Rechnitz

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Volkstheater
Rechnitz (Der Würgeengel)
Voraufführung:
SA 10. Dezember 2016 | 19.30 Uhr
Premiere:
Sonntag, 11.Dezember 2017 | 19:30 Uhr
Rechnitz von Elfriede Jelinek
Regie Miloš Lolić,
Mit:  Thomas Frank, Katharina Klar, Sebastian Klein, Steffi Krautz,
Kaspar Locher, Claudia Sabitzer, Birgit Stöger, Jasmin Avissar
Bühne Paul Lerchbaumer
Kostüme Jelena Miletić,
Choreografin und Tänzerin Jasmin Avissar
Licht Paul Grilj
Dramaturgie Veronika Maurer, Periša Perišić
Neustiftgasse 1, 1070 Wien
Fotorechte: © Robert Polster / Volkstheater
FR 16. DEZ 2016 19.30 Uhr
18.45: Stückeinführung im Weißen Salon
DI 27. DEZ 2016 19.30 Uhr
Weitere Termine in Planung
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© Valerie Tiefenbacher / Volkstheater

Fehlt Ihnen was, daß
Sie sehen, was gar
nicht da ist?

Rechnitz im Burgenland: Gräfin Batthyány lädt SS- und Gestapo-Männer zum großen Gefolgschaftsfest auf ihr Schloss. Sie weiß: Es wird das letzte sein, denn die Rote Armee rückt täglich unaufhaltsam näher.
Und so wird noch einmal ausgelassen gefeiert. Kurz vor Mitternacht klingelt ein Telefon, und eine Gruppe Gäste verlässt das Fest. Gewehre werden ausgegeben. Als die Gäste zurückkommen, um weiterzufeiern, haben sie etwa 180 jüdische Zwangsarbeiter erschossen. Das Verbrechen wurde im postnazistischen Österreich nie vollständig aufgeklärt. Die Hauptschuldigen entkamen ins Ausland, andere erhielten milde Strafen. Zwei Zeugen wurden ermordet. Und die Gräber der Opfer wurden bis heute nicht gefunden.
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Jelinek lässt Boten und Botinnen vom Geschehen berichten: Stimmen aus dem Heute und dem Damals, Zeug/innen eines jener „Endphaseverbrechen“, in denen angesichts der bevorstehenden Niederlage des NS-Regimes das Morden noch einmal exzessiv und bekenntnishaft vollzogen wurde. Der Text richtet damit sein Augenmerk auf die unbeteiligten Beteiligten dieser monströsen Nacht und umkreist die Themen Mitwissen und Mitschuld sowie Erinnern und Erzählen. Im Durchmessen und Durchforsten der seither vergangenen Jahrzehnte konstatiert er zugleich die Vergeblichkeit des Kündens von der Geschichte.
Das Volkstheater zeigt mit Rechnitz (Der Würgeengel) einen der eindringlichsten Texte von Elfriede Jelinek, für den sie 2009 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde und der zwei ihrer Lebensthemen variiert: die nicht aufgearbeiteten Verbrechen der NS-Zeit und das mangelnde Vermögen der Sprache bei der Bewältigung ihrer dringlichsten Aufgaben.

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Fotorechte: © Robert Polster / Volkstheater

Miloš Lolić

Der serbische Regisseur Miloš Lolić inszenierte bereits zwei Mal am Volkstheater:
Magic Afternoon (2012) und Die Präsidentinnen (2014).
In seiner Inszenierung von Rechnitz (Der Würgeengel) sucht
er nach den Übergängen zwischen Party und Exzess, Rausch
und Gewalt.

