AUSTRIAN PAVILION19

Biennale2019.37.57

ÖSTERREICHISCHER PAVILLON / AUSTRIAN PAVILION
BIENNALE ARTE 2019 58th International Art Exhibition
58. Esposizione Internazionale d’Arte

RENATE BERTLMANN represents Austria
at the 58th Biennale di Venezia !
Kuratorin / Curator :
FELICITAS THUN-HOHENSTEIN
Professional Preview: 8.—10. Mai 2019
Pressekonferenz Österreichischen Pavillons
Thursday, 9. Mai 2019 |
Eröffnung: Opening: Donnerstag, 9. Mai 2019 | Uhr
Thursday, 9. Juni 2019 | pm
Begrußung Es sprechen: Gernot Blumel
Bundesminister fur EU, Kunst, Kultur und Medien
Felicitas Thun-Hohenstein
Kuratorin des österreichischen Beitrags auf der Biennale Arte 2019
Renate Bertlmann Kunstlerin
Moderation: Ana Berlin a b c / Presse
Ausstellung: Exhibition: 11. May — 24. November 2019
Giardini della Biennale
Sestiere Castello, 30122 Venedig, Italien
https://www.biennalearte.at/de
http://www.labiennale.org/it/arte/2019

 

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Statement Gernot Blumel
Bundesminister fur EU, Kunst, Kultur und Medien
Seit uber 120 Jahren ist die Biennale in Venedig eine der international fuhrenden Kulturorganisationen, die sich dem zeitgenössischen Kunstund Kulturschaffen aus aller Welt verschrieben hat. Eine Ausstellung im Österreichischen Pavillon in Venedig ist gerade deshalb ein zentrales Ereignis einer jeden künstlerischen Laufbahn. Den gezeigten Kunstlerinnen und Kunstlern eröffnet sich die einmalige Chance, ihr Werk
den mehr als 500.000 Besucherinnen und Besuchern wie auch Fachexpertinnen und -experten präsentieren zu können.
Mit dem österreichischen Auftritt auf der Biennale wird ein Beitrag zu einer lebendigen und kreativen Kunstszene innerhalb und außerhalb unseres Landes geleistet. Die Biennale in Venedig ist nicht nur ein Magnet fur Kunst- und Kulturbegeisterte aus aller Welt, sie bietet als renommierte Plattform die Möglichkeit, das großartige Kunst- und
Kulturschaffen Österreichs weit uber die Grenzen unseres Landes hinauszutragen.
So ist die Kunstbiennale von Venedig viel mehr als eine periodisch stattfindende kulturelle Leistungsschau unterschiedlicher Nationen. Seit Jahrzehnten trägt sie entscheidend zum aktuellen Diskurs und zur kulturellen Entwicklung bei. Diese Vielfalt der Ausstellungsbeiträge bzw. der Länderbeteiligungen in den Pavillons in den Giardini bietet einen geeigneten Rahmen, um dem internationalen Publikum eine kulturelle Visitenkarte Österreichs zu präsentieren.
Ich freue mich sehr, dass Felicitas Thun-Hohenstein den Österreichischen Pavillon der Kunstbiennale 2019 kuratiert.

Felicitas Thun-Hohenstein ist eine international angesehene Ausstellungsmacherin, Autorin und Herausgeberin zahlreicher Texte und Publikationen und seit vielen Jahren Professorin fur Kunstgeschichte am Institut fur Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Kunste Wien, an der sie als Initiatorin und Leiterin auch fur das Cathrin Pichler Archiv verantwortlich zeichnet. Feministische, genderspezifische und performative Fragen stehen im Fokus ihrer Arbeit.
Mit Renate Bertlmann wählte die Kuratorin fur den Österreichischen Pavillon 2019 eine Kunstlerin aus, deren Werk nicht nur eine wesentliche Position in der weiblichen Performancegeschichte Österreichs innehat, sondern darüber hinaus in der internationalen feministischen Avantgarde hoch geachtet ist. 2017 erhielt die 1943 in Wien geborene Kunstlerin den Großen Österreichischen Staatspreis. Umso größer ist meine Freude, dass die kommende Präsentation im österreichischen Pavillon erstmals in dessen jahrzehntelanger Geschichte einer weiblichen Einzelposition gewidmet wird.

Der Beitrag Österreichs bietet 2019 erneut den Ausgangspunkt fur eine rege, international ausgerichtete Diskussion, die mit Sicherheit die weltweite Präsenz und Bedeutung österreichischer Kunst und Kultur klar unterstreichen wird.

