Deutschen Pavillon 17Anne Imhof

DEUTSCHER PAVILLON 2017
La Biennale di Vene zia
13. MAI – 26. NOVEMBER 2017
ANNE IMHOF

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DEUTSCHER PAVILLON 2017
 57. La Biennale di Venezia
ANNE IMHOF
Kuratorin:
Susanne Pfeffer, Direktorin des Fridericianum
Pressekonferenz: 10. Mai 2017
Eröffnung: 10. Mai 2017
 13. Mai 2017  – 26. November 2017
Giardini della Biennale, Sestiere Castello
Venedig

03 Anne Imhof © Photo Nadine Fraczkowski.jpg

Eliza Douglas in Anne Imhof, Angst II, 2016
aufgeführt im Hamburger Bahnhof, Berlin, 2016 © Foto: Nadine
Fraczkowski Courtesy: die Künstlerin, Isabella Bortolozzi Galerie und Galerie Buchholz

Anne Imhof wird 2017 den deutschen Pavillon auf der 57. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia gestalten. Eigens für den Pavillon entwickelt Imhof seit Mai dieses Jahres eine raum- und zeitgreifende Arbeit. Ihr Werk umfasst malerische, skulpturale, installative wie performative Arbeiten.

Anne Imhof Ropedancer, 2016 Tinte auf Papier 35,7 x 26,7 cm
© Foto: Galerie Buchholz Courtesy: Galerie Buchholz
Blicke treffen sich, aber keine Kommunikation entsteht. Sie nehmen einen wahr, aber erkennen einen nicht an. Nach Gender, individuell und eigen, zugleich aber stereotyp erscheinen die Menschen in Anne Imhofs Malereien und Szenarien. Geräusche, Klang und Kompositionen rhythmisieren wie synchronisieren Raum und Körper in einer gedehnten Zeit, welche sich lose durch Narrationen gliedert. Das Geschehen ist kontingent, alles kann in jedem Moment auch anders sein. Die Bewegungen changieren zwischen zäher Alltäglichkeit und rätselhaften Ritualen, zwischen fremdbestimmten wie schematisierten Abläufen oder individuellen Fehlfunktionen, Uniformität und Punk. In der Gruppe formiert, bleibt die ziellose Individualität bestehen. Auch wenn sie gemeinsam singen, singen sie vom Ich.

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Josh Johnson, Eliza Douglas in Anne Imhof, Angst II, 2016
aufgeführt im Hamburger Bahnhof, Berlin, 2016 © Foto: Nadine
Fraczkowski Courtesy: die Künstlerin, Isabella Bortolozzi Galerie und Galerie Buchholz

Auf Matten und Schlafsäcken, mit Boxsäcken, Baseballschlägern und Rasierern bewegen sich die Performer im Trainingscamp der kapitalisierten Körper und des optimierten Lebens. Zum Bersten gespannt oder erschlafft, erscheinen die dressierten und fragilen
Körper wie von unsichtbaren Machtstrukturen durchzogenes Material. Den Bio-Techno-
Körpern ist ihre mediale Vermittlung bereits inhärent. Sie scheinen sich permanent in
konsumierbare Bilder zu verwandeln; sie wollen zum Bild werden, zur digitalen Ware.

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Anne Imhof The Navel, 2016
Acryl, Leder, Öl und Bleistift auf Leinwand
300 x 190 x 5 cm © Foto: Galerie Buchholz
Courtesy: Galerie Buchholz
Anne Imhof begegnet der Brutalität unserer Zeit mit einem harten
Realismus. In ihren Szenarien vergegenwärtigt sie, wie der Körper in materiellen und diskursiven, in technologischen, sozio-ökonomischen und pharmazeutischen Grenzziehungen konstituiert wird. Anne Imhof macht so den Raum zwischen Körper und Realität sichtbar, in dem unsere Persönlichkeit überhaupt erst entsteht.
Kommissarin: Susanne Pfeffer

08 Portrait Anne Imhof © Photo Nadine Fraczkowski.jpg

Portrait Anne Imhof © Foto: Nadine Fraczkowski

Anne Imhof (* 1978)
graduierte 2012 an der Städelschule in Frankfurt am Main.
2015 wurde Imhof mit dem Preis der Nationalgalerie ausgezeichnet
und produzierte daran anschließend die Oper Angst, die 2016 in drei
Akten in der Kunsthalle Basel, dem Hamburger Bahnhof in Berlin
und auf der Biennale de Montréal gezeigt wurde.
Ihre Performance- Zyklen Deal (2015), Rage (2014), Aqua Leo (2013) und School
of the Seven Bells (2012) waren u.a. in Einzelausstellungen im MoMA PS1,
New York (2015), dem Carré d’Art – Musée d’art contemporain de Nîmes
(2014) sowie im New Jerseyy, Basel und dem Portikus, Frankfurt am Main (2013)
zu sehen. In internationalen Gruppenausstellungen wurden ihre Arbeiten u.a.
im Palais de Tokyo, Paris, dem Centre Pompidou, Paris (2015) und dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main (2014) gezeigt. Anne Imhof war
2015 Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste München.
2013 erhielt sie ein Atelierstipendium der Hessischen Kulturstiftung in Paris.
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Susanne Pfeffer (* 1973)
ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit Juni 2013 ist sie Direktorin des
Fridericianum in Kassel, wo sie u.a. die Ausstellungen Inhuman (2015), nature
after nature (2014) und Speculations on Anonymous Materials (2013) sowie
Retrospektiven zu Tetsumi Kudo (2016), Marcel Broodthaers (2015) und
Paul Sharits (2014) kuratierte.
Auf der 56. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia
kuratierte sie den Schweizer Pavillon mit einer Einzelpräsentation von Pamela
Rosenkranz. Zuvor war sie Chefkuratorin des KW Institute for Contemporary Art
in Berlin (2007–2012) sowie Kuratorin und Beraterin des MoMA PS1 in New
York. Von 2004 bis 2006 arbeitete sie als künstlerische
Leiterin des Künstlerhauses Bremen.
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Anne Imhof The Can, 2016
Acryl, Leder und Öl auf Leinwand
300 x 190 x 5 cm © Foto: Galerie Buchholz
Courtesy: Galerie Buchholz

Der deutsche Beitrag zur 57. Internationalen
Kunstausstellung – La Biennale di Venezia entsteht
im Auftrag des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik
Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit
dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen).

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