Doppelleben & Klassentreffen

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museum moderner kunst stiftung ludwig wien
Klassentreffen
Werke aus der Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann
Pressekonferenz: Freitag, 22. Juni 2018 | 10 Uhr
Eröffnung: Freitag, 22. Juni 2018 | 19 Uhr
Kuratiert von Karola Kraus und Wilhelm Schürmann.
Ausstellung: 23. Juni – 11. November 2018
Museumsplatz 1, A-10­70 Wien
https://www.mumok.at/

 

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Klassentreffen
Werke aus der Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann
23. Juni bis 11. November 2018

Die seit Ende der 1970er-Jahre kontinuierlich gewachsene Sammlung der Schürmanns gibt einen einmaligen Blick auf die Entwicklung der Gegenwartskunst seit den 1980er-Jahren. Sie stellt ein avanciertes Statement für eine Kunst der Gegenwart dar, die sich im Gesellschaftlichen verankert und als Kommunikationsangebot versteht. Der Ansatz der in Herzogenrath bei Aachen und Berlin ansässigen Sammlung ist kreativ-produktiv: die Praxis des Sammlerpaars kann als eine besonders freigeistige Form der Kulturproduktion beschrieben werden. Denn der Akt des Sammelns realisiert sich weniger im Bewahren und Vervollständigen, sondern wird primär als Einladung zur Teilnahme an der öffentlichen Produktion von Zusammenhängen begriffen. Diese zupackende Haltung manifestiert sich in lustvollen und unkonventionellen Gesten des Zeigens – einschließlich des Prinzips des „vergleichenden Sehens“. In diesem Sinne wird die Ausstellung Klassentreffen, deren Titel sich auf eine gleichnamige raumbezogene Installation der Berliner Künstlerin Nairy Baghramian aus dem Jahr 2008 bezieht, einen spannenden, humorvollen und aufregenden Dialog zwischen den einzelnen künstlerischen Positionen der Sammlung entspinnen und überraschende inhaltliche Bezüge etablieren. Einen Schwerpunkt bilden dabei Wiener Einflüsse auf die international ausgerichtete Sammlung und ihre Vernetzungen.
Zur Kunst kam der 1946 geborene Wilhelm Schürmann Anfang der 1980er-Jahre über die Punk- und New Wave-Musik und das damit verbundene Lebensgefühl. Als „Einstiegskunst“ diente ihm die Produktion der Kölner Ateliergemeinschaft „Mülheimer Freiheit“ – von diesen Bildern trennte sich der Sammler später aber wieder. 1984 verkaufte er auch seine Sammlung historischer tschechischer Fotografie an das Getty Museum in Los Angeles. Nachhaltig bleibt die Verbindung zu den Werken von Günther Förg, Georg Herold, Meuser, Martin Kippenberger (mit dem Schürmann die Geburtsstadt Dortmund teilt) und Albert Oehlen. Von 1984 bis 1986 kuratierte Schürmann für die von F. C. Gundlach in Düsseldorf betriebene Fotogalerie CCD Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst und animierte die Künstler_innen teilweise, sich mit Fotografie zu beschäftigen. Anfang der 1990er-Jahre rückte zunehmend amerikanische Kunst, teilweise mit West-Coast-Prägung (Jack Goldstein, Mike Kelley, Paul McCarthy, Cady Noland, Raymond Pettibon, Stephen Prina, Jason Rhoades, Christopher Williams, Julia Scher) in den Fokus der Sammlung. Seither wird die Sammlung kontinuierlich um aktuelle Werke internationaler Künstler_innen erweitert, darunter auch zahlreiche österreichische Positionen.
Teile der Sammlung Schürmann wurden in der Vergangenheit in zahlreichen Museen und Galerien ausgestellt.

Kuratiert von Karola Kraus und Wilhelm Schürmann.
Beteiligte Künstler_innen (Auswahl):
Nairy Baghramian, Silvia Bächli, Monika Baer, John Baldessari, Jennifer Bornstein, Nicola Brunnhuber, Ernst Caramelle, Kate Davis, Heinrich Dunst, Marina Faust, Morgan Fisher, Julian Göthe, Trixi Groiss, Gerhard Gronefeld, Julia Haller, Georg Herold, Lone Haugaard Madsen, Nicolas Jasmin, Raimer Jochims, Mike Kelley, Anne-Mie van Kerckhoven, Martin Kippenberger, Sonia Leimer, Zoe Leonard, Park McArthur, Paul McCarthy, Meuser, Lisette Model, Oswald Oberhuber, Albert Oehlen, Anna Oppermann, Rebecca Quaytman, Susanne Paesler, Laurie Parsons, Stephen Prina, Deborah Remington, Lin May Saeed, Sigune Siévi, Michael Simpson, Michael E. Smith, Walter Swennen, Alice Tippit, Joëlle Tuerlinckx, Nora Turato, Miriam Visaczki, Franz West, Christopher Williams, Heimo Zobernig

 

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Doppelleben
Bildende Künstler_innen machen Musik
Eröffnung: Freitag, 22. Juni 2018 | 19 Uhr
Kuratiert von Eva Badura-Triska und Edek Bartz
Kurator_innenführung: Doppelleben
Mit Eva Badura-Triska
28. Juni 2018 | 19 Uhr
Live in Concert: Beauties of the Night
28. Juni 2018 | 20 Uhr
Ausstellung: 23. Juni – 11. November 2018
Museumsplatz 1, A-10­70 Wien
https://www.mumok.at/de/events/doppelleben #Doppelleben

