GregorSailer

bildraum
Bildraum Bodensee
GREGOR SAILER
CLOSED CITIES – Bilder und Materialien
Eröffnung / Opening:
Mittwoch, 19. April 2017 | 19 Uhr
Begrüßung: Mag. Günter Schönberger, Bildrecht
Zur Ausstellung: Dr. Margit Zuckriegl, Kunsthistorikerin
und Fotokuratorin
Ausstellung: Exhibition: 20. April – 27. Mai 2017
Seestraße 5, 6900 Bregenz
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GREGOR SAILER, “Mirny VI”, Yakutia, Russia, 2011, C-Print | © Bildrecht, Wien 2017
Der Tiroler Fotograf Gregor Sailer widmete sich in den Jahren 2009 bis 2012 einem fotografischen und dokumentarischen Langzeitprojekt: Er untersuchte geschlossene Stadtformen („closed cities“) in Algerien, Argentinien, Aserbaidschan, Chile, Katar und Russland. Diese Ansiedlungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie hermetisch gegen den Rest der Welt abgeschottet sind.
Gregor Sailer dokumentiert die Vorbereitungen für das Foto-Projekt, für die aufwändigen Reisen und die entbehrungsreichen Aufenthalte bis hin zum kompakten Buchprojekt in eindrucksvollen Architektur- und Landschaftsaufnahmen sowie in einer umfangreichen Materialsammlung. Der Fotograf bewegt sich in einem künstlich geschaffenen stadtähnlichen Raum. Er ermöglicht die Sichtbarkeit von Orten, die ansonsten eine verborgene Existenz führen.

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GREGOR SAILER, “Industrial Site II2, Ras Laffan, Katar, 2010
C-Print | © Bildrecht, Wien 2017

Der österreichische Fotograf Gregor Sailer widmete sich in den Jahren 2009 bis 2012 einem fotografischen und dokumentarischen Langzeitprojekt: Er untersuchte geschlossene Stadtformen („closed cities“) in Algerien, Argentinien, Aserbaidschan, Chile, Katar und Russland, die ihre besondere, exponierte Lage und Situation der Tatsache verdanken, dass sie für Menschen geschaffen wurden, die sich zu einem zweckorientierten Gemeinschaftskonstrukt zusammengefunden haben.

Die Vorbereitung des Projekts, die aufwändigen Reisen und entbehrungsreichen Aufenthalte bis hin zum kompakten Buchprojekt über diese Oeuvregruppe lassen sich an Sailers Architektur- und Landschaftsfotografie sowie seinen umfangreichen Materialsammlungen ablesen. Der Fotograf bewegt sich in einem künstlich geschaffenen Stadtraum, der gegen die Umgebung hermetisch abgegrenzt ist. Er ermöglicht die Sichtbarkeit eines Ortes, der ansonsten eine verborgene Existenz führt, handelt es sich bei den „closed cities“ doch fast ausschließlich um staatliche Unternehmungen zur Rohstoffgewinnung, militärische Anlagen, Flüchtlingslager oder um „gated communities“ von Wohlhabenden.

Immer ist es das Überwinden von Grenzen und das Sich-Bewegen in verbotenem Terrain, das den Künstler zu seinen Recherchen motiviert und das beim Betrachter der Ausstellung ein unterschwelliges Gefühl der Unsicherheit evoziert. Die Ausstellung im Bildraum Bodensee legt nach fotografischen Präsentationen der Serie u.a. in Berlin, Bratislava, Budapest, München, Köln, Paris, New Delhi, Washington und Wien das Augenmerk auf den dokumentarischen Charakter der Fotorecherche von Gregor Sailer und will mit ca. 20 klein- und großformatigen Fotografien sowie Anschauungsmaterial in Vitrinen und zur Publikation die Herangehensweise und die konzeptuelle Bildsprache des Künstlers illustrieren.

http://www.bildrecht.at/ausstellung/gregor-sailer

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