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Jasmin Avissar
Geboren in Jerusalem (Israel).
Studium an der Jerusalem Academy of Music and Dance. Mitbegründerin der Jerusalem Ballet Company and School. Als Tänzerin Zusammenarbeit u.a. mit Choreograf/innen wie Joseph Tmim, Joseph Jungman, Thomas Mcmanus, Jean-Loup Jordan,
Boris Nebyla, Robert Sher-Machherndl und Natalia Horecna.
Außerdem Ballettlehrerin und Coach an der Ballettakademie und Jugendkompanie der Wiener Staatsoper, am Teatro Argentino de la Plata (Argentinien) und am
Jerusalem Ballet (Israel).
Eigene Choreografien u.a. bei den Produktionen Der Schneemann(Ballettakademie der Wiener Staatsoper), Archaeopteryx (Zusammenarbeit mit Komponist und Pianist
Oliver Peter Graber), Ninth Fort (Zusammenarbeit mit Musiker Tal Gur) und Niemandsland (von Yael Ronen). Aktuell ist sie bei der Inszenierung von Rechnitz
(Der Würgeengel) als Choreografin und Tänzerin beteiligt.
 Volkstheater_Frank-676x888.jpg© http://www.lupispuma.com / Volkstheater
Thomas Frank
Von da aus, wo Sie sich gerade befinden
wie kommt man zum Volkstheater?
Volkstheater+Gesellschaft+m.b.H.,+Neustiftgasse,
+Wien/@48.3797276,15.1862832,9z/data
Auf dieser Route liegen gesperrte und private Straßen.
Wen würden Sie in Wien nicht nach dem Weg fragen?
Mich.
Was machen Sie im nächsten Leben? Nix.
Geboren 1980 in Gmünd (Niederösterreich). Aufgewachsen in Heidenreichstein
nahe der tschechischen Grenze.
Nach einer Lehre und beruflichen Tätigkeit als Anlagenmonteur Schauspielstudium
am Max Reinhardt Seminar.
Mitwirkung in Der Ubu-Komplex (2007, Schauspielhaus Wien, Regie: David Maayans). 2007 bis 2015 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz. Daneben auch für Film und Fernsehen tätig. Seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Volkstheater.

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Katharina Klar
Wo liegt Wien – Ihrer Ansicht nach?
Da ich in Floridsdorf aufgewachsen bin: auf der anderen Seite
der Donau.
Wie riecht Theaterluft? Nach altem Licht.
Was schätzen Sie an Kollegen? Körperhygiene.
Was schätzen Sie an Kolleginnen? Selbstironie.
Ein Tipp, wo man in Wien gut unbeobachtet sein kann?
Im Tiergarten Schönbrunn. Wenn alle auf das Pandababy starren, ist man als Mensch unsichtbar.
Geboren 1987 in Wien.
Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.
2009 bis 2015 Engagement am Schauspielhaus Graz. Zusammenarbeit u. a. mit Ingo Berk, Anna Badora, Victor Bodo, Oliver Frljić, Yael Ronen, Felicitas Brucker, Boris Nikitin und Claudia Bauer. Seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Volkstheater. 2011 Auszeichnung mit dem Publikumspreis des Verein der Freunde des Schauspielhauses Graz Pro Bühne als Beste Nachwuchsschauspielerin 2010/11.

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Sebastian Klein
Was schätzen Sie an einem guten Publikum?
Wenn es keine Erwartungen erfüllt sehen will, sondern wirklich sehen will.
Was schätzen Sie an Kolleg/innen?
Die Bereitschaft, sich auf der Bühne gegenseitig zu überraschen und herauszufordern.
Warum Theater?
Um eine Alternative zum Bestehenden zu denken.
Was machen Sie im nächsten Leben?
Ich habe noch so viel in diesem Leben vor – ich denke noch nicht an das nächste.
Geboren 1984, aufgewachsen in Würzburg (Deutschland).
Schauspielstudium an der Theaterakademie Hamburg, währenddessen Arbeiten u. a. am Thalia Theater Hamburg.
Zusammenarbeit mit der costa compagnie, u. a. am St. Pauli Theater Hamburg, Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Theater Osnabrück und Kampnagel Hamburg. 2012 bis 2015 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz. Seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Volkstheater. 2015 Auszeichnung mit dem Dorothea-Neff-Preis für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung 2015/16.

