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ALBERTINA WIEN
Keith Haring. The Alphabet
Pressekonferenz: 15. März 2018 | 10 Uhr
Eröffnung 15. März 2018 | 18.30 Uhr
Kurator Dr. Dr. Dieter Buchhart
Ausstellung : 16. März – 24. Juni 2018
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
https://www.albertina.at/ausstellungen/haring/

 

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Keith Haring Ohne Titel, 1982 Emailfarbe auf Metall
Privatsammlung, New York © Keith Haring Foundation

 

 

Keith Haring
The Alphabet
16. März – 24. Juni 2018
Die Albertina widmet dem amerikanischen Ausnahmekünstler Keith Haring (1958–1990) aus Anlass seines 60. Geburtstags eine umfassende Ausstellung mit rund 100 Werken aus internationalen Museen und privaten Sammlungen.
Haring war einer der gefeiertsten Künstler seiner Zeit. Seine Werke wurden 1982 auf der documenta 7, in führenden internationalen Museen und Galerien sowie auf zahlreichen Biennalen in aller Welt präsentiert. Trotz seines frühen und anhaltenden Erfolgs bei der Kritik und auf dem Kunstmarkt wurde ein zentraler Aspekt, der als ein Hauptanliegen seiner Kunst gelten kann, bis heute kaum in seiner Bedeutung erkannt: seine systematische Zeichensprache, die sich als Alphabet wie ein roter Faden durch sein gesamtes Schaffen zieht.

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Gottfried Helnwein, Keith Haring, 1989

Keith Harings Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen sind Botschaften gegen die Gewalt der Herrschenden, gegen Unterdrückung von Minderheiten, gegen Vorurteile und Barbarei. Seine Themen kreisen immer wieder aufs Neue um Gerechtigkeit und Veränderung. Seine Kunst war eine Sprache, die jeder Mensch leicht verständlich sein sollte.

 

keithharing1983n.jpgKeith Haring, Ohne Titel, 1983, Leuchtfarbe und Lack auf Holz
Privatbesitz, Wien © Keith Haring Foundation

Keith Haring greift auf die Gestaltungsprinzipien von Graffiti und Street Art zurück und mit seinen erfundenen Strichmännchen – Urformen der Kunst – ist er Teil jenes Transformationsprozesses von Low Art über High Art, mit dem schon die Pop Art Cartoons und Wandbilder ins Museum geschleust hat. Er kämpfte für das Individuum und gegen dessen Unterdrückung durch Diktatur, Rassismus, Kapitalismus und Drogensucht. Er setzte sich für die Beendigung der Apartheid in Südafrika ein, sein Engagement im Kampf gegen AIDS ist legendär. Er war eine jener Stimmen, die am lautesten vor den Gefahren eines Atomkriegs, der Zerstörung der Umwelt und zahllosen weiteren Bedrohungen der Menschheit und unseres Planeten warnten.
Seine gesamte Zeichensprache entwickelte er aus der Erkenntnis, dass Bilder wie Wörter funktionieren können. Die U-Bahn-Zeichnungen wurden zur wesentlichen Grundlage seiner Kunst. Harings Einfluss auf seine Zeitgenoss_innen und nachfolgende Künstlergenerationen ist gewaltig und nachhaltig. Seine politischen Botschaften und Gedanken sind nicht nur Teil seines Erbes, sondern auch Teil der Menschheit und der Kunstgeschichte.

 

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Keith Haring, Ohne Titel, 1982
Vinylfarbe auf Vinylplane © Keith Haring Foundation

ALBERTINA WIEN
Keith Haring. The Alphabet
Social Conference #AlbertinaHaring
19. März 2018 | 18 Uhr | Eintritt frei!
Pressekonferenz für BloggerInnen,
InstagrammerInnen, Online-Medien & TwittererInnen
Mit: AusstellungskuratorInnen Dieter Buchhart und Elsy Lahner
Kurator Dr. Dr. Dieter Buchhart
Ausstellung : 16. März – 24. Juni 2018
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
https://www.albertina.at/ausstellungen/haring/

