Friedensreich Hundertwasser

Galerie Baha Fine Art Kunsthandel
FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER – PARADIES
Vernissage: 28. November 2019 | 18.30 Uhr
Thursday, 28 November 2019 | 6:30 – 9:30 pm
20. Todestages des Künstlers
Friedensreich Hundertwasser
Finissage: 19. Februar 2020
Schulerstraße 15 · A-1010 Wien
http://www.bahafineart.com/ausstellungen

„Ich möchte (…) den Menschen vorleben, vormalen,
ein Paradies, das jeder haben kann,
er braucht nur zuzugreifen.“
Friedensreich Hundertwasser

Regentag in Siam von 1977 Copyright © 2019 Namida AG, Glarus, Schweiz.

Anlässlich des 20. Todestages des Künstlers Friedensreich Hundertwasser präsentiert Baha Fine Art die paradiesisch anmutende Welt eines großen Utopisten, der sich in seinem Schaffen keinerlei Limitierungen unterwarf und unterschiedlichste Lebensräume visionär gestaltete. In dieser Personalie werden neun besondere Exponate aus dem Bereich Malerei
gezeigt, die Hundertwassers umfassenden Anspruch besonders eindrucksvoll unterstreichen.
Mit der Schau Paradies geht die Galerie zurück zu ihren Wurzeln – dorthin, wo die künstlerische Leidenschaft des namensgebenden Sammlers Christian Baha begonnen hat: Bei Friedensreich Hundertwasser, dem großen Idealist und politischen Aktivisten, der stets auch den Schulterschluss mit Architektur, Ökologie und Stadtentwicklung gesucht hat.


Dabei stand immer konkret die Verbesserung der realen Lebensumstände für den Einzelnen, weniger die Konzeption einer theoretischen Idee oder eines abstrakten Zieles, im Fokus. Genau hierin drückt sich auch Hundertwassers Wunsch nach dem Ermalen des Paradieses für Jeden im Hier und Jetzt aus.
Schon früh setzte sich Hundertwasser mit dem Animismus, der Vorstellung einer denkenden und aus sich heraus kreativen Wirklichkeitsebene der Erde, auseinander. Auf seinen ausgedehnten Reisen entdeckte er überall auf der Welt kulturelle Strukturen, die auf der Idee einer transzendenten und spirituellen Natur basierten und damit das Paradies nicht als
Versprechen definierten, ihm keinen entgrenzten Ort im Jenseits zuwiesen, sondern als konkrete Möglichkeit im Diesseits auffassten. In der mosaisch-christlichen Tradition ist die Natur hingegen als unbeseelt definiert und damit ein Leben bei der göttlichen Instanz nur im Jenseits, in einer anderen Welt, möglich. Das Paradies kann nicht im Jetzt, zu Lebzeiten, und
nicht hier, auf dieser Erde, geschaffen werden.
Hundertwasser stellte immer den Menschenund seine Auseinandersetzung mit der Natur in das Zentum seiner Arbeit – das lebenswerte Dasein meint also immer auch das Bewahren der Natur als unser jetziges und reales Paradies und geht damit über die bloße Erhaltung unseres
Lebensraumes hinaus.
Auf seinen eigenen Ländereien vermehrte Hundertwasser die Natur und agierte so wenig invasiv wie möglich. Er pflanzte Bäume, legte Teiche an, verwendete erneuerbare Energien, und wohnte in naturnahen Habitaten, um die Erde möglichst wenig zu „limitieren“ und eine freie Entfaltung allen Lebens dort zu unterstützen. Somit nahm Hundertwasser durchaus
eine Rolle als ökologischer Aktivist ein. Hier zeigt sich auch sein Anspruch nicht nur künstlerisch, sondern auch schöpferisch tätig zu sein, so wie die soziale Hoffnung auf Partizipation am Paradies für jeden und jedes.
In diesem Sinne schreibt Pierre Restany „Hundertwasser pflegt seine Bilder als Türen zu sehen, die ihm den Zutritt zu einer gleichzeitig nahen und weit entfernten Welt eröffnen, einer Welt, die zugleich greifbar aber auch schwer fasslich ist, eine Welt, in der wir tatsächlich leben, die sich jedoch unserer Wahrnehmung entzieht, weil sie auf unsichtbare Weise an der realen Welt klebt – eine parallele Welt.“ (Restany, Pierre. Happy Hundertwasser. Schweiz. 2019)

Antipodische Insel von 1975. Copyright © 2019 Namida AG, Glarus, Schweiz.

Mit dem Transautomatismus formulierte Hundertwasser seine Theorie der Malerei, die dem Rezipienten eine aktive und ebenfalls gestalterische Funktion bei der Betrachtung eines Bildes zuspricht. Damit können die Arbeiten Hundertwassers, vor dem Hintergrund der aktuellen ökologischen Debatten, nicht nur als gestaltete Vision, sondern auch als
Handlungsaufforderung an den Betrachter gelesen werden.
Die neun ausgestellten Arbeiten reflektieren die Aspekte und die Substanz des ökologischen und damit auch sozialen Engagements Hundertwassers und präsentieren damit das Primat seiner Positionen.

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