 

 

FelcitasThunHohenstein

 

Einleitung der Kuratorin des Österreichischen Pavillons
Felicitas Thun-Hohenstein

Die Darstellung verlangt Radikalisierung und kommt aus Nötigung.
Ingeborg Bachmann 1
Seit ihrer Grundung 1895 und somit als älteste Weltausstellung der bildenden Kunst steht die Biennale von Venedig Modell fur alle zeitgenössischen Großausstellungen. Ihre Geschichte ist auch eine kulturpolitische Erzählung des europäischen 20. und globalen 21. Jahrhunderts. Vor allem ist sie eine Geschichte der Ausstellungen und ihrer spektakulären Provokationen im Sinne einer Kunst als Herausforderung. Ein Rueckblick der bis heute präsentierten Künstler*innen im Österreichischen Pavillon, der von Josef Hoffmann und Robert Kramreiter erbaut und seit 1934 als österreichischer Länderpavillon bestimmt ist, macht die Vielfalt und Heterogenität der Ausdrucksweisen
und Positionen der Kunst sichtbar.
2019 wird mit Renate Bertlmann erstmals in der Geschichte der österreichischen Biennale-Beiträge eine Künstlerin den Pavillon mit einer Einzelpräsentation bespielen. Damit setzen wir als Gesellschaft ein Zeichen, das der Kunst folgt und strukturelle Schieflagen mitdenkt.
Mit Renate Bertlmann wähle ich eine Künstlerin aus, deren inhaltlich wie ästhetisch kompromisslose Verfahrensweise im besten Sinne des Wortes eine venezianische Kunstgeschichte der Provokation fortfuehren wird.
Renate Bertlmann wird in Österreich seit Langem als herausragende feministische Kunstlerin und Pionierin der Performancekunst geschätzt. Als Anerkennung für ihre wegweisende Arbeit erhielt sie 2017 den Großen Österreichischen Staatspreis. In den letzten Jahren fand ihre Arbeit auch auf internationaler Ebene beachtliche Anerkennung.
Ihre Arbeiten waren bei Großveranstaltungen wie der Gwangju Biennale ebenso vertreten wie in wegweisenden Ausstellungen wie The World Goes Pop, Tate Modern, London (2014), Self-Timer Stories, Austrian Cultural Forum New York (2014), Renate Bertlmann – Maria Lassnig, Sotheby’s Gallery, London (2017) und Sex Work: Feminist Art & Radical Politics, Richard Saltoun Gallery, Frieze Art Fair, London (2017).

Bertlmann kann auf ein komplexes OEuvre zurückgreifen, das sowohl in ästhetischer als auch in konzeptioneller Hinsicht untrennbar mit einer Ästhetik des Riskanten verbunden ist. Im Blick das transformatorische Potenzial von Differenz als Gegenstück zu Macht, oszilliert in ihren Arbeiten Performatives, Skulpturales, Zeichnerisches, Fotografisches, Filmisches und Textuelles zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem, Entzogenem und Begehrtem, Alltäglichem und Ungewöhnlichem, Kunst und Leben. Renate Bertlmann zeichnet sich nicht nur durch ihre hohe formale und konzeptuelle Präzision aus. Der agitativ programmatische Charakter ihres Werkes unter dem kunstlerischen Motto „amo ergo sum“ und ihr obsessiver Umgang mit Körperbildern
richtet sich unmittelbar an eine gesellschaftspolitische Alltagskultur. Schon zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn verstand es Bertlmann, die institutionellen Bedingungen der Kunst und Kunstbegriffe zugleich kritisch wie lustvoll zu hinterfragen, indem sie das ironische Potenzial und den Eigensinn von Materialitäten als Ausgangspunkt
ihrer feministisch-analytischen Reflexionen nutzte und die Mechanismen des Kunstsystems offenlegte. Umso beeindruckender ist, wie es ihr gelingt, diese Fragestellungen in einem synthetischen Akt performativer und tradierter Ausdrucksformen sinnlich und eindrucksvoll zu verhandeln.
Fur die Ausstellung im Österreichischen Pavillon wird Renate Bertlmann neben einer Werkauswahl eine neue, eigens für die Biennale entwickelte Arbeit präsentieren.

