Claudia Andujar

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MMK 1- Museum für Moderne Kunst
Claudia Andujar
Morgen darf nicht gestern sein
Pressekonferenz: Donnerstag, 16. Februar 2017 | 11 Uhr
Eröffnung: Freitag, 17. Februar 2017 | 19 Uhr
Kuratorin Carolin Köchling
Ausstellung: 18. Februar – 25. Juni 2017
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
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MMK 1- Museum für Moderne Kunst
Claudia Andujar
Morgen darf nicht gestern sein
MMK Talks
Carolin Köchling (Kuratorin der Ausstellung)
im Gespräch mit Claudia Andujar
Samstag, 18. Februar 2017 | 15.30 Uhr
Einführung: Dr. Katharina von Ruckteschell-Katte,
Leiterin Goethe-Institut, São Paulo
Ausstellung: 18. Februar – 25. Juni 2017
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
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Claudia Andujar, Metrópole, 1974
Courtesy Claudia Andujar and Galeria Vermelho, São Paulo, Brazil

Erstmals in Europa gibt diese Ausstellung im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main einen umfangreichen Einblick in das fotografische Werk der in Brasilien lebenden Künstlerin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz der Yanomami, Brasiliens größter indigener Volksgruppe, entstand in den 1970er-Jahren ihre bedeutende Serie „Marcados“ (dt. „Die Markierten“). Diese Porträts waren für die Künstlerin der Beginn einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami. Neben der umfangreichen Serie „Marcados“ präsentiert die Ausstellung fotografische Werkgruppen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. So reiste Andujar 1976 von São Paulo aus zu den Yanomami im Norden des Landes und dokumentierte die Reise fotografisch aus der Heckscheibe ihres VW Käfers.

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Claudia Andujar, from the series Marcados, 1981–1983
Courtesy Claudia Andujar and Galeria Vermelho, São Paulo, Brazil

Die subjektive Perspektive der Fotografin spiegelt sich auch in den aus dem Helikopter aufgenommenen Bildern des endlos scheinenden, modernistischen Straßennetzes São Paulos sowie des von üppiger Vegetation umgebenen traditionellen Rundbaus der Yanomami im Amazonasgebiet wieder. In der Gegenüberstellung dieser beiden Werkgruppen zeichnet Andujar ein Panorama Brasiliens zwischen Stadt und Natur. Für die Serie „Rua Direita“ setzte sie sich auf die gleichnamige Straße, einer viel bevölkerten Verkehrsader São Paulos und fotografierte die Passanten mit einem Weitwinkelobjektiv. Die in extremer Untersicht abgelichteten Personen kommen ihr zwar physisch nah, drücken in ihren Gesichtern und Gesten jedoch Distanz, Verwunderung und Abwehr aus. In starkem Kontrast zu den intimen Porträts der Yanomami verweisen diese Aufnahmen auf den Einfluss des urbanen Lebens auf die Menschen. Kurz vor dem Putsch, der die bis 1985 andauernde Militärdiktatur des Landes einleiten sollte, dokumentierte Andujar 1964 in der Serie „Marcha da Família“ die Demonstrationen in São Paulo, die sich aus nationalistischer und konservativer Richtung gegen die Gründung einer kommunistischen Regierung richteten. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste in Brasilien und der kürzlich verkündeten Klima-Ziele des Landes zeichnet sich Andujars Werk bis heute durch eine hohe Aktualität und Brisanz aus.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Kooperationspool der Stadt Frankfurt und die Deutsche Börse Photography Foundation gGmbH, mit freundlicher Unterstützung von dem Brasilianischen Außenministerium Itamaraty; Generalkonsulat von Brasilien; Goethe-Institut, São Paulo und dem Schweizerischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main.

http://mmk-frankfurt.de/de

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