 

keithharingfoundation1.jpgKeith Haring, Ohne Titel, 1983
Vinylfarbe auf Vinylplane © Keith Haring Foundation

 

 

Katalog Keith Haring, The Alphabet
Herausgegeben von Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, Dr. Dr. Dieter Buchhart, Eigenverlag, EUR 29,90 (Hardcover)
https://www.albertina.at/presse/ausstellungen/haring/

 

 

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Yona_Friedman

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Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung
ÖSTERREICHISCHER FRIEDRICH KIESLER-PREIS FÜR
ARCHITEKTUR UND KUNST 2018
geht an den französischen Architekten
YONA FRIEDMAN
wird durch Gernot Blümel, Bundesminister im Bundeskanzleramt
für EU, Kunst, Kultur und Medien, verliehen werden.
Friedrich Kiesler Stiftung
Mariahilfer Straße 1b/1, 1060 Wien
https://www.kiesler.org/de/
http://bka.gv.at

 

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Die mit 55.000 Euro dotierte Auszeichnung wird abwechselnd alle zwei Jahre von der Republik Österreich und der Stadt Wien „für herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie der ,correlated arts‘ entsprechen“, vergeben (Statuten des Friedrich Kiesler-Preises).

Die internationale Jury des Friedrich Kiesler-Preises 2018 würdigt mit Yona Friedman „einen Giganten unter den Architekten, der außerordentlich anerkannt ist unter etablierten Vertreter*innen der Profession genauso wie unter Fachleuten am Beginn ihrer Karriere. Während seines gesamten Berufslebens von mehr als sechs Jahrzehnten war er kompromisslos in seiner Präzision und visionär in seinem Denken. Bis heute ist er enorm einflussreich als Architekt ,realisierbarer Utopien‘, als Stadttheoretiker, Designer und Lehrender.

Friedmans Konzepte von Architektur sind eng mit der Dynamik von sozialen Strukturen und der Veränderlichkeit der Bedürfnisse von Nutzer*innen verbunden. Diese Themen, die er seit dem Beginn seiner Arbeit betont, gewinnen in den heutigen Tagen, bedingt durch die derzeitigen Entwicklungen der Migration und einer Art von neuem Nomadentum, immer mehr an Bedeutung. Sein eigener biografischer Hintergrund als Migrant ist Grund dafür, dass seine Ideen und sein Engagement für eine zutiefst menschliche Architektur und Gesellschaft auf existenziellen Erfahrungen basieren und daher sein Werk auch als ein politisches qualifiziert.“ (Auszug aus der Begründung der Jury)

Der Österreichische Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst 2018 wird durch Gernot Blümel, Bundesminister im Bundeskanzleramt für EU, Kunst, Kultur und Medien, verliehen werden. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Yona Friedman:
Yona Friedman wurde 1923 in Budapest geboren. Er studierte zuerst an der Technischen Hochschule Budapest, bevor er nach Israel flüchten musste, wo er seine Ausbildung fortsetzte und erste praktische Erfahrungen als Architekt sammelte. 1957 zog er nach Paris, wo er bis heute lebt und arbeitet.

1958 veröffentlichte er das Manifest „L’Architecture Mobile“, zugleich Gründungsdokument der „Groupe d’étude d’architecture mobile“ (GEAM), und entwickelte Raumstadtkonzepte wie „La Ville Spatiale“. Seine Ideen waren visionär und seiner Zeit weit voraus – sie besitzen heute eine neue Aktualität.

Friedman lehrte als Gastdozent an diversen renommierten Bildungseinrichtungen, u. a. am Massachusetts Institute of Technology, an der Harvard University und Princeton University. Seine Arbeiten umfassen städteplanerische Modelle, theoretische Texte sowie (Animations-)Filme und waren bei mehreren Kunstbiennalen sowie der documenta 11 (2002) in Kassel vertreten.

