ElseHommage

MdmMonschberg

Das Museum der Moderne Salzburg veranstaltet
in Kooperation mit der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg
und dem Musiktheater Wien
unter der Schirmherrschaft der israelischen und deutschen Botschaft
elseeinln.jpg
die szenische Ur-Aufführung
“Hommage an Else Lasker Schüler” 
 von Josef Tal
Sonntag, 27. August 2017 | 17.00 Uhr
im Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32, 5020 Salzburg Austria
Montag, 28. August 2017 | 18.30 Uhr
Synagoge Salzburg
Lasserstraße 8, 5020 Salzburg
Musiktheater über Else Lasker-Schüler
von Josef Tal, 1975
Libretto: Israel Eliraz
Regie: Bruno Berger-Gorski
Bühne: Christoph Rasche
Kostüme: Gera Graf
Dramaturgie : Dr.Michael Schlicht /Sandra Broeske
Licht: Tadeusz Kreszowiak
Dirigentin: Alexandra Helldorf
Alte Else: Julia Gschnitzer, Schauspielerin
Junge Else: Einat Aronstein, Sopranistin/ Israel
Ethel Mehrhaut,Sopranistin/ Wien
Sprecherin: Sandra Kreisler
Kaddisch: Shmuel Barzilai
Mit Teilnahme von Marko Feingold
und Studierenden des Thomas Bernhard Seminar Mozarteum:
Maximilian Menzel, Augustin Groz
MusikerInnen der Universität Mozarteum Salzburg
Studierende der Lichtklasse HTL Wiener Neustadt
Co-produzent: Dr.Herbert Groeger
mit Stuhl –Skulpturen von Julius Deutschbauer,
Projektionen von Hubert Scheibl, Daniel Spoerri
 
Opi-Else-DW-Kultur-Berlin-jpg.jpg
Eine der eigenwilligsten und bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen:
Else Lasker-Schüler (1869-1945) Quelle: picture-alliance / akg-images
Else Lasker-Schüler, eigentlich Elisabeth Lasker-Schüler (geboren am 11. Februar 1869 in Elberfeld; gestorben am 22. Januar 1945 in Jerusalem) war eine bedeutende deutsch-jüdische Dichterin. Sie gilt als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus in der Literatur. Sie trat aber auch als Zeichnerin hervor.
“Hommage an Else” von Josef Tal ist keine Biographie die Dichterin, sondern eine “Huldigung”: in Wort und Ton entstehen abwechselnde Dialogkontakte zwischen Sopran und Sprecher, Sopran und Instrumentengruppe.
Im Regiekonzept von Berger-Gorski  wird die alte bzw junge Else Lasker Schüler im Dialog mit ihrem Inneren Selbst und ihren ehemaligen Weggfährten in der letzten Phase ihres Lebens im Exil in Jerusalem dargestellt, als sie „Ich und Ich“ schrieb.
JosefTalMozarteum-v-small.jpg
Josef Tal  A recital in Tel Aviv Mozarteum (1944)

Josef Tal (* 18. September 1910 in Pinne bei Posen; † 25. August 2008 in Jerusalem; eigentlich: Grünthal, auch Joseph Tal) war ein israelischer Komponist. Josef Tal emigrierte 1934 von Berlin nach Jerusalem, wo er eine rege Konzerttätigkeit begann und als Lehrer und später als Direktor an der Jerusalemer Musikakemie arbeitete. 1957 begann er ein Studium der elektronischen Musik in der USA, bevor er dieses Genre auch in Israel wesentlich beeinflusste und dort populär machte. Seine Werke, die sich durch ihre besondere Verbindung von elektronischen und traditionellen Elementen auszeichnen, wurden an mehreren Konzert- und Opernhäusern weltweit aufgeführt. Josef Tal kann als Begründer der israelischen neuen Musik angesehen werden.   “Hommage an Else Lasker Schüler” wurde in Österreich bisher noch nicht aufgeführt.

