Kaffeesiederball

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Hofburg Vienna
 61. Wiener Kaffeesiederballs
CAFÈ MODERN
GESTERN HEUTE MORGEN
Donnerstag, 18. Jänner 2018 | 19:30 – 4:30 Uhr
Wiener Kaffeesiederball und Julius Meinl
Ballorganisatorin Anna Karnitscher, künstlerischer Leiter Christof Cremer,
Galerist Ernst Hilger | Julius Meinl-CEO Marcel Löffler
Hofburg Wien, 1010 Wien
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Gäste aus nah und fern, internationale Künstlerinnen und Künstler sowie zahlreiche Bands und Orchester zelebrieren gemeinsam nicht nur das größte, sondern auch das wohl spannendste und aufregendste Ballerlebnis des Jahres. Lassen Sie sich im prachtvollen Ambiente der Wiener Hofburg in das wohl größte und schönste Kaffeehaus der Welt entführen.
Der 61. Wiener Kaffeesiederball findet am 18. Jänner 2018 statt.

https://www.facebook.com/events/295918637558280/

 

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Jakob Kirchmayr mit dem Julius Meinl Kunstfächer
Foto: Karol NuhnGalerie Ernst Hilger.

 

CAFÈ MODERN – passend zum Ballmotto setzt der Wiener Kaffeesiederball heuer ebenfalls auf einen neuen Look. Unsere Inspiration? Natürlich eine Tasse frisch gebrühter Kaffee. Ebenfalls findet ihr im Logo das bekannte türkische Kaffeekännchen mit der Silhouette des Stephansdoms. Gebt uns ein , wenn ihr auch Kaffee liebt!

 

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Der Fächer des Wiener Kaffeesiederball
Präsentation: Julius Meinl Kunstfächer @Galerie Ernst Hilger
Montag, 20. November 2017
künstlerischer Leiter Christof Cremer, mit Jakob Kirchmayr Künstler
Galerist Ernst Hilger, Ballorganisatorin Anna Karnitscher
 und Julius Meinl-CEO Marcel Löffler
Foto: Esther Attar Machanek

 

Die Karten können nur per Kreditkarte (Master Card oder VISA) bezahlt werden.
Kartenpreise
Eintrittskarten

Reguläre Eintrittskarte € 150,- (inkl. Mwst.)
Studentenkarten € 72,- (inkl. Mwst.)
(nur mit gültigem Studentenausweis 1 Karte / Ausweis)

Sitzplatzkarten

Die Preise der Sitzplätze sind abhängig vom gewählten Raum

Reservierungspauschale

Preise sind zuzüglich einer einmaligen Reservierungspauschale
von € 12,00 für Österreich oder € 24,00 für andere Länder
(abhängig von der Zustelladresse).
Für Print At Home Tickets beträgt die Reservierungspauschale
unabhängig von der Zustelladresse € 4,00.

https://reservierung.kaffeesiederball.at/

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khm2013

FOKUS DENKMAL
DAS HAUS DER MEDUSA. RÖMISCHE WANDMALEREI AUS ENNS
Pressegespräch: Montag, 20. November 2017 | 10 Uhr
Eröffnung: Montag, 20. November 2017 | 19 Uhr
MIT
Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums
Georg Plattner, Direktor der Antikensammlung
Markus Santner, Bundesdenkmalamt, Kurator und Projektleiter
Ausstellung: 21. November 2016 – 8. April 2018
Hochparterre, Sonderausstellungsraum
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
http://www.khm.at/besuchen/ausstellungen/das-haus-der-medusa/

 

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FOKUS DENKMAL
DAS HAUS DER MEDUSA. RÖMISCHE WANDMALEREI AUS ENNS

Nach der Präsentation der romanischen Portalreliefs des Gurker Domes 2014 ist die aktuelle Ausstellung die zweite, die in der Reihe »Fokus Denkmal« in bewährter Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt im Kunsthistorischen Museum gezeigt werden kann.

