EgonSchielealbertina

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Albertina Wien
Egon Schiele
Pressekonferenz:
Dienstag, 21. Februar 2017 | 10 Uhr
Eröffnung / Opening:
Dienstag, 21. Februar 2017 | 18:30 Uhr
PROF. DR. KLAUS ALBRECHT SCHRÖDER
Direktor der Albertina
DR. CHRISTOF METZGER
Chefkurator der grafischen Sammlung der Albertina
Ausstellung: 22. Februar – 18. Juni 2017
Albertinaplatz 1, A-1010 Wien
Anlässlich seines 100. Todestags widmet die Albertina Wien Egon Schiele schon 2017 eine umfassende Ausstellung. 180 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, dessen größtes Thema die existenzielle Einsamkeit des Menschen ist. Der unverwechselbare Stil seiner Aktzeichnungen, Landschaften und Porträts inspiriert die österreichische und internationale Kunst bis heute.
In der Sammlung der Albertina finden sich 160 Zeichnungen und 13 Skizzenbücher Schieles, darüber hinaus viele wertvolle Briefe, Dokumente und Fotografien. Sie bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung, die um bedeutende Leihgaben aus internationalen Sammlungen und Museen ergänzt wird und Schiele als großen Zeichner des 20. Jahrhunderts würdigt.

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Egon Schiele Weibliches Liebespaar, 1915
Albertina, Wien

Egon Schiele

22. Februar – 18. Juni 2017

Sie sind leidenschaftlich und höchst subjektiv, schonungslos und zugleich allegorisch: die Meisterwerke Egon Schieles. Zum Auftakt des Gedenkens an seinen 100. Todestag leitet die Albertina schon 2017 den Reigen der großen Jubiläumsausstellungen zu Schiele ein: 180 seiner schönsten und bedeutendsten Gouachen & Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet. Egon Schiele ist nicht nur Mitbegründer des Expressionismus und neben Klimt eine der beiden Schlüsselfiguren der Wiener Jahrhundertwende, er ist vor allem der größte Zeichner des 20. Jahrhunderts. Zwölf Jahre nach der letzten großen Schiele-Ausstellung zeigt die Albertina das grafische Werk des Künstlers, das in seinem Schaffen als autonome Gattung einen spezifisch hohen Rang einnimmt.

Unmittelbar nach seinem Studium an der Akademie, bei dem er vor allem Studien nach den strengen Vorschriften des dortigen Lehrbetriebs anfertigt, wendet sich der junge Schiele zunächst dem Jugendstil zu, wobei er vor allem in Klimt sein Vorbild findet. Doch im Gegensatz zu Klimt, dessen Zeichnungen als Ideen, Entwürfe oder Skizzen für seine Gemälde dienen, betrachtet Egon Schiele seine Arbeiten auf Papier bald als eigenständige, als autonome Kunstwerke.

Um 1910 findet er als kaum Zwanzigjähriger zu einem ganz unverwechselbaren, eigenem Stil – dies vor allem in seiner Zeichenkunst. Mit sicherer, kräftiger Linienführung umschreibt er seinen Bildgegenstand, der meist der menschliche Körper ist. Einerseits charakterisiert er ihn durch treffsichere Konturierung, andererseits verfremdet er ihn durch gewagte Perspektiven, durch überspitzte Gestik und Mimik und durch dessen Fragmentierung. Gerade in seinen präzise kalkulierten Zeichnungen erschließt er in Bezug auf Ikonographie und Farbgebung neues Terrain. Nicht zufällig wird das zeichnerische Œuvre des Künstlers als seiner Malerei mindestens ebenbürtig geschätzt – der Zeichner Schiele ist dem Maler Schiele sogar weit überlegen.

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Egon Schiele Selbstbildnis in gelber Weste, 1914
© Albertina, Wien

Obwohl Schiele die internationalen Kunstströmungen seiner Zeit interessiert verfolgt und auch Werke der Kubisten wie Pablo Picasso, der Futuristen, der Expressionisten und der frühen Abstrakten kennt, bleibt er doch immer der Gegenständlichkeit verpflichtet und schlägt nie den Weg zur Abstraktion ein. Nicht zuletzt aufgrund der expressiven Qualitäten seiner Arbeiten auf Papier wird er neben Oskar Kokoschka als der bedeutendste österreichische „Expressionist“ betrachtet.

Im Gegensatz zu den deutschen Expressionisten, die den Schwerpunkt auf die Eigenständigkeit der Formen legen und folgerichtig auch zur Abstraktion gelangen, kann und will Schiele den Gegenstand nicht verlassen, denn ihm geht es letztlich immer um eine konkrete, inhaltliche Aussage, eine Botschaft, die in der Abstraktion verloren gehen würde. Vielleicht ist es aber gerade dieser leidenschaftliche Versuch des Künstlers, etwas über unsere Welt und über die existentielle Befindlichkeit des Menschen mitzuteilen, die uns noch heute so direkt anspricht, und uns so in den Bann zieht.