JOSEF TAL
”ELSE” (HOMAGE)
CHAMBER SCENE
FOR MEZZO-SOPRANO,
NARRATOR AND 4 INSTRUMENTS
(1975)
TEXT: ISRAEL ELIRAZ
http://joseftal.org/…/2014/01/383-else-score-red-partial.pdf
Portrait Fürth 1.jpg
 Bruno Berger-Gorski

Bruno Berger-Gorski inszenierte weltweit über 100 Musiktheaterwerke, darunter viele Ur- und Erst-Aufführungen u.a. von Tom Johnson, Udo Zimmermann, Manfred Trojahn, Adriana Hölszky, Giselher Klebe, Ella Milch-Sheriff und bereitet zur Zeit Opern von Peter Eötvös und Sciarrino vor. Er inszenierte den “Garten” von Josef Tal in der Bundeskunsthalle Bonn in Zusammenarbeit mit der Oper Bonn, Luxembourg und Köln. Bruno Berger-Gorski wurde mit seiner Inszenierung von Josef Tal in die Alte Synagoge nach Breslau als Europäische Kulturhauptstadt 2016 eingeladen.

Der Verein „Musiktheater Wien“ wurde bekannt in Salzburg durch die Ur-Aufführung von Berger-Gorski der Kammeroper „Liebesfluch“ von Kraus-Hübner im Trakl-Jahr 2014 mit Marino Formenti, der auch für die musikalische Leitung von Tal`s “Garten” in Bonn und Luxembourg gewonnen werden konnte.

Bruno Berger-Gorski * 8. August 1962 in Hagen ist ein deutscher Regisseur mit polnischen Wurzeln. Er lebt in Wien und Köln.

 Header_Else_Lasker_Schueler.jpg
schirn.de/magazin/kontext/else lasker schueler prinz von theben/
Hommage an ELSE Lasker Schüler“ (1975)
Kammeroper über Else Lasker-Schüler für Sängerin, Sprecher 4 Musiker Klavier, Cello, Oboe, Horn,
Aufführungsdauer ca 45 Minuten mit drei Kompositionen von Josef Tal : “ELSE” /Text Israel Eliraz, „Mein Blaues Klavier“ /Text von Else Lasker Schüler und „Szenes“ /Tagebucheintragungen von Kafka – dazu „Ein Lied“ /Gedicht von Else Lasker Schüler
Zum Konzept von Bruno Berger-Gorski : Zeitgenössische Kunst wird in Verbindung mit zeitgenössischer Musik von Josef Tal als Licht-Installation in Ergänzung zur Salzburger “Exil” -Ausstellung szenisch-musikalisch interpretiert .
Else Lasker-Schüler verbrachte wie der Komponist Josef Tal viele Jahre ihres Lebens im EXIL und verstarb gegen Ende des zweiten Weltkrieges in Jerusalem /Israel :
INHALT: Das Werk handelt von der alten Else Lasker-Schüler, die sich allein und verarmt in Israel nach dem sehnt, was früher um sie war..
Seit dem Tod ihrer Mutter und ihres Sohnes versucht die Dichterin erfolglos, Berührung mit ihrer Umwelt zu gewinnen.
Die anderen auftretenden Figuren wie die junge hebräisch singende Sängerin Einat Aronstein/E. Merhaut sind Phantasie-Gestalten der im Exil lebenden Else Lasker Schüler.
Sie flüchtete als Jüdin –geschlagen und verwundet in Berlin – zuerst aus Deutschland in die Schweiz und bekam dann ab1933 auch eine Fremdenpolizeiliche Ausweisung aus der Schweiz. Der vier KZ –Lager im Exil überlebende Marko Feingold, dem die Heimkehr nach Wien durch Karl Renner verboten wurde, zitiert „Ein Lied“ von Else Lasker -Schüler.
Else ruft die Namen ihrer alten Freunde: Georg Trakl, Kokoschka und zitiert Texte ihrer berühmt gewordenen Gedichte wie das “Blaue Klavier”, dass politisch bezug zum Nationalsozialismus nimmt.
Auf der Bühne schiebt Else allein einen Einkaufswagen mit ihren Erinnerungstücken und schreibt an ihrem letzten Werk : “Ich und ich”...Weiße Kleidungsstücke symbolisieren die toten Phantasie-Gestalten, die für Else immer wieder real werden.
Sie führt Selbstgespräche mit sich – die Sopranistin ist die jung gebliebene innere Stimme der alten realen Else, die in der Sprache singen kann, die sie selbst nie erlernte.

