die-stadt-ohne

metrokino

METRO Kinokulturhaus
DIE STADT OHNE
JUDEN MUSLIME FLÜCHTLINGE AUSLÄNDER
Ausstellung 2.3. – 30.12.2018
KURATOR_INNEN:
Andreas Brunner | Barbara Staudinger
Hannes Sulzenbacher
Johannesgasse 4, 1010 Wien
https://www.filmarchiv.at/program/exhibition/die-stadt-ohne/

 

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Filmarchiv Austria | METRO KINOKULTURHAUS
Re-Release | DIE STADT OHNE JUDEN
17.11.2018 | 21 Uhr
24.11. 2018 | 20 Uhr
25.11. 2018 | 17 Uhr
9.11. – 4.12. 2018
Johannesgasse 4, 1010 Wien
https://www.filmarchiv.at
https://www.facebook.com/events/412281199305910/
https://www.facebook.com/events/412281199305910/?event_time_id=412281219305908
https://www.facebook.com/events/412281199305910/?event_time_id=412281259305904

Filmarchiv Austria | METRO KINOKULTURHAUS
Re-Release | DIE STADT OHNE JUDEN

Nach einer Restaurierungsgeschichte, die selbst einem Drehbuch entstammen könnte, erlebte der Stummfilm DIE STADT OHNE JUDEN im Gedenkjahr 2018 ein Revival. Nachdem sich in altem Nitrofilmmaterial, das zufällig auf einem Pariser Flohmarkt entdeckt worden war, bislang verschollene Szenen fanden, die Handlung, Aussage und Brisanz einer der wichtigsten österreichischen Zwischenkriegsproduktionen wesentlich ergänzten und verschärften, startete das Filmarchiv Austria 2016 eine bis dahin beispiellose Filmrettungsaktion, die mit der Hilfe von über 800 UnterstützerInnen aus dem In- und Ausland Ende erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

DIE STADT OHNE JUDEN verdichtet in vielerlei Hinsicht die Herausforderungen, aber auch den Sinn und Erfolg moderner Archivarbeit. Nach einer ersten »Tournee« dieses eminent wichtigen historischen Filmdokuments folgt nun die offizielle Kino-Wiederaufführung, die gleichzeitig den Startschuss für die neue Filmarchiv-Programmschiene Re-Release gibt. Ziel ist, diesem Beispiel ab 2019 regelmäßig weitere folgen zu lassen.

 

DieStadtohneJuden

 

Re-Release | DIE STADT OHNE JUDEN

https://www.filmarchiv.athttps://www.facebook.com/events/412281199305910/https://www.facebook.com/events/412281199305910/?event_time_id=412281219305908https://www.facebook.com/events/412281199305910/?event_time_id=412281259305904

METRO KINOKULTURHAUS
REGIE: HANS KARL BRESLAUER
JAHR: 1924 | LAND: A
PRODUKTION:
[MONDIAL INTERNATIONALE FILMINDUSTRIE AG/H.K.B.-FILM, WIEN]
BUCH: HANS KARL BRESLAUER, IDA JENBACH,
NACH DEM GLEICHNAMIGEN ROMAN VON HUGO BETTAUER
KAMERA: HUGO EYWO
MIT: JOHANNES RIEMANN, KARL THEMA, ANNY MILETY, EUGEN NEUFELD, HANS MOSER, FERDINAND MAYERHOFER, MIZZI GRIEBL, HANS EFFENBERGER, GISELA WERBEZIRK, ARMIN BERG, ARMIN SEYDELMANN, FRITZ FLEMMICH, THEODOR WEISER
LÄNGE: 91 MIN
FORMAT: VIRAGIERT, DCP
FASSUNG: DEUTSCHE ZWISCHENTITEL (EINIGE VORFÜHRUNGEN
MIT ENGLISCHEN UNTERTITELN)

Re-Release DIE STADT OHNE JUDEN / TERMINE:
9.11. – 4.12. METRO Kinokulturhaus (Wien, W)
11.11. 13:00 Filmhaus (Wien, W)
12.11. 19:30 Cinema Paradiso (Baden, NÖ)
14.11. 19:30 Stadttheater (Wiener Neustadt, NÖ)
15.11. 20:00 Monoplexx (St. Johann, T)
25.11. 15:30 Moviemento (Linz, OÖ)
28.11. 19:30 City Kino Steyr (Steyr, OÖ)
16.12. 16:00 Schloss Wolkersdorf
Schloss Wolkersdorf
KinoCafé am Sonntag:
Stadt ohne Juden
So, 16 Dezember 16 / 18 Uhr
http://www.forumwolkersdorf.at/event/KinoCafe-am-Sonntag-Stadt-ohne-Juden-200.html
Re-Release von DIE STADT OHNE JUDEN
https://bit.ly/2zvkXL9

https://www.filmarchiv.at/program/premiere/die-stadt-ohne-juden-5/

 

 

„Die Stadt ohne Juden“ nannte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Die Verfilmung durch Regisseur Hans Karl Breslauer war 1924 bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet, 1925 wurde Bettauer von einem Nationalsozialisten erschossen. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mit Mitteln des Terrors mündete im sogenannten »Anschluss« 1938. Was folgte, war die Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.

Die Ausstellung DIE STADT OHNE begleitet die Veröffentlichung der neu restaurierten Version des Stummfilms, der heute weltweit als erstes filmkünstlerisches Statement gegen den Antisemitismus gilt. Dabei wird dieses einzigartige Zeitdokument nicht nur in der Geschichte der Ersten Republik verortet, sondern auch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit der Gegenwart. Ausgehend von einzelnen  Filmszenen interveniert die Ausstellung zwischen dem Damals und Heute: sie zeigt, wie Ausschlussmechanismen in der Gesellschaft funktionieren und zeichnet dabei die einzelnen Stufen des Ausgrenzungsprozesses von der Polarisierung der Gesellschaft bis zum endgültigen Ausschluss der geschaffenen »Sündenböcke« nach.

In den 1920er- und 1930er-Jahren haben die Antisemiten nach dem Ausschluss »der Juden« gerufen, heute wird wieder agitiert: gegen »die Ausländer«, Musliminnen und Muslime oder Flüchtlinge. DIE STADT OHNE stellt die Frage, ob und inwiefern die gesellschaftliche Spaltung während der Jahre des Aufstiegs des Nationalsozialismus mit jener unserer Gegenwart verglichen werden kann, soll oder sogar muss.

Im Film kehrten die Jüdinnen und Juden wieder nach Wien zurück, die historische Realität sollte aber anders aussehen. Von der Utopie Bettauers und des Films wendet sich die Ausstellung den tatsächlichen historischen Folgen des Ausschlusses der jüdischen Bevölkerung, der Schoa, zu. Mit ihrer Anbindung an die Gegenwart versteht sich DIE STADT OHNE nicht nur als historische Ausstellung, sondern als eine Intervention zum Republikjubiläum, die Fragen der kulturellen Identität Österreichs mit all ihren Brüchen und Verwerfungen kritisch beleuchtet. Als Projektionsfolie dazu dienen die nun wiederentdeckten Filmbilder von DIE STADT OHNE JUDEN.

 

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