Bei archäologischen Grabungen in Enns 2000/2001 kamen sehr qualitätvolle, weitgehend zusammenhängende Flächen römischer Wand- und Deckenmalereien zutage. In der Ausstellung »Das Haus der Medusa« im Kunsthistorischen Museum werden die konservierten und restaurierten Fragmente von drei Ausstattungsphasen dieses römischen Wohnhauses gezeigt. Neben der hochqualitativen Malerei stehen auch Technologien der Bergung und Restaurierung im Fokus der Ausstellung.

 

FOKUS DENKMAL
DAS HAUS DER MEDUSA. RÖMISCHE WANDMALEREI AUS ENNS

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt

Im Jahr 2000 wurden im Vorfeld eines Parkplatzbaues in Lorch bei Enns in Oberösterreich im Rahmen einer archäologischen Notgrabung römische Wandmalereifragmente entdeckt und geborgen. Fünf große Blöcke und mehr als 60 Holzkisten voll mit einzelnen Fragmentteilen brachten den bislang wohl umfangreichsten und bedeutendsten Fund an provinzialrömischer Wandmalerei in Österreich zutage. Die Malereien waren Teil einer gewölbten Decke mit dazugehörigen Wanddekorationen und erweitern die Kenntnis um diese Kunstgattung im römischen Österreich wesentlich. Bisher waren kaum Malereikomplexe bekannt, bei denen die Ausstattung mehrerer zusammengehöriger Räume erhalten sind. Bis zu vier übereinanderliegende Putzschichten aus mehreren dekorativen Ausstattungsphasen zeigen prachtvolle figurale und dekorative Elemente. Der Erhaltungszustand der aus dem 3. Jhdt. stammenden Wandmalereien ist außergewöhnlich gut. 2012 begann in einer Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Archäologie und Konservierung-Restaurierung des Bundesdenkmalamtes die Bearbeitung dieses Fundkomplexes. Eine besondere Herausforderung stellte dabei das Finden und Wiederzusammenfügen der aus einer Vielzahl an Einzelteilen bestehenden Fragmente dar.

An der Grenze des römischen Imperiums gelegen, war Enns, das antike Lauriacum, eine bedeutende Stadt der Kaiserzeit. Gerade die exponierte Lage am Limes, für den zurzeit bei der UNESCO der Status des Weltkulturerbes beantragt wird, zeigt lehrreich, wie eine fruchtbare Schlüsselfunktion zwischen dem scheinbar Fremden und dem Eigenen erfolgreich genützt werden kann. Die hohe künstlerische Qualität der malerischen Ausstattung des Hauses beeindruckt und lässt die direkten Verbindungen der antiken Menschen an der Donau bis nach Rom lebendig werden.

Geschmackswandel und Mode brachten es mit sich, dass in den repräsentativen Räumen dieses Hauses im Laufe von zwei Jahrhunderten vier aufeinanderfolgende Ausstattungen an Wänden und Gewölbe in Auftrag gegeben wurden. In der Ausstellung werden die konservierten und restaurierten Fragmente von mindestens drei Phasen der Wand- und Deckenmalereien aus dem römischen Haus der Medusa in Enns gezeigt. Für diese Malschichten des 3. Jahrhunderts n. Chr. wurden unterschiedliche Dekorationssysteme verwendet, die sich aus den Fragmenten rekonstruieren lassen. Gerahmt von geometrischen Rapporten zeigen die Bildfelder figürliche Motive, unter anderem mehrfach das Haupt der Medusa, das heute namensgebend für das Haus geworden ist. Die Qualität der Malereien und das reiche Bildrepertoire belegen enge Kontakte zu Rom.

In der Ausstellung werden die verschiedenen Phasen dokumentiert und die antike Werktechnik vorgestellt. Neben dem archäologischen Befund des Hauses steht auch die Arbeit bei der Bergung und Restaurierung der Malereien im Vordergrund.