Bisherige Preisträger*innen:
Frank O. Gehry (1998) – Judith Barry (2000) – Cedric Price (2002) – Asymptote Architecture / Hani Rashid + Lise Anne Couture (2004) – Olafur Eliasson (2006) – Toyo Ito (2008) – Heimo Zobernig (2010) – Andrea Zittel (2012) – Bruce Nauman (2014) – Andrés Jaque (2016)

„Ich fühle mich außerordentlich glücklich, den Kiesler-Preis zu erhalten, und ich bin der Jury sehr dankbar dafür, dass sie mein Werk ausgewählt hat, was großes Verständnis gegenüber meinen Ideen widerspiegelt. Aber abgesehen von Dankbarkeit fühle ich auch besondere Freude, dass es diese spezielle Stiftung ist, die mein Werk anerkennt. I kenne einige von Kieslers Arbeiten, von Publikationen und von Ausstellungen im Centre Pompidou in Paris, und ich bewundere ihn und seine Ideen ungemein. Das erste Mal, dass ich sein Werk entdeckte, war seine Präsentation bei der Surrealisten-Ausstellung, von der ich den Katalog bereits gelesen hatte, bevor ich nach Paris kam. Dann sah ich seine Modelle für das ,Endless House‘ und verstand die Absicht dahinter – ich dachte, dass diese sehr ähnlich sei zu den Ideen, an denen ich damals arbeitete. Es gab so wenige Künstler und Architekten, die mutig genug waren, konträr zur Mainstream-Architektur Stellung zu beziehen. Kiesler war einer dieser wenigen, und vielleicht sogar der entschlossenste. Ich glaube, dass Ideen wichtiger sein können als die Objekte selbst. Eine Auffassung, die 2.500 Jahre zurückreicht, aber oft vergessen wird …“

 Yona Friedman, Friedrich Kiesler-Preisträger 2018

„Ich freue mich, dass der diesjährige Kiesler-Preisträger in geradezu idealer Weise mit dem visionären Werk des Namengebers korrespondiert. Yona Friedman ist nicht nur ein innovativer Architekt mit seinen Raumstadtkonzepten, er war weit seiner Zeit voraus. Nicht nur für Stadtplaner und Architekten ist seine Arbeit ein enorm wichtiger Ansatzpunkt, auch die zeitgenössische Kunst entdeckt ihn und seine künstlerisch-poetische Qualität für sich neu. Seine Relevanz für die Gegenwart ist beeindruckend, und durch seinen biografischen Hintergrund als Vertriebener entwickelte er ein Sensorium für die existentiellen Erfahrungen einer Gesellschaft, was seine Arbeit auch als politische qualifiziert.“

Gernot Blümel, Österreichischer Bundesminister
im Bundeskanzleramt für EU, Kunst, Kultur und Medien

„Ich freue mich, dass Yona Friedman mit der Verleihung des Kiesler-Preises für sein visionäres Werk gewürdigt wird. Sein Konzept einer Stadt besteht aus modularen Systemen, die die Bewohnerinnen und Bewohner gestalten und weiter entwickeln können. Architektur wird nicht statisch gedacht, sondern als ein offenes, dynamisches Phänomen. Yona Friedman betrachtet die Stadt nicht aus formalistischer Perspektive, sondern von der Nutzung her – im Mittelpunkt stehen die Menschen. Ein Ansatz, der in seiner Modernität und demokratischen Radikalität beeindruckt und heute aktueller ist denn je.“

Andreas Mailath-Pokorny, Amtsf.
Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport der Stadt Wien

 

„Es ist gleichzeitig eine Überraschung und gar keine Überraschung, dass der Kiesler-Preis dieses Zyklus an den ungemein einflussreichen, zugleich in einigen Aspekten rätselhaften Genius Yona Friedman geht. Friedmans OEuvre umfasst auf großartige und harmonische Weise Kunst, Urbanismus, Architektur, Poesie und Wissenschaft – und aus diesem Grund allein gibt es keine bessere Auszeichnung in der Welt als den Kiesler-Preis als Anerkennung für einen Werkkorpus wie keinen anderen and dessen Einfluss erst jetzt beginnt sich zu verfestigen.“

Hani Rashid, Präsident der Friedrich Kiesler Stiftung, Wien/New York

„Zeit seines Lebens ist Yona Friedman ein Agent in der Suche nach neuen Lösungen des menschlichen Zusammenlebens im urbanen Raum. Unermüdlich ersinnt er neue Utopien, die es einer Gesellschaft mit mehr Freizeit und weniger Raum ermöglichen, zur Verbesserung ihrer Lebensumstände beizutragen – dies manifestiert sich erstmals in seiner ,Architecture Mobile’ von 1958.

