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museum moderner kunst stiftung ludwig wien
Kunst ins Leben!
Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre
Pressekonferenz: 8. November 2017 | 10 Uhr
Eröffnung / Opening:
9. November 2017 | 19 Uhr
Kuratiert von: Susanne Neuburger mumok
Barbara Engelbach /Museum Ludwig Köln
Ausstellungsarchitektur: Eva Chytilek & Jakob Neulinger
In Kooperation mit Museum Ludwig, Köln
Ausstellung: 10. November 2017 – 24. Juni 2018
Museumsplatz 1, A-10­70 Wien
http://www.mumok.at/

 

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Kunst ins Leben!
Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre
10. November 2017 – 24. Juni 2018

Das Rheinland war in den 1960er-Jahren ein wichtiger Schauplatz für die Umwälzungen in der zeitgenössischen Kunst. Damals brach eine neue, international vernetzte Generation von Künstler_innen mit dem traditionellen Kunstverständnis. Inspiration lieferte der Alltag. Alltagsgegenstände bildeten das Material. Diese Künstler_innen arbeiteten zudem im städtischen Umfeld. Sie durchbrachen die Grenzen der Disziplinen und kollaborierten mit Musiker_innen, Literat_innen, Filmemacher_innen und Tänzer_innen. Am Puls dieser ungewöhnlichen Zeit begann der Kölner Restaurator Wolfgang Hahn (1924–1987), die neue Kunst zu erwerben. Über die Jahre trug er eine der heute bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst mit Werken des Nouveau Réalisme, Fluxus, Happening, der Pop Art und Konzeptkunst zusammen. Nach einer erfolgreichen ersten Station der Ausstellung im Kölner Museum Ludwig wird die Sammlung des passionierten Kunstliebhabers ab 10. November 2017 auf zwei Ebenen im mumok zu sehen sein.
Teil des Projektes in Wien ist eine Re-Invention von Allan Kaprows Push and Pull durch die Künstler_innen Eva Chytilek und Jakob Neulinger.

 

 

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Hahn war Chefrestaurator am Wallraf-Richartz-Museum und später am Museum Ludwig in Köln. Vor seiner Ausbildung zum Restaurator hatte er fünf Jahre Kunstgeschichte studiert. Doch bekannt wurde er vor allem durch seine Tätigkeit als Sammler, Vermittler und insbesondere Gastgeber. Hahn lebte nach der Forderung der Avantgarden: Kunst und Leben bildeten für ihn eine Einheit. Seine Beschäftigung mit der Kunst endete nicht mit getaner Arbeit. Sie wurde bei Galerienrundgängen und bis zu später Stunde im eigenen Haus weitergeführt. Künstler_innen gingen dort ein und aus. „Das war unser Alltag, unsere Normalität. Derartige Abende waren zahlreich; interessant und belebend waren sie alle“, erinnert sich die Witwe Hildegard Helga Hahn an das Leben mit der Kunst. Und so füllte sich die Doppelhaushälfte der Hahns nach und nach mit heute Arbeiten der wichtigsten Künstler_innen der 1960er-Jahre. Treppenhaus, Wohn- und Schlafzimmer, Abstellräume, selbst Keller und Garten bis hin zum eineinhalb Quadratmeter großen Gäste-WC wurden zu Ausstellungsräumen für die von ihnen erworbenen Werke, darunter Arbeiten von Arman, Joseph Beuys, George Brecht, John Cage, Christo, Jim Dine, Robert Filliou, Allan Kaprow, Yayoi Kusama, Gordon Matta-Clark, Claes Oldenburg, Yoko Ono, Nam June Paik, Niki de Saint Phalle, Daniel Spoerri, Paul Thek, Jean Tinguely, Franz Erhard Walther, Andy Warhol, Lawrence Weiner, Wolf Vostell und vielen mehr.

1978 konnte ein Großteil der Sammlung vom mumok angekauft und 2003 durch einen weiteren Ankauf vervollständigt werden. Dazu kam 2005 die Schenkung der Bibliothek Hahn durch Hildegard Hahn. In der Gesamtheit bildet sie die ganze Komplexität der Kunst der 1960er-Jahre ab. In Zusammenarbeit mit dem Museum Ludwig Köln kann die Sammlung 2017 erstmals in vollem Umfang der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Museumsplatz 1, A-10­70 Wien

https://www.mumok.at/de/kunst-ins-leben-0

 

 

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Julian Turner. warum nicht
Kapsch Contemporary Art Prize 2017
Pressekonferenz:
Mittwoch, 8. November 2017 | 10 Uhr
Eröffnung / Opening:
Donnerstag, 9. November 2017 | 19 Uhr
Kuratiert von Marianne Dobner
Ausstellung: 10. November 2017 – 11. März 2018
Museumsplatz 1, A-10­70 Wien
https://www.mumok.at/de

 

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Julian Turner. warum nicht
Kapsch Contemporary Art Prize 2017
10. November 2017 bis 11. März 2018

Turner (geb. 1985 in Hamburg) ist der zweite Preisträger des Kapsch Contemporary Art Prize, einer Auszeichnung zur Förderung junger Künstler_innen mit Lebensmittelpunkt in Österreich, die 2016 von der Kapsch Group gemeinsam mit dem mumok ausgelobt wurde. Der Preis ist mit 5.000 Euro sowie einer Einzelausstellung im mumok dotiert, zu der eine Publikation erscheint. Zusätzlich wird eine Arbeit oder eine Werkgruppe durch die Kapsch Group für die Sammlung des mumok angekauft.

Im Rahmen seiner ersten musealen Ausstellung mit dem Titel warum nicht setzt sich Julian Turner auf pointierte und humorvolle Weise mit dem Begriff des Displays, musealen und nicht-musealen Präsentationsformen sowie mit unterschiedlichsten Sammlungsprozessen auseinander. Andeutungen öffentlicher Räume wie des Brüsseler Nordbahnhofes oder des Berliner Alexanderplatzes erhalten Einzug in den „cleanen“ White Cube. Dabei stehen Fragen wie: „Was sammeln wir, wie sammeln wir und warum sammeln wir? Wie und was stellen wir aus? Oder warum eigentlich nicht?“ im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Imperfektion sowie das Spiel mit dem Unprätentiösem und Vorgefundenem ist Turner dabei stets ein Anliegen. „Das Kaputte ist immer ehrlicher, man kann es mehr verstehen“, so der Künstler.

Seiner Personale verleiht er, einem ausgestellten Objekt gleich, eine Schau- und eine Rückseite. Dem Element des Unperfekten räumt er genausoviel Platz ein wie der polierten Präsentationsseite. Eine Choreografie aus klassischen Werk- und Displayformen mit Schaukästen, Objekten auf Sockeln, Bildern mit dem Standardformat 70 x 100 cm ergänzt Turner um eine Abstellkammer, in die er über Materialreste all das hineinstopft was einzig für den Auf- und Abbau Verwendung fand. Dadurch fügt der Künstler dem institutionalisierten, musealen System aus Selektion und hierarchischen Strukturen etwas Diffuses, Irrelevantes und Chaotisches hinzu. Dahinter verbirgt sich ein Spiel mit der Erwartungshaltung der Betrachter_innen, die von der Existenz einer Abstellkammer im Museum sehr wohl wissen, diese bei ihrem Besuch aber stets ausblenden.

Der Kapsch Contemporary Art Prize 2017
Eine international besetzte Jury, bestehend aus mumok Direktorin Karola Kraus, Georg Kapsch, CEO der Kapsch Group, Achim Hochdörfer, Direktor des Museums Brandhorst in München, Eva Kernbauer, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst Wien, sowie Sylvia Liska, Präsidentin des Vorstandes der Freunde der Secession, wählte aus zahlreichen Einreichungen den Preisträger aus.

 

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