Die Geschichte römischer Malerei ist vorwiegend jene der Wandmalerei. Dies ist nicht lediglich ein Überlieferungszufall, sondern spiegelt den tatsächlichen Stellenwert wider. Wanddekorationen und insbesondere die zentralen Bildfelder von Wänden und Decken stellen die Hauptwerke dieser Kunstgattung dar. In besonderen Fällen waren Bildfelder nicht direkt auf die Wand, sondern auf Holz- oder Marmortafeln gemalt, die dann in die Wände eingelassen wurden. Zwei der knapp ein Dutzend erhaltenen Marmorwandtafeln sind heute in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums verwahrt und werden im Rahmen dieser Ausstellung erstmals gezeigt.

Nach der Präsentation der romanischen Portalreliefs des Gurker Domes 2014 ist die aktuelle Ausstellung zu den römischen Wandmalereien aus Enns die zweite, die in der Reihe „Fokus Denkmal“ in bewährter Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt im Kunsthistorischen Museum Wien gezeigt werden kann.

Die fortlaufenden Kooperationen mit dem Bundesdenkmalamt machen besonders augenfällig, wie Forschung, Denkmalpflege und Vermittlung ineinandergreifen können und sollen. Das Kunsthistorische Museum versteht sich als wissenschaftliche Institution und außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Die in den Sammlungen betriebene Grundlagenforschung bildet dabei immer auch eine unverzichtbare Basis für Ausstellungen. Umso wichtiger ist es, dass neben den kunsthistorischen Aspekten der antiken Wandmalereien auch die kulturhistorischen Zusammenhänge antiker Lebensformen gezeigt werden können. Zudem werden die große Kompetenz und der große Einsatz für die Erhaltung und Restaurierung dieses Kulturerbes vorgestellt.

 

 

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Joan_Jonas

Tate

TATE MODERN
JOAN JONAS
Exhibition: 14 March – 5 August 2018
Curated by: Andrea Lissoni | Julienne Lorz
Monika Bayer-Wermuth
Organised by Tate Modern and Haus der Kunst, Munich​​​​​​​
Blavatnik Building, Level 2
Bankside, London SE1 9TG
http://www.tate.org.uk
#JoanJonas
@Tate

http://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/exhibition/joan-jonas

 

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A pioneer of performance
Hero to a generation of younger artists, Joan Jonas is a pioneer of performance and video who has pushed the boundaries of art for the last five decades.

Experience the largest exhibition of Jonas’s work ever held in the UK. Early works from the late 1960s are shown alongside recent installations dealing with topical themes such as climate change and extinction. You can see her landmark installations including Organic Honey, The Juniper Tree and Reanimation.

For the first time at Tate Modern, a single artist’s work is explored in the exhibition galleries, and in film screenings in the Starr Cinema and installations in the Tanks – an experimental exhibition for an experimental artist.

Joan Jonas will also perform live alongside other artists as part of the BMW Tate Live Exhibition: Ten Days Six Nights programme.

Organised by Tate Modern and Haus der Kunst, Munich​​​​​​​

 

 

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Next spring, Tate Modern will present the largest survey of Joan Jonas’s work in the UK. Jonas (b. 1936, New York) is regarded as a pre-eminent figure in performance art who continues to influence a younger generation of artists. Reflecting the way Jonas works across many different disciplines, this groundbreaking survey will be the first of its kind at Tate, combining a gallery exhibition, a ten day live performance programme in the Tanks which will feature live performances by Jonas herself, and a film retrospective in the Starr Cinema. It will show her powerful impact on contemporary art and her dedication to pushing boundaries to this day.