 

Empty illuminated stage with drumkit, guitar and microphones

 

Doppelleben & Klassentreffen
23. Juni – 11. November 2018
Die Ausstellung Doppelleben rückt bildende Künstler_innen in den Fokus, die Musik geschrieben, produziert oder öffentlich aufgeführt haben beziehungsweise Mitglieder von Künstler_innenbands waren oder sind. Dabei wird im mumok ausschließlich Musik „ausgestellt“: Großformatig projizierte Videos von Konzert- und Studioauftritten vermitteln das Gefühl, live dabei zu sein, und machen gleichzeitig die Bedeutung der unterschiedlich inszenierten Performancesituationen anschaulich.
Die Ausstellung spannt einen Bogen vom frühen 20. Jahrhundert bis heute. Beginnend mit Duchamp und den Futuristen über Yves Klein und die Fluxuskünstler_innen Nam June Paik und Yoko Ono führt sie zu zentralen Figuren der 1960er- und 1970er-Jahre wie A. R. Penck, Hanne Darboven, Gerhard Rühm oder Hermann Nitsch. Vertreter des Proto-Punk wie Captain Beefheart und Alan Vega sind Vorläufer der zahlreichen Künstlerbands der 1980er-Jahre, in denen unter anderem Mike Kelley, Albert Oehlen, Heimo Zobernig oder Pipilotti Rist gespielt haben. Die stilistisch wieder heterogenere Szene seit den 1990er-Jahren ist unter anderem durch Jutta Koether, Stephen Prina, Angela Bulloch, Carsten Nicolai, Christian Marclay, Billy Childish oder Emily Sundblad vertreten.
Als Teil der Ausstellung finden im mumok Livekonzerte bedeutender nationaler und internationaler Künstler_innen statt, die mit Ausstellungsticket besucht werden können.
Beteiligte Künstler_innen/Musiker_innen und Bands
Alva Noto (Carsten Nicolai); Laurie Anderson; Christian Ludwig Attersee; Beauties of the Night (Christian Egger, Manuel Gorkiewicz, Markus Krottendorfer, Alexander Wolff); John Cage; Captain Beefheart & His Magic Band (Alex St. Clair Snouffer, Jeff Cotton, Jerry Handley, John French); Charlemagne Palestine; Chicken (Hari Ganglberger, Nicholas Hoffman, Katrin Plavčak); Tony Conrad; Martin Creed & Band; DA EAT (Stefan Branca, Mattias Vatter, Phillip Zaiser, Thomas Zipp), Hanne Darboven; Destroy all Monsters (Mike Kelley, Cary Loren, Jim Shaw, Niagara); Die Tödliche Doris (Tabea Blumenschein, Käthe Kruse, Wolfgang Müller, Nikolaus Utermöhlen); Essachai Vow (Christian Kosmas Mayer, Alexander Wolff); Marcel Duchamp; GRAF+ZYX; Hotel Morphila Orchester (Paul Braunsteiner, Loys Egg, Franz Machek, Wolfgang Stelzer, Peter Weibel); Yves Klein; Jutta Koether; Laibach (Milan Fras, Dejan Knez, Daniel Landin, Ivan Novak); Les Reines Prochaines (Teresa Alonso, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Pipilotti Rist, Regina Florida Schmid); Christian Marclay; Molto Brutto (Gunther Damisch, Josef Danner, Blihal, Andreas Kunzmann, Gerwald Rockenschaub); Monoton; Phill Niblock; Hermann Nitsch; Markus Oehlen; Yoko Ono; O.T. (Lothar Fiedler, Helge Leiberg, A. R. Penck, Christoph Winckel); Nam June Paik; Pas Paravant (Felix Dorner, Karl Kowanz, Renate Kowanz-Kocer, Wolfgang Poor, Günther Schrom, ManfreDu Schu, Wolfgang Stengel, Hans Weigand); Stephen Prina; Gerhard Rühm; Luigi Russolo; Selten gehörte Musik (Günter Brus, Hermann Nitsch, Dieter Roth, Gerhard Rühm, Oswald Wiener); Suicide (Alan Vega, Martin Rev); Emily Sundblad mit Pete Drungle und Ensemble, The Alma Band (Herbert Brandl, Josef Danner, Martin Kippenberger, Albert Oehlen, Markus Oehlen); The Pop Rivets (Brand Buds, Wild Billy Childish, Big Russ, Little Russ), The Red Krayola with Art & Language (Kathryn Bigelow, Ian Burn, Jesse Chamberlain, Christine Kozlov, Nigel Lendon, Mel Ramsden, Paula Ramsden, Terry Smith, Mayo Thompson); The Wired Salutation (Andrea Belfi, Angela Bulloch, David Grubbs, Stefano Pilia); Throbbing Gristle (Chris Carter, Cosey Fanni Tutti, Peter Christopherson, Genesis P-Orridge), Wolfgang Tillmans, Trabant (Viðar Hákon Gíslason, Þorvaldur H. Gröndal, Ragnar Kjartansson, Gísli Galdur Thorgeirsson, Hlynur Aðils Vilmarsson), Wendy Gondeln (Albert Oehlen); Heimo Zobernig mit Marcus Geiger, Martin Guttmann, Hans Weigand

https://www.mumok.at/de/events/doppelleben #Doppelleben

 

 

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