Mit seinen Ideen setzt Friedman in unglaublicher Weise in Architektur, zeitgenössischer Kunst, Soziologie, Ökologie und Neuen Medien fort, womit sich Friedrich Kiesler zeit seines Lebens befasste. Der 11. Kiesler-Preisträger erweist sich in seinem Denken als Weltbürger, als Fortführer und Fortentwickler des immanent brisanten Themas der Menschheit einer friedlichen Koexistenz in einer überbevölkerten Welt, wobei Yona Friedman auch großen Respekt vor der Geschichte der bestehenden urbanen Struktur hat.“

Peter Bogner, Direktor der Friedrich Kiesler Stiftung

 

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Kiesler-Preis-Jury 2018 (von links nach rechts): Pedro Gadanho, Rainer Fuchs, Julia Peyton-Jones, Germano Celant, (Hani Rashid), Angelika Fitz, (Peter Bogner). Foto: Sabine Hauswirth

 

Jury des Kiesler-Preises 2018:
Germano Celant, Direktor Prada Foundation, Milan, Kurator Solomon R. Guggenheim Museum, New York
Angelika Fitz, Direktorin Architekturzentrum Wien
Rainer Fuchs, Chefkurator u. stellv. Direktor mumok, Wien
Pedro Gadanho, Direktor MAAT, Lissabon
Dame Julia Peyton-Jones, Global Senior Director, Galerie Thaddaeus Ropac, London

 

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SCHIELE – BRUS – PALME

leopoldmuseum

Leopold Museum
EGON SCHIELE
DIE JUBILÄUMSSCHAU
UND
SCHIELE – BRUS – PALME
ABSTURZTRÄUME
Eröffnung:
FREITAG, 2. MÄRZ 2018 | 19 UHR
ZUR ERÖFFNUNG SPRECHEN
Hans-Peter Wipplinger, Direktor und Kurator „Egon Schiele.
Die Jubiläumsschau“
Diethard Leopold, Kurator „Egon Schiele. Die Jubiläumsschau“
Roman Grabner, Kurator „Schiele – Brus – Palme. Absturzträume“
Gernot Blümel, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien
Ausstellung: 03.03. – 11.06.2018
Ebene -2, Grafisches Kabinett
MuseumsQuartier Wien
U2 MuseumsQuartier U3 Volkstheater
https://www.leopoldmuseum.org/de/

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SCHIELE – BRUS – PALME
03.03. – 11.06.2018

Egon Schiele (1890–1918), Günter Brus (* 1938) und Thomas Palme (* 1967) – Enfant terribles ihrer jeweiligen Generation – erweiterten mit ihren Arbeiten den herkömmlichen Kunstbegriff. Schieles schonungslose Beschäftigung mit dem Individuum, mit dem Selbst, war der notwendig verstörende Auftakt für das von zwei Weltkriegen erschütterte 20. Jahrhundert. In den 1960er Jahren nimmt Günter Brus den Körper als Kapital für die Kunst wieder auf und radikalisiert Schieles Analyse des Ichs, indem er bald Papier und Leinwand verlässt und sich wortwörtlich einer Zerreißprobe stellt. Eine Generation später ist es Thomas Palme, der das Erbe von Schiele und Brus in seinen Grafiken weiterführt, indem er jene zitiert, weiterdenkt oder ihnen antwortet. In der Ausstellung entsteht ein fiktiver – zwischen Brus und Palme auch direkter – Dialog, der zeitliche, räumliche und gesellschaftliche Grenzen bei aller existentialistischen Pein oft auch spielerisch hinter sich lässt.