The immersive exhibition at Tate Modern will celebrate Jonas’s astounding contribution over five decades, uniting some of the most important pieces from across her remarkable career. Early and late works will sit alongside each other, reflecting Jonas’s interest in revisiting her own history as can be seen in Cones/May Windows (After Mirage) – an installation originally created in 1976 which she re-made in 2011. Early works will include the iconic video Organic Honey’s Visual Telepathy 1972 which explores female identity via the artist’s sexualised alter-ego, while recent installations will include Reanimation 2010/13 and Stream or River, Flight or Pattern 2016-17 which broach the issues of climate change and animal extinction – subjects that are central to Jonas’s current practice.

 

JoanJonasReanimation

 

 

Jonas originally trained as a sculptor but quickly began experimenting with performance art, video and props after meeting influential choreographers Trisha Brown and Yvonne Rainer in the 1960s. Her revolutionary early practice in New York’s downtown arts scene would inspire a generation of performance artists and thinkers. A unique display of photographs by her contemporaries including Richard Serra and Peter Campus will illustrate this seminal moment in performance art history. Tate Modern will also reveal a range of important items from Jonas’s personal collections, such as masks, crystals and items collected on her travels, which have inspired or featured in her work.

Key themes from Jonas’s five decades of performance will be explored, from her use of sound to the influence of Japanese noh theatre. Her passion for story-telling will be seen in works such as The Juniper Tree 1976/1994, in which Jonas uses 29 wooden balls, a ladder, a kimono and more to retell a Brothers Grimm fairytale about an evil stepmother and her family. A later installation and performance created for Documenta 11, Lines in the Sand 2002, reworks the myth of Helen of Troy to reference contemporary political events.

 

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In addition to this exhibition of installations and video works, Jonas will be the subject of this year’s BMW Tate Live Exhibition – an innovative ten day programme of live performance art in the Tanks. Jonas herself will perform some of her most famous works such as Mirror Pieces 1968-71 alongside works by close collaborators. A specially curated selection of Jonas’s influential film works will be screened in the Starr Cinema in May, adding a third dimension to Tate Modern’s long awaited survey of this performance art pioneer.

Joan Jonas will be curated in close collaboration with the artist by Andrea Lissoni, Senior Curator of International Art (Film), Tate Modern and Julienne Lorz, Curator, Haus der Kunst, Munich with Monika Bayer-Wermuth, Assistant Curator, Tate Modern. The exhibition will be accompanied by a fully illustrated catalogue and a programme of talks and events in the gallery. The show will tour to Haus der Kunst, Munich, in 2018.

Image credit: Joan Jonas The Juniper Tree, 1976, Tate:purchased with funds provided by American Fund for the Tate Gallery 2008. Wilkinson Gallery, London, 2008. Photo courtesy Wilkinson Gallery, London, photo by Peter White
© 2017 Joan Jonas : Artists Rights Society (ARS), New York : DACS, London.

 

 

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Christine_de_Grancy

cronewien17-47-41CRONE WIEN
BOWIE IN GUGGING
PHOTOGRAPHS BY CHRISTINE DE GRANCY
Opening: Eröffnung:
Tuesday, 21. November 2017 | 7 – 9 pm
Dienstag, 21. November 19 – 21 Uhr
Exhibition: 22. November 2017 – 12. January 2018
Crone Wien I Getreidemarkt 14 I 1010 Wien
http://www.galeriecrone.com/

https://www.facebook.com/events/365014517266990/

 

chdegann

Christine de Grancy | Bowie in Gugging | David Bowie 8. September 1994

 

BOWIE IN GUGGING I PHOTOGRAPHS BY CHRISTINE DE GRANCY
Am 8. September 1994 verbrachte David Bowie einen Tag in Gugging, einer psychatrischen Einrichtung, in der geistig behinderte Patienten zunächst aus Therapiegründen zur Kunstausübung ermuntert wurden und die sich später zu einer der bedeutendsten Künstlerkolonien der Art Brut entwickelte. Der Besuch in Gugging gab Bowie einen entscheidenden Anstoß für sein Album „Outside“, auf dem sich alle Songs ausschliesslich mit Kunst und menschlicher Existenz außerhalb der Norm befassen. Die Fotografin Christine de Grancy begleitete David Bowie bei diesem Besuch und hielt seine Begegnung mit den Gugginger Künstlern auf stillen, privaten, intimen Fotos fest. In der Ausstellung „Bowie in Gugging“ werden die Bilder nun erstmals öffentlich gezeigt.