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Steffi Krautz
Von da aus, wo Sie sich gerade befinden: Wie kommt man zum Volkstheater?
Indem man einen Vertrag unterschreibt.
Was schätzen Sie an Kollegen? Humor.
Was schätzen Sie an Kolleginnen? Humor.
Was schätzen Sie an einem guten Publikum? Siehe oben.
Warum Theater? Wegen: siehe oben.
Was machen Sie im nächsten Leben?
Ich glaube, mir reicht’s dann erstmal … würde lieber mit allen andern im „Drüben“ Skat spielen …
Geboren 1968 in Räckelwitz (Deutschland).
Berufsausbildung mit Abitur in der Landwirtschaft, von 1988 bis 1990 Souffleuse am Theater Senftenberg/Lausitz. Anschließend Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock.
Bis 1998 freischaffend, u.a. am Volkstheater Rostock, in Paderborn, Kampnagel Hamburg und am Innsbrucker Kellertheater. 1998 bis 2006 Ensemblemitglied am Düsseldorfer Schauspielhaus. 2006 bis 2015 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz.
2011 Nominierung für den Publikumspreis beim Nestroy-Preis. 2012 Nominierung für den Nestroy-Preis als Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Geister in Princeton (UA 2011, Schauspielhaus Graz, Regie: Anna Badora).

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Kaspar Locher
Wie würde der Titel Ihres Theatermanifests lauten?
Keine Angst vor Schauspielern. Mitbestimmung jetzt!
Wem möchten Sie demnächst das Volkstheater zeigen?
Meiner Oma.
Was ist Ihre erste Theatererinnerung?
Ich war Gewichtheber im Kinderzirkus der Grundschule.
Geboren 1988 in Basel (Schweiz).
Schauspielstudium an der Hochschule für Künste Zürich, ab 2011 im dortigen Masterstudiengang. Während der Studienzeit 2012/13 Engagement am Theater Chemnitz (Studio).
2013 bis 2015 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz, Zusammenarbeit u. a. mit Yael Ronen, Michael Simon und Anna Badora. Seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Volkstheater. 2010 Auszeichnung mit dem Förderpreis der Armin Ziegler Stiftung.
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Claudia Sabitzer
Wo ist im Theater der beste Platz für Schauspieler/innen?
Der beste Platz für eine Schauspielerin ist neben einem guten Kollegen
oder einer guten Kollegin.
Wie würde der Titel Ihres Theatermanifests lauten?
Das Theater für alle, alle für das Theater.
Was ist Ihre erste Theatererinnerung?
Als ich acht Jahre alt war, zog meine Familie von der Stadt auf das Land. Ein einziger Albtraum für mich. Aber auf der Schlosswiese wurde Der Talisman geprobt. Ich schlich mich unter die Tribüne und schaute zwischen den Stuhlbeinen hindurch zu. Später durfte ich auch auf den Stühlen sitzen … Jeden Tag/Abend war ich dabei.
Geboren 1971 in Deutschland, aufgewachsen in Zürich und Greifensee (Schweiz).
Schauspielstudium am Schubert Konservatorium Wien.
Engagements am Volkstheater Wien, Schauspielhaus Wien. 2000 bis 2005 Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim. Seit 2005 Ensemblemitglied am Volkstheater Wien. 1999 Auszeichnung mit dem Förderungspreis zur
Josef-Kainz-Medaille, 2013 mit dem Dorothea-Neff-Preis als Beste Schauspielerin.
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Birgit Stöger
Von da aus, wo Sie sich gerade befinden:
Wie kommt man zum Volkstheater?
Vor, vor, vor (© A Million Mercies).
Wiens beste Bezirke?
2., 8., 10., 20., 0., 7., Zusatzbezirk 3.
Was hat auf der Bühne Platz, im Leben nicht?
Plastikobst bei einer Party.
Geboren 1975 in Graz (Steiermark).
Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.
Erste Engagements am Schauspielhaus Graz während der Schauspielausbildung. 1999 bis 2004 Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus. 2004 Engagement am Theater am Neumarkt in Zürich. Danach freischaffend u. a. am Schauspielhaus Zürich, Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an den Sophiensaelen Berlin. 2010 bis 2015 Engagement am Schauspielhaus Graz. Seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied am Volkstheater.
Auszeichnungen mit dem Förderpreis der Stadt Düsseldorf, Nachwuchsdarstellerpreis und Darstellerpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. 2014 Nominierung für den Nestroy-Preis als Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Niemandsland (UA, 2013, Schauspielhaus Graz, Regie: Yael Ronen).

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Sebastian Klein, Claudia Sabitzer, Steffi Krautz, Thomas Frank,
Birgit Stöger, Katharina Klar, Kaspar Locher, Jasmin Avissar
© Robert Polster / Volkstheater

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