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Zur Kunstlerin RENATE BERTLMANN
„Ich freue mich sehr über die wunderbare Aufgabe, den Österreichischen Pavillon in Venedig zu gestalten. Inhaltliche und ästhetische Radikalität und Risikobereitschaft sind die tragenden Säulen meiner kunstlerischen Arbeit. Meine Visionen, die mich seit 50 Jahren tragen, werden daher auch an diesem Ort ihren authentischen Ausdruck finden.“
Renate Bertlmann

Renate Bertlmann (*1943 in Wien) studierte zunächst 1962/63 an der Academy of Arts in Oxford, anschließend bis 1970 an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach ihrem Diplom folgte ein Lehrauftrag ebenda in kunstlerischen Techniken. Sie lebt und arbeitet in Wien.
In ihren Arbeiten beschäftigt sich Bertlmann mit Rollen- und Körperbildern. Sie hinterfragt geschlechtliche Zusammenhänge, indem sie Themen wie Pornografie, Sexualität, Gewalt, Eros und Hierarchie diskutiert. Ihre Werke zeichnen sich besonders durch ihren provokativen, ironischen Zugang aus.
Bertlmann ist seit 1993 Mitglied der Wiener Secession und gehört seit 1994 zum Herausgeberinnenkreis von [sic!] Forum fur feministische GangArten. 2007 erhielt sie den Preis der Stadt Wien, 2017 folgte der Große Österreichische Staatspreis.
https://www.bertlmann.com

 

Felicitas Thun-Hohenstein
Felicitas Thun-Hohenstein ist Kuratorin, Kunsthistorikerin und Professorin am Institut fur Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Sie leitet etliche Forschungsprojekte wie etwa das Cathrin Pichler Archiv fur Wissenschaft, Kunst und kuratorische Praxis. In ihrer Lehr-, Forschungs-, Vortrags- und Ausstellungstätigkeit widmet sie sich Themenschwerpunkten der Gegenwartskunst, Kunst der Moderne, arts-based research sowie der feministischen Theorie und Kunstpraxis, der Körper- und Raumproduktion. Sie ist Kuratoriumsmitglied des mumok  Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Felicitas Thun-Hohenstein ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Texte und Publikationen.

 

Biennale Lectures
Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein
Ko-Kurator Andreas Spiegl
Begehrensräume Jakob Lena Knebl

Begleitend zu den Vorbereitungen des österreichischen Beitrags im Rahmen der Biennale Arte 2019 finden in Kooperation mit der Akademie der bildenden Kunste Wien die Biennale Lectures statt. Ziel der von Felicitas Thun-Hohenstein und Andreas Spiegl kuratierten Veranstaltungsreihe ist, die Biennale selbst als kulturpolitisch gleichermaßen bedeutsame wie umstrittene Ausstellungsinstitution in Form von Vorträgen von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zu erörtern und zur Diskussion zu stellen.
Eröffnet wird die Reihe im Herbst mit einem Gespräch mit Ralph Rugoff, Generalkurator der Biennale Arte 2019, im Atelierhaus der Akademie der bildenden Kunste

Lehargasse 6–8, 1060 Wien
Mit dem österreichischen Ausstellungsbeitrag zur Biennale Arte 2019 sind implizit drei kunst- und kulturpolitische Fragen verbunden. Diesen ist jeweils eine Biennale Lecture gewidmet.
#biennalelectures

 

TEAM
Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein

fth@biennalearte.at
Kunstlerische Assistenz Nadine Lemke
Wissenschaftliche Mitarbeit Marija Nucjic
Projektkoordination, Produktion & Finanzen
Katharina Boesch, Christine Haupt-Stummer, Viktoria Pontoni
section.a, Wien

Buero des österreichischen Beitrags
Projektkoordination, Produktion & Finanzen
info@biennalearte.at
c/o section.a, Wien
Praterstrasse 66 / 7a, 1020 Wien
Katharina Boesch
t +43 1 713 24 32 45 / m +43 676 754 99 54
kb@biennalearte.at

 

Im Auftrag von

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Österreichischer Pavillon
Biennale Arte 2019
58th International Art Exhibition

Website + Social Media des Österreichischen Pavillons
http://www.biennalearte.at
Facebook: http://www.facebook.com/AustriaAtVeniceBiennale
Instagram: @AustrianPavilion #austrianpavilion2019

 

Kommunikation
a b c
Ana Berlin + Team
http://www.abc-works.today
t +43 660 475 38 18 / press@biennalearte.at
http://www.biennalearte.at

Zu erreichen vom Bahnhof und der Piazzale Roma
mit den Vaporetto Linien
Arsenale: 1, 4.1
Giardini: 1, 4.1, 5.1, (6 nur ab Piazzale Roma)

 

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