 

ChristinedeGrancyBowie1.jpeg08-David Bowie mit Johann Korec im Haus der Künstler, Gugging 8. September © Christine de Grancy

 

On September 8, 1994, David Bowie spent a day in Gugging, a psychiatric institution where patients with mental disorder were first encouraged to participate in art therapy, and which later became one of the most important art colonies and centers for Art Brut. This visit to Gugging has given Bowie a decisive impuls for his album „Outside“, on which all songs deal with art and human existence beyond our norm. The photographer Christine de Grancy accompanied David Bowie on this visit and captured the quiet, private, intimate moments of his encounter with the Gugging artists on camera. In the exhibition „Bowie in Gugging“ de Grancy’s pictures will be shown and released for the very first time.

http://www.galeriecrone.com/

 

 

Christine de Grancy im Gespräch – oe1.ORF.at
Für die Menschen, die sie fotografiert, nimmt sie sich viel Zeit. Denn das Leben anderer verlange, dass man sie respektvoll behandle, sagt de Grancy. Mit ihren Fotografien kommt sie Menschen nahe, ohne ihnen zu nahe zu treten. Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Fotografin Christine de Grancy.

Archiv – Internationaler Frauentag
Christine Grancy
Da capo: Im Gespräch, 18. März 2016

00:00/ 58:40

http://oe1.orf.at/archiv_frauentag
http://oe1.orf.at/artikel/434935

 

 

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Christine de Grancy
geboren 1942 in Brünn; eigentlich Christine Senarclens de Grancy
ist eine österreichische Fotografin.

Christine de Grancy wurde als Tochter einer protestantischen Berliner Mutter geboren. Ihren Vater, der im Zweiten Weltkrieg als Techniker mehrere Wochen lang Transportflüge ins eingeschlossene Stalingrad durchführte und 3 Wochen vor Kriegsende in der Lüneburger Heide fiel, lernte sie nie kennen. Ihr Großvater mütterlicherseits, Siegfried Wagner, unterstützte als Offizier das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944.[2]
Nach Aufenthalten in Berlin, in der Lüneburger Heide und in Bayern verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend in Graz. Dort absolvierte sie eine Ausbildung in Keramik, Töpferei und Gebrauchsgraphik an der Kunstgewerbeschule bei Hans Adametz. Ab 1963 arbeitete sie vorwiegend als Graphikerin und Art Director in Wiener Werbeagenturen.[2]
Im Anschluss an einen mehrmonatigen Aufenthalt in Patmos begann sie 1965 zu fotografieren. Eine Begegnung mit André Heller 1970 führte zu Freundschaft und Zusammenarbeit. 1979 wurde sie von Achim Benning als Fotografin für das Burgtheater engagiert. Ab den 1980er Jahren entstand eine Reihe von Bildbänden, die sich sowohl mit europäischen als auch mit afrikanischen und asiatischen Kulturphänomen befassten. Sie wandelte mit Vorliebe an den Rändern der sogenannten Zivilisation. 1983 war sie erstmals in der Westsahara und dokumentierte in der Folge die Tuareg und 1987 den Freiheitskampf der Polisario. In Russland spürte sie Wolga-Welten nach, weitere fotografische Reisen und Langzeitaufenthalte führten sie nach Griechenland, Algerien, Kurdistan, Georgien und Niger, nach Pakistan, China und Japan. In Wien erkundete sie die Dachlandschaften (1994) und die verborgene Welt der aus dem Iran emigrierten Juden (entstanden in den 1990er Jahren, ausgestellt erstmals 2015 im Jüdischen Museum Wien).

