlichen Grundlagen, religiösen Artefakten, der Supernova, dem Esel als kulturelle Trope oder der Verwendung von Flaggen. Innerhalb jeden Themas findet sie einen wunden Punkt oder eine Eventualität, welchen sie in ihren konsequenten Arbeiten Ausdruck verleiht. Ihrer zweimonatigen Residency in den Krinzinger Projekten folgend, ist Run for the shadows
Isabel Nolans erste Ausstellung in der Galerie Krinzinger.
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Isabel Nolan “run for the shadows”, courtesy Galerie Krinzinger / photo Tamara Rametsteiner
Der Neue Werkzyklus beinhalten sowohl hängende Arbeiten als auch Bodenskulpturen, vorwiegend aus Stahl, Stoffen und Zeichnungen. Wie das gesamten Oeuvre Nolans, zeigen
auch diese Skulpturen, durch ihre Subjektivität und deren intime Natur, das Innewohnende, die schöne Absurdität des Versuchs große Ideen durch einen donquichottischen Prozess des Schaffens anzugehen, auf.

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Ihrer zweimonatigen Residency in den Krinzinger Projekten folgend, ist Run for the shadows Isabel Nolans erste Ausstellung in der Galerie Krinzinger. Der Neue Werkzyklus beinhaltet sowohl hängende Arbeiten als auch Bodenskulpturen, vorwiegend aus Stahl, Stoffen und Zeichnungen. Wie das gesamten Oeuvre Nolans, zeigen auch diese Skulpturen, durch ihre Subjektivität und deren intime Natur, das Innewohnende, die schöne Absurdität des Versuchs große Ideen durch einen donquichottischen Prozess des Schaffens anzugehen, auf.

https://www.facebook.com/events/1587591224882718/

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