Trotz seiner kurzen Lebensspanne (1890–1918) und einer kaum mehr als zehn Jahre währenden Phase künstlerischen Schaffens hinterließ Egon Schiele ein umfangreiches Werk. Es umfasst, seine Skizzenbücher nicht mitgerechnet, über 330 Gemälde und über 2500 Zeichnungen. Die Albertina besitzt mit 180 Arbeiten Werke aus jeder Phase des so kurzen Schaffens des jung verstorbenen Genies: Die Sammlung beinhaltet 160 Zeichnungen sowie 13 Skizzenbücher und darüber hinaus viele wertvolle Dokumente und Erinnerungen an sein Leben.

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Egon Schiele Sitzender weiblicher Akt mit aufgestützten
Ellbogen, 1914 Albertina, Wien

Die Ausstellung in der Albertina veranschaulicht nicht nur die Dynamik der wechselnden Perspektiven – die Nähe und Ferne zu den Porträtierten, zum Aktmodell oder zum Landschaftsmotiv – in Schieles Zeichenprozess. Vielmehr wird der Versuch unternommen, die vielfältigen Inspirationsquellen des Künstlers aufzuzeigen, um einen neuen Zugang zur Entschlüsselung seines oft so rätselhaft-allegorischen Werks zu bekommen. Aus dieser Perspektive erweist sich Schiele nicht nur als Künstler von größtmöglicher Freiheit und ästhetischer Autonomie, sondern zugleich auch als ein Verfechter hoher Ethik und leidenschaftlicher Spiritualität.

Die umfangreiche Kollektion der Albertina bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung, die um einzelne, bedeutende Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen und Museen ergänzt wird. So richtet die Schau einen einzigartigen Blick auf die künstlerische Entwicklung Schieles, die sein plötzlicher Tod im Alter von nur 28 Jahren so jäh beenden sollte.

http://www.albertina.at/

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ALBERTINA
VALENTINSTAG IN DER ALBERTINA
Spezialführung | Liebe(spaare) in der Albertina
Dienstag, 14. Februar 2017 | 17 Uhr
Albertinaplatz 1, A-1010 Wien
http://www.albertina.at/valentinstag_2017


Liebe(spaare) in der Albertina
– diesem Thema widmet sich eine Spezialführung am Valentinstag. Ausgewählte Meisterwerke der Habsburgischen Prunkräume und die Ausstellung Monet bis Picasso zeigen, dass das Thema Liebe und die Darstellung von Liebespaaren KünstlerInnen von je her beschäftigte. Zarte Romanzen, unerfüllte Leidenschaften, eifersüchtige Beziehungsdramen – so vielfältig wie sich die Liebe im wahren Leben darstellt, so mannigfaltig sind auch die künstlerischen Zugänge zu diesem Thema.
Egal ob verliebt oder verheiratet, ob in Begleitung oder allein – folgen Sie uns bei einem amourösen Rundgang durch die Albertina!

Führungsbeitrag pro Person: EUR 4 (exkl. Eintritt) | Tickets an der Kassa erhältlich (am Tag der Führung) | Begrenzte TeilnehmerInnenanzahl | keine Anmeldung möglich | first come, first serve | Treffpunkt: Harriet Hartmann Court im Eingangsbereich des Museums

Albertina Wien
Egon Schiele
SALON ALBERTINA
SCHIELE & DIE BOHÈME
Dienstag, 28. Februar 2017 | 19 – 23 Uhr
Ausstellung: 22. Februar – 18. Juni 2017
Albertinaplatz 1, A-1010 Wien
http://www.albertina.at/

 

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Eintritt: EUR 10 | Tickets im Vorverkauf in der
Albertina & an der Abendkassa erhältlich

Genießen Sie den Lifestyle der Wiener Jahrhundertwende: SCHIELE & DIE BOHÈME – so lautet das Motto und der DRESS CODE des Abends. Die Mode von Schieles Kunst bietet zahlreiche Inspirationen!

Es erwartet Sie eine Make-up Lounge für den perfekten Schiele-Look sowie lebendige Musen, die Trends dieser Epoche präsentieren. Außerdem führen Sie unsere KunstvermittlerInnen zu den schönsten Werken Schieles und erzählen von dessen turbulentem Leben. Retro-Klänge und Drinks runden den Abend ab. Tickets sind ab sofort in der Albertina erhältlich.

Der Salon Albertina SCHIELE & DIE BOHÈME entsteht in Zusammenarbeit mit Lilya Corneli und ihrem Team von
To Be A Muse.

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