KKK Nr. 10

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Konzett Gallery
Konzett Konzept Konzert
KKK Nr. 10
SCHÖNHEIT
Konzert:
Do, 1. Juni 2017 | 19Uhr
Kuratiert von:
Philipp Konzett (bildende Kunst) & Michael Mautner (Musik)
Ausstellung: 2. Juni – 28. Juli 2017
Spiegelgasse 21, 1010 Wien
 
 
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Guenter Brus, Selbstbemalung II, 1964, Foto: Ludwig Hoffenreich, s/w-Fotografie, Vintage, Gelatinesilberabzug, Edition von 20 Fotos,  je 48,5×38,7cm
(1 of 3)
Joseph Beuys, Günter Brus, Hofstetter Kurt, Friederike Pezold,
Rudolf Polanszky, Cora Pongracz, Rudolf Schwarzkogler,
Franz West, Heimo Zobernig
Musik:
Hildegard von Bingen
Claudio Monteverdi
Michael Mautner (UA)
Interpeten:
Michaela Selinger: Mezzosopran
Vivid Consort – Blockflöte, Gesang
Christine Gnigler, Sheng-Fang Chi, Lorina Valaser
Christian Eichhorn – Theorbe, Josch Russo
Live-Elektronik, Harald Jockesch – Rezitation
 
jobeuys.23.19.jpg
Joseph Beuys, Ohne Titel, 1961,  Ölfarbe, Sand, Pinsel, Nagelbürste auf Brett,
67,5x37cm, 125/180 © VBK, Bonn
 
Welche Farbe wäre wohl besser geeignet, eine Ästhetik des reinen, transzendenten und idealen Schönen zu vermitteln, als die Farbe Weiß? Sie steht als Symbol für Freude, Unschuld, Unsterblichkeit – Unendlichkeit, Reinheit, Wertfreiheit, Stille, Leere.
1965 zeigte Alfred Schmela in seiner Düsseldorfer Galerie die Ausstellung “Weiß-Weiß”. Joseph Beuys steuerte dazu ein weiß lackiertes Leberwürstchen und einen Stockfisch bei, dem er nur die Flossen geweißt hatte.
Joseph Beuys hatte das Bedürfnis, ein tiefes Verständnis über das Wesen des Menschen und seinen Zusammenhang mit dem Kosmos zu gewinnen. Schönheit ist der Glanz des Wahren, so Beuys, und nicht eine Frage der schönen Oberfläche. Kunst ist weder an ein bestimmtes Material, an bestimmte Formen oder Farben gebunden, noch an ein bestimmtes Medium oder eine bestimmte Technik oder Methodik; Kunst ist frei.
Günter Brus bemalte seinen Körper weiß, Rudolf Schwarzkogler verpackte unter anderem seine Modelle in weiße Bandagen. Die Haut des Künstlers wird zur Leinwand. Friederike Pezold macht in ihren Fotoserien und Videofilmen immer wieder ihren eigenen, schwarz-weiß bemalten Körper zum Gegenstand ihrer Kunst. Dabei war es ihr Anliegen, gleichzeitig Subjekt und Objekt zu sein.
Rudolf Polanszky verwendet in seinen Skulpturen und Bildern bevorzugt unterschiedliche Elemente aus gebrauchten Rest-Materialien in transparenten, metallischen und weißen Farbnuancen, die ein monochromes Gesamtbild ergeben. Das “befreite” Material wird auf eine neue Strukturebene gehoben, unterzieht sich einer „schöpferischen“ Metamorphose.
Seit 1977 produzierte Franz West seine legendären Passstücke, meist mit Bandagen und Gips. Zu Beginn sollten sie Neurosen zu plastischer Gestalt verhelfen können, indem er sie an den eigenen Körper anpasste und beobachtete, welche Empfindungen sie auslösten. So gesehen fungieren die abstrakten Formen als Prothesen, die einen Selbstdialog in die Wege leiten.

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