 

ChristinedeGrancyBowie21-David Bowie bei August Walla, im Haus der Künstler, Gugging 8. September 1994 © Christine de Grancy

 

Ausstellungen zeigten ihre Werke unter anderem in Paris und Perpignan, New York, Tokio, Beirut, im Museum Moderner Kunst in Passau, bei der Biennale in Turin sowie in Mailand. Sie arbeitete mit namhaften Schriftstellern Österreichs zusammen – darunter Barbara Frischmuth, Erika Pluhar und Gerhard Roth. Zu ihren langjährigen Freunden zählt auch die Wiener Fotografin Gabriela Brandenstein.
Anlässlich der Eröffnung ihrer Personale Christine de Grancy. An Ort und Stelle im Wiener WestLicht 2002 betonte der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ihren Status als Geschichtenerzählerin. Sie erzähle Geschichten von fernen Völkern und fernen Kulturkreisen, von den Menschen, deren Alltag und Lebensgewohnheiten. „Sie ist eine Ethnologin, die die Menschen und deren Lebensumstände mit der Kamera erforscht.“ Andre Heller hielt die Laudatio und bezeichnete Christine de Grancy als „Augnerin“ wegen „ihrer Wahrnehmungsfähigkeit, Ihrer Genauigkeit und der kostbaren Art des Schauens“.[3
https://de.wikipedia.org/wiki/Christine_de_Grancy

 

 

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Peter_Jellitsch

Crone

CRONE WIEN
PETER JELLITSCH I Patents and Palm Trees
Opening: Eröffnung:
Tuesday, 21. November 2017 | 7 – 9 pm.
Dienstag, 21. November 19 – 21 Uhr
Exhibition: 22. November 2017 – 12. January 2018.
Crone Wien I Getreidemarkt 14 I 1010 Wien
http://www.galeriecrone.com/

https://www.facebook.com/events/231111930759526/

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PETER JELLITSCH I Patents and Palm Trees

solo show by PETER JELLITSCH
New paper works and a large scale wall installation are shown.
They deal with our new awareness between DIGITAL REALITY and
ANALOG ILLUSION.

Peter Jellitsch
*1982 in Villach, lives and works in Vienna (AT)

2003 – 2010 Academy of Fine Arts Vienna

Teaching:
since 2012 Lecturer, Academy of Fine Arts Vienna (Institute of Fine Arts)

Crone Wien I Getreidemarkt 14 I 1010 Wien
http://www.galeriecrone.com/

 

 

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Internationale_biennale_Architettura

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Biennale Architettura 2018
16. Mostra Internazionale di Architettura
Internationale biennale Architettura 2018
Freespace
Preview: 24. May 2017
25. May 2017
Exhibition:  26. May – 25. November 2018
Giardini | Arsenale
and around other venues in Venice.
http://www.labiennale.org/it/architettura/2018
Freespace
Venezia, 26. May – 25. November 2018

Paolo Baratta, President of La Biennale di Venezia

 The curators are Irish architects Yvonne Farrell and Shelley McNamara

May 26th to November 25th2018 | Preview May 24th and 25th in the Giardini and the Arsenale, and around other venues in Venice.

Yvonne Farrell and Shelley McNamara titled the 16th International Architecture Exhibition  Freespace, and explained their choice with the following words:

«Freespace describes a generosity of spirit and a sense of humanity at the core of architecture’s agenda, focusing on the quality of space itself.

Freespace focuses on architecture’s ability to provide free and additional spatial gifts to those who use it and on its ability to address the unspoken wishes of strangers.

Freespace celebrates architecture’s capacity to find additional and unexpected generosity in each project – even within the most private, defensive, exclusive or commercially restricted conditions.

Freespace provides the opportunity to emphasise nature’s free gifts of light – sunlight and moonlight, air, gravity, materials – natural and man-made resources.

