Kasimir und Karoline

volkstheater16-11-44

Volkstheater
Kasimir und Karoline
von Ödön von Horváth / Regie Philipp Preuss
Generalprobe
DO 16. MRZ 2017  | 19Uhr
Premiere
Freitag, 17. März 2017 | 19.30 Uhr
Mit
Rainer Galke, Stefanie Reinsperger, Sebastian Klein,
Kaspar Locher, Birgit Stöger, Michael Abendroth,
Lukas Holzhausen, Seyneb Saleh, Nadine Quittner,
Thomas Frank, Luka Vlatkovic
Regie Philipp Preuss
 
 
KasimirKarolineHelmut8.jpg
© Helmut Pokornig / Volkstheater
 
Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth
Volksstück

Um Ablenkung zu finden, gehen der arbeitslose Chauffeur Kasimir und die angestellte Bürokraft Karoline aufs Oktoberfest, aber das Gegenteil passiert. Von allen Seiten werden sie an geschäftliche und private Zusammenhänge erinnert. Inmitten von erregenden Attraktionen verliert sich das Paar.
„Man muss das immer trennen, die allgemeine Krise und das Private“, sagt die von Kasimir gekränkte Karoline zu einem Mann namens Schürzinger, den sie gerade frisch kennenlernt und der ihr eine Achterbahnfahrt spendiert. „Meiner Meinung nach sind aber diese beiden Komplexe unheilvoll miteinander verknüpft“, erwidert dieser, was Karoline zu der Bemerkung veranlasst: „Geh, redens doch nicht immer so geschwollen daher!“ Dialoge wie dieser weisen Horváth als eindringlichen Betrachter des durchökonomisierten Zwischenmenschlichen aus. Vor dem Hintergrund einer politisch- wirtschaftlichen Zeitenwende erscheint das Leben als Achterbahnfahrt, zu stimmungsvoller Musik zeigen sich die Abhängigkeitsverhältnisse. Da, wo sie lieber anonym in der feierwütigen Masse untertauchen würden, begegnen Kasimir und Co. ständig irgendwelchen „Bekannten“, mit denen sie beruflich verbunden oder kriminalistisch verstrickt sind. So muss früher oder später auch Schürzinger seine erotischen Interessen hinter seine karrieristischen zurückstellen, während Karoline von ihrem seelischen Flugversuch „mit gebrochenen Flügeln“ zurückkehrt.
Mit Kasimir und Karoline, seinem Hauptwerk neben Geschichten aus dem Wienerwald, kreierte Ödön von Horváth (1901–1938) das neue Genre des kritischen Volkstücks – durch eine „Synthese aus Ernst und Ironie“, wie Horváth seine Methode beschrieb. Regie führt der österreichische Wahlberliner Philipp Preuss, der am Volkstheater zuletzt Romeo und Julia inszenierte und am Schauspielhaus Leipzig sowie an der Berliner Schaubühne arbeitet.

DI 21. MRZ 2017 19.30
FR 24. MRZ 2017 19.30
18.45 Weißer Salon: Stückeinführung
FR 31. MRZ 2017 19.30
 
Bühne Ramallah Aubrecht
Kostüme Eva Karobath
Musik und Sounddesign Richard Eigner
Video Konny Keller
Licht Paul Grilj
Dramaturgie Roland Koberg

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