Else flüchtet vereinsamt und von Kindern verlacht in Israel in ihre Erinnerungen : sie spricht und singt von den mondänen Jahre, als sie exotische Kleidung trug und erinnert sich an die sich selbst verliehen legendären Namen wie Jussuf, der Prinz von Theben, Tino , der Tino von Bagdad,  etc. Sie verleiht ihren “imaginären” Freunden Phantasie- Namen : Franz Marc wird zum blauen Reiter, Max Brod zum Fürsten von Prag, Franz Werfel wird zum Panther.

Traum und Phantasie werden Zuflucht und Spiel. Auf der Bühne entstehen in Wort und Ton abwechselnde Dialog-Kontakte zwischen Sprecherin und Sopran, Sprecherin und Instrument, Sopran und Instrumentengruppe
In sieben Bildern schaut Else zurück auf die Stationen ihres Lebens, bevor sie
am 22. Januar 1945 in Jerusalem stirbt.
shBarsilai13.59.27.jpg
Shmuel Barzilai
Shmuel Barzilai  Tenor und Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien singt für die verstorbene Else einen Kaddish,
Marko Feingold President
feingold01.jpg
Marko Feingold Praesident
Marko Feingold
Ich wurde am 28. Mai 1913 in Neusohl (Banska Bistriza) damals K.K. Österr.-Ungarische Monarchie, heute Slowakei, als drittes Kind eines Eisenbahnbau-Assistenten geboren. Ich bin Österreichischer Staatsbürger und besuchte in Wien die Volks- und Unterrealschule, wurde kaufmännischer Lehrling, besuchte die Handelsschule und legte nach 3 Jahren die Kaufmannsgehilfenprüfung ab. Ich war mehrere Jahre als Handelsangestellter und Reisender in Österreich und benachbarten Ländern tätig.
1938 – nach dem ‘Anschluß’ war ich kurze Zeit in Wien in Haft, mußte Österreich verlassen und ging in die Tschechoslowakei.
Am 6. Mai 1939 wurde ich in Prag verhaftet und sollte wegen eines Disziplinarvergehens unter Anklage gestellt werden. Nach einem Jahr Gefängnis wurde ich in das KZ Auschwitz überstellt. Bei meiner Ankunft wurde mir die unmittelbare Liquidierung angekündigt. Ich konnte mein Leben aus diesem, eines der schrecklichsten Lager überhaupt, retten, da ich durch einen Transport in das KZ Neuengamme https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Neuengamme – bei Hamburg überstellt wurde. In diesem Lager kam ich bis auf ein Körpergewicht von ca 35 Kilogramm herunter. Da ich zur Arbeit nicht mehr fähig war, wurde ich auf einen Todes transport nach dem KZ Dachau überstellt.
Im Juli 1941 kam ich mit einem neuerlichen Transport in das KZ Buchenwald. Dort war ich im Steinbruch, als Steineträger, im Straßenbau und in der Fuhrkolonne tätig.
1942 machte ein Vorzugshäftling der ‘SS’ den Vorschlag, aus deutschsprachigen Häftlingen, Handwerker auszubilden. So wurden ungefähr 100 noch jüngere Juden in zwei Gruppen zu Maurern herangebildet. Diese konnten es diesem Umstand verdanken, am Leben geblieben zu sein, da alle anderen Juden, Nichthandwerker, ab Oktober 1942 nach dem KZ Auschwitz gebracht, und dort zum überwiegenden Teil vergast wurden.
Am 11. April 1945 wurde ich im KZ Buchenwald von den Amerikanern befreit, aber erst am 18. Mai 1945 durften wir als erster Transport von Österreichern nach Österreich fahren. Ich wollte ursprünglich nach Wien, doch an der Demarkationslinie, an der Enns, gab es Schwierigkeiten bei der Weiterfahrt,* man wollte uns wieder nach Buchenwald zurückbringen. Als wir Salzburg erreichten, blieben einige ehemalige Häftlinge, darunter auch ich, hier. Einige Tage nach meiner Ankunft in Salzburg übertrug man mir und Edi Goldmann die Leitung der Verpflegsstätte für politisch Verfolgte aller Religionen. Ungefähr 550 ehemalige Häftlinge hatten wir zu verpflegen. Der Kreis der zu Betreuenden ging durch alle Parteien. Auf Grund der sachgemäßen Führung wurde uns auch die Administration der jüdischen DP-Lager in der Stadt und dem Land Salzburg, aber auch von Tirol übergeben. Auch für die Zusammenführung der Familien und den Weitertransport hatte ich zu sorgen. Dank der Unterstützung der Stadtgemeinde (Verpflegung) und der Landesregierung (Transportmittel) war es mir möglich, in kurzer Zeit, trotz aller Schwierigkeiten die es damals gab, tausende jüdische ‘DPs’ nach Italien zu bringen. Für diese Tätigkeit wurde ich nach Gründung des Staates Israel ausgezeichnet.
Im Jahre 1945 gab es noch keine Israelitische Kultusgemeinde, erst 1946 wurde sie neu konstituiert. Ich war 1945 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde und 1946 Präsident der wiedererrichteten Israelitischen Kultusgemeinde Salzburgs. 1946 mußte ich die Präsidentschaft der Kultusgemeinde zurücklegen, da ich zu sehr mit dem Flüchtlingsproblem beschäftigt war, man warf mir indirekt ‘Menschenschmuggel’ vor. Bis 1948 widmete ich mich der Wiedereingliederung der aus dem Krieg zurückgekommenen politisch Verfolgten, um sie am Aufbau des neuen Österreichs mitwirken zu lassen.
1948 gründete ich mit Edi Goldmann in Salzburg ein Moden Fachgeschäft, das Dank einer guten kaufmännischen Führung, bald eine Filiale verlangte.
Seit meiner Ankunft 1945 in Salzburg war ich neben meiner kaufmännischen Tätigkeit eng mit dem Aufbau der christlich-jüdischen Begegnung verbunden.
1977 ging ich in Pension und seit nunmehr 20 Jahren stehe ich wieder der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg vor, habe in dieser Zeit unzählige Vorträge gehalten, die von Schülern, Studenten, Geistlichen, Journalisten, Pfarr- und Bildungsheimen positiv aufgenommen wurden und werden.
* Laut mehrmaliger Aussagen von Marko Feingold hatte Karl Renner den Wienern versprochen, dass kein überlebender Jude aus einem KZ nach Wien zurückkehren würde, da viele jüdische Wohnungen und Häuser beschlagnahmt worden waren.
So wurde auch dem Überlebenden Marko Feingold und seinen Leidensgenossen aus dem KZ die erhoffte und erwünschte Heimkehr nach Wien durch Karl Renner verweigert.
Im Jahr 2017 wird die Ringstrasse
in Wien immer noch Karl Renner-Ring genannt !
 
**************
“Hommage an Else Lasker Schüler” von Josef Tal
Dauer ca 50 Minuten
Beitrag € 2/Person
Museum Mönchsberg
Wir bitten um Ihre Anmeldung unter:
kunstvermittlung@mdmsalzburg.at
Mönchsberg 32, 5020 Salzburg Austria
**********
Kultusgemeinde Salzburg
Wir bitten um Ihre Anmeldung unter:
Esther Attar Machanek <estherartnewsletter@gmail.com>
Lasserstraße 8, 5020 Salzburg
*Musiktheater Wien” (gemeinnütziger Verein)
Esther Attar-Machanek
PR | Press and Public Relations
Owner Art Newsletter Non – profit
Daily Opening Exhibition contemporary art Worldwide
http://www.estherartnewsletter.com/

estherartnewsletter_logo_georgia

EVENT LOG
If you want to announce your event in
EstherArtNewsletter please fill out the form.

unnamed-1

Advertisements

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s