Freespace encourages reviewing ways of thinking, new ways of seeing the world, of inventing solutions where architecture provides for the  well being and dignity of  each citizen of this fragile planet.

Freespace can be a space for opportunity, a democratic space, un-programmed and free for uses not yet conceived. There is an exchange between people and buildings that happens, even if not intended or designed, so buildings themselves find ways of sharing and engaging with people over time, long after the architect has left the scene.

Architecture has an active as well as a passive life.

Freespace encompasses freedom to imagine, the free space of time and memory, binding past, present and future together, building on inherited cultural layers, weaving the archaic with the contemporary.

 

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The curators are Irish architects Yvonne Farrell and Shelley McNamara

 

Freespace

«With the theme of Freespace, the Biennale Architettura 2018 will present for public scrutiny examples, proposals, elements – built or unbuilt – of work that exemplifies essential qualities of architecture which include the modulation, richness and materiality of surface; the orchestration and sequencing of movement, revealing the embodied power and beauty of architecture.
The exhibition will have a spatial, physical presence of a scale and quality, which will impact on the visitor, communicating architecture’s complex spatial nature.
The exhibition invites emotional and intellectual engagement of the many who come to the Biennale in order to understand architecture more fully, to stimulate discussion on core architectural values and to celebrate architecture’s proven and enduring contribution to humanity.
When Jørn Utzon thinks about a concrete and tiled seat at the entrance of Can Lis, Majorca, it is moulded perfectly to the human body for comfort and pleasure. Spatially, it is a ‘word’ of greeting, of welcome.
Angelo Mangiarotti ‘says’ the same thing at the entrance to 24 Via Quadronno, Milan where a gently sloping path, with a seat at the entrance threshold ‘holds’ you and welcomes you home from the city.
Lina Bo Bardi raised the museum of modern art in Sao Paolo in order to make a ‘belvedere’ for the citizens to overlook the city.
The Medici Palace in Florence represents power and wealth but the stone seat which forms part of the solid façade almost turns the building inside out. The solid wall becomes the enclosing wall of the public space. What is solid seems outward looking and generous.
We believe that everyone has the right to benefit from architecture. The role of architecture is to give shelter to our bodies and to lift our spirits. A beautiful wall forming a street edge gives pleasure to the passer-by, even if they never go inside. So too does a glimpse into a courtyard through an archway; or a place to lean against in the shade or a recess which offers protection from the wind and rain.
We are interested in going beyond the visual, emphasizing the role of architecture in the choreography of daily life.
We see the earth as Client. This brings with it long-lasting responsibilities. Architecture is the play of light, sun, shade, moon, air, wind, gravity in ways that reveal the mysteries of the world. All of these resources are free.
It is examples of generosity and thoughtfulness in architecture throughout the world that will be celebrated in the 16th International Architecture Exhibition. We believe these qualities sustain the fundamental capacity of architecture to nurture and support meaningful contact between people and place. We focus our attention on these qualities because we consider that intrinsic to them are optimism and continuity.
Architecture that embodies these qualities and does so with generosity and a desire for exchange is what we call Freespace.
We invite all participants and every national pavilion to bring to Venice their Freespace, so together we may reveal the diversity, specificity and continuity in architecture based on people, place, time, history, to sustain the culture and relevance of architecture on this dynamic planet.

“A society grows great when old men plant trees whose shade they know they shall never sit in” – Greek Proverb.»

http://www.labiennale.org/it/architettura/2018

 

 

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Foto: © Foto EstherAttar-Machanek
Freespace

Bundeskanzleramt
Pressekonferenz mit Bundesminister Drozda
und Kommissärin Verena Konrad
zur 16. Architektur-Biennale in Venedig
Pressegespräch: Montag, 6. November 2017
Österreich-Beitrag für die
16. Internationale Architekturausstellung
„La Biennale