 

 

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THOMAS PALME, No Text, 2014 © Neue Galerie Graz, Universalmuseum Joanneum | Foto: N. Lackner/UMJ

 

 

Leopold Museum
EGON SCHIELE
Die Jubiläumsschau
Ausstellung: 23.02. – 04.11.2018
MuseumsQuartier Wien
U2 MuseumsQuartier U3 Volkstheater
https://www.leopoldmuseum.org/de/ausstellungen/95/egon-schiele

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Egon Schiele, Sitzender Männerakt (Selbstdarstellung), 1910
© Leopold Museum, Wien, Inv. 465

 

 

Im Jahr 2018, 100 Jahre nach seinem Tod, ist dem zentralen Künstler aus der Sammlung des Leopold Museum, Egon Schiele (1890–1918), eine besondere Ausstellung gewidmet: einzigartig durch die Kombination von Gemälden, Papierarbeiten und zahlreichen Archivalien präsentiert die Ausstellung die wichtigsten Themen im Schaffen des Künstlers: zunächst sein selbstbewusstes Heraustreten aus der Tradition und seine Findung als Ausdruckskünstler, in der Folge Motivgruppen wie die ambivalente Figur der Mutter oder die Tabubrüche in Form der Darstellung junger Mädchen und Buben, des weiteren Themen wie Spiritualität und Verwandlung, seine enigmatischen Häuser und Landschaften oder etwa seine spannungsvoll komplexe Analyse in seinen Porträtdarstellungen. Die Gewichtung der Ausstellung ergibt sich aus jener der Sammlungen Leopold, die Kunstgeschichte schrieben: bei den Ölbildern wie den Papierarbeiten liegt der Schwerpunkt auf den expressionistischen Jahren 1910–1914, wobei die Blätter zu je einem Drittel den Selbstdarstellungen, den Porträts und Akten der Mädchen und schließlich jenen erwachsener Frauen gewidmet sind. Demgegenüber umfassen die Gemälde alle oben genannten Themen. Neben dem umfassenden Sammlungsbestand, deren Papierarbeiten aus restauratorischen Gründen in drei Durchläufen gezeigt werden, sind einzelne herausragende Schiele-Werke von internationalen Sammlungen als „noble Gäste“ in die Jubiläumsausstellung integriert.

https://www.leopoldmuseum.org/de/presse/sonderausstellungen/vorschau/906

 

 

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Gustav_Peichl

makne

MAK
MAK-KUNSTBLÄTTERSAAL
GUSTAV PEICHL
15 BAUTEN ZUM 90STEN
Presse: Fr, 16. März 2018 | 10:30 Uhr
Zur Ausstellung
Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor, MAK
Kuratorin  Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung/Archiv
Eröffnung: Di, 20. März 2018 | 19 Uhr
Ausstellung: 21. März – 19. August 2018
Stubenring 5, 1010 Wien
https://www.MAK.at
https://estherartnewsletter.wordpress.com/2018/02/11/gustav_peichl/

 

 

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GUSTAV PEICHL, PORTRÄT 2017 © Paul Schirnhofer

 

 

MAK-KUNSTBLÄTTERSAAL und MAK-Säulenhalle
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst
GUSTAV PEICHL
15 BAUTEN ZUM 90STEN
21. März – 19. August 2018

Anlässlich seines 90. Geburtstags widmet das MAK dem österreichischen Architekten Gustav Peichl (geboren am 18. März 1928 in Wien) die PersonaleGUSTAV PEICHL. 15 Bauten zum 90sten. In seinem 50-jährigen Schaffen konnte Peichl, der unter dem Pseudonym Ironimus höchst erfolgreich auch als politischer Karikaturist tätig war, 70 Bauten realisieren. Für die Schau im MAK wählte er 15 Bauten aus, die exemplarisch Einblick in sein umfangreiches Lebenswerk geben. Die Gebäude werden exklusiv für das MAK von der deutschen Künstlerin Pola Sieverding in ihrem heutigen, aktuellen Zustand fotografiert und mit Skizzen, Entwürfen und Plänen aus der MAK-Sammlung kontextualisiert.

Peichl schenkte dem MAK 2013 einen umfassenden Bestand von über 8 000Entwurfszeichnungen, Skizzen, Plänen und Konzepten für seine österreichischen Bauten. Darunter befinden sich Ideenskizzen ebenso wie öffentliche Bauaufträge, städtebauliche Planungen, nicht realisierte Projekte, soziale Wohnbauten und repräsentative Einfamilienhäuser. Die MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung verwahrt zahlreiche Konvolute und (Teil-)Nachlässe namhafter ArchitektInnen, unter anderem auch von Edmund Moiret, Josef Hoffmann, Otto Niedermoser, Otto Prutscher und Anna-Lülja Praun. Zeitgenössische Positionen kamen mit dem Nachlass von Hans Hollein und Vorlass von Gustav Peichl in die Sammlung.

 

 

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 Gustav Peichl, Phosphateliminationsanlage (PEA), farbige Aufsicht des Gesamtgebäudes, Berlin, 1980–1985

 

Im digitalen Zeitalter, in dem meist am Computer geplant wird, postuliert Peichl das Skizzieren als Nachdenken auf dem Papier. Für ihn sind „Bauen und Architektur die Summe aus Form, Funktion, Material, Farbe und Licht. Es gilt nach einer sinnlichen Architektur zu streben, nach einer Architektur unter Bezugnahme auf Eros“. Als Vertreter der klassischen Moderne verfolgt Peichl technische Ästhetik, klassische Proportionen, Witz und Sinnlichkeit – und damit eine unverkennbare, eigenständige Linie.

Die Ausstellung GUSTAV PEICHL. 15 Bauten zum 90sten folgt einer chronologischen Ordnung: vom ersten realisierten Bau, dem gemeinsam mit Wilhelm Hubatsch und Franz Kiener entworfenen Verwaltungsgebäude der NEWAG-NIOGAS (1958–1960), über die legendären ORF-Landesstudios (1970er und 1980er Jahre) bis zur markanten Kindertagesstätte des Deutschen Bundestags an zentraler Stelle im Berliner Regierungsviertel (1998–2002). Die gezeigtenSkizzen, Entwürfe und Einreichpläne werden großteils erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Die Fotografien der Künstlerin Pola Sieverding schaffen ungewohnte Perspektiven und verdeutlichen die starke Materialität und die prägnante Formensprache von Peichls Architektur. Den ursprünglichen, bis zu 60 Jahre alten Ideenskizzen und Bauplänen stehen Bilder von deren Ergebnissen gegenüber, wie sie noch heute Orte, Städte und Umgebungen prägen.

 

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Gustav Peichl, Wilhelm Hubatsch, Franz Kiener, Verwaltungsgebäude der Newag-Niogas, Maria Enzersdorf, 1958–1963 © MAK/Georg Mayer
Bildquelle: MAK

Peichls feines Gespür für Trends kommt unter anderem in seinem Entwurf für die Atriumschule in der Krim in Wien-Döbling (1961–1964) zum Tragen. Weiße Mauern, flache Dächer und offene Glasflächen verleihen dem Bau, der Gemeinschaft und Kommunikation entstehen lässt, einen markanten Charakter. Gesteigert wird dieses Gemeinschaftsgefühl im Konvent der Dominikanerinnen in Wien-Hietzing (1963–1965), wo Peichl kleine Wohngemeinschaften bildete.

Ein Schlüsselwerk in seinem Schaffen ist die eindrucksvoll in die Landschaft integrierte Erdfunkstelle Aflenz in der Steiermark (1976–1979). Peichl gelang die perfekte Symbiose von Architektur und Technik, indem er die hochtechnisierte Anlage unterirdisch baute und grasbewachsene Erdhügel darüberlegte. Vor allem den ORF-Landesstudios verdankt Peichl sein Renommee als Architekt: Alle ORF-Gebäude folgen demselben Prinzip und sind in Form von Kreissegmenten um einen Zentralraum angeordnet.

Auch in Deutschland feierte Peichl große Erfolge: Er gewann im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) in Berlin den Wettbewerb um die Errichtung der Phosphateliminationsanlage PEA in Berlin-Tegel (1980–1987), plante die Bundeskunsthalle in Bonn (1986–1992) und entwarf den Zubau zum Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main (1987–1990) sowie das Werkraumtheater der Münchner Kammerspiele (1990–1993). Als Leihgaben der Akademie der Künste in Berlin, die seit 2013 rund 3 100 Pläne, Zeichnungen, Skizzen und Modelle zu Peichls Bauprojekten in Deutschland verwahrt, fließen diese Bauten in die MAK-Ausstellung ein. Peichl nahm zweimal an der Architekturbiennale in Venedig und an der documenta in Kassel teil. Er wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Reynolds Memorial Award. Von 1973 bis 1996 unterrichtete er als Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien, von 2002 bis 2003 als Gastprofessor an der Harvard School of Design in Boston.

 

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Bundeskunsthalle Bonn

 

Architektur
Ein Wahrzeichen Bonns
Der markante Bau an der einstigen Diplomatenrennbahn wurde nach Plänen des Wiener Architekten Gustav Peichl errichtet. Es war nicht zuletzt der heitere, poetische Charakter seiner Architektur, der unter den 35 für den Ideenwettbewerb eingereichten Entwürfen den Ausschlag gab.
Im Juryprotokoll aus dem Oktober 1986 heißt es: „Der überarbeitete Entwurf versucht verstärkt, Demokratie in der Mitte Europas sowohl funktionell als auch gestalterisch in den Neubau der Kunsthalle Bonn einzubringen. Abgeschlossene funktionsgerechte Raumentwicklung einerseits und eine durch einen poetischen Charakter versuchte Ausstrahlung nach außen geben dem Bauwerk eine eigenständige Physiognomie. (…) Die aufregenden individuell gestalteten Lichttürme mit Steinverkleidung und Kupferblechabdeckung sollen den kulturellen und künstlerischen Inhalt des Gebäudes signalisieren.“
Die drei markanten, elegant zugespitzten Lichtkegel, die heute in einer leuchtend blauen Majolika-Verkleidung erstrahlen, entwickelten sich von Beginn an nicht nur zum Wahrzeichen des Hauses, sondern auch zu einem Wahrzeichen der Stadt.
Die Architektur bietet ein differenziertes und variables System von kleinen, mittleren und großen Räumen mit insgesamt 5.600 m², die sowohl mit Tages- als auch mit Kunstlicht beleuchtet werden können. Das Raumprogramm lässt jede Form von Ausstellung zu, sei es eine raumgreifende Großausstellung oder eine kleine Kabinettausstellung. Die bepflanzte Dachlandschaft, die fünfte Fassade, wie sie vom Architekten genannt wurde, dient als öffentlicher Raum für Skulpturen- und Gartenausstellungen und erweitert die Ausstellungsfläche um 8.000 m².

http://www.bundeskunsthalle.de/ueber-uns/die-bundeskunsthalle/architektur.html

 

 

MAK
MAK-KUNSTBLÄTTERSAAL
GUSTAV PEICHL
15 BAUTEN ZUM 90STEN
Dialogführungen
mit SchülerInnen und KollegInnen von Gustav Peichl
Di, 10.4.2018 | 18 Uhr
mit Martin Kohlbauer, Architekt
Di, 8.5. 2018 | 18 Uhr
mit August Sarnitz, Architekt
Kuratorin: Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung/Archiv
Ausstellung: 21. März – 19. August 2018
Stubenring 5, 1010 Wien
https://www.MAK.at
https://estherartnewsletter.wordpress.com/2018/02/11/gustav_peichl/

 

http://mak.at/programm/ausstellungen/ausstellungen?event_id=1516070722324&article_id=1515033864875

 

 

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