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JESUITEN : KUNST

GUNTER DAMISCH

DAMISCH.Welt der Frau

1958 – 30. April 2016

DAMISCHHängeflämmler
Gunter Damisch, Hängeweltflämmler, 2013-2014,
Bronze, 194x50x41 cm, UnikatFoto: Gunter Damisch

Verwurzelt und befreit

Gunter Damisch gestaltet Welten und Wege

Figuren nehmen in der Kunst von Gunter Damisch einen sehr wichtigen Patz ein. Sie sind fast überall zu finden, meist klein und Stacheln ähnlich entlang netzartig verzweigter oder gewundener Linien oder um farbige Felder gestellt. Es gibt sie als Geflimmer in starkfarbigen Malereien und später dann als Flämmler. Die Skulpturen bilden Höhlen, über deren Wände kleine Figuren verteilt sind. Oder es sind an Reusen erinnernde Netzwerke, deren in Kurven um einen Hohlraum verlaufenden Drähte und Äste über und über mit kleinen Figuren besetzt sind. Der Hängeflämmler zeigt das recht gut. Er ist eine der letzten von Gunter Damisch beendeten Arbeiten. In ihr sind die als Wegverschlingungen deutbaren früheren Skulpturen zur Gestalt eines Flämmlers verdichtet worden. Flämmler, das sind bei Gunter Damisch flammenartige Figuren, menschliche Gestalt als dynamisches Gebilde. Der Hängeflämmler wirkt eher wie ein Kokon, Hülle zukünftiger, noch verborgener Lebensgestalt.

Die Malerei von Gunter Damisch ist starkfarbig, bunt, leuchtend. Die Grafik kann mitunter düstere Züge annehmen, allein schon wegen der verwendeten Kohle. Aber dann tun sich immer wieder Lichtungen auf und aus dem Dunkel geht es ins Offene, Helle. Die Skulpturen bilden Blöcke mit Höhlungen oder luftige Netze. Und überall in diesen Welten haben die Figuren ihren Ort, nie sind sie verloren. Sie stehen nebeneinander, fest verwurzelt, von Schwere befreit. Sie schweben dicht aneinander gedrängt, ein Volk unzähliger Farbfigürchen. In seiner Kunst gestaltet Gunter Damisch Wege, Welten, Felder, Orte. Alles das ist bevölkert. Es kann als Vision eines Zukünftigen wahrgenommen werden. Oder auch, warum nicht, als Schau von Vergangenem. Dann begegnen einem hier all die Menschen früherer Zeiten, die Geplagten und Beglückten, die Opfer und die Täter, die Unterdrückten und die Mächtigen, eine unüberschaubare Schar. Sie alle treten nicht als Kläger vor uns, nicht als nach Vergeltung rufende Unversöhnte, auch nicht als Rechthaber und Verhärtete. Sie alle sind in den Farben und auf den Wegen ihrer Welten verwurzelt und geborgen, in Frieden und befreit. Welch wunderbare Botschaft ist in dieser Kunst zu entdecken.

Gustav Schörghofer

Gunter Damisch ist 1958 in Steyr geboren worden und
am 30. April 2016 in Wien gestorben.
Er leitete die Klasse für Grafik an der Akademie der bildenden Künste Wien. Als Maler, Grafiker und Bildhauer hat er ein großes Werk hinterlassen.

 

http://www.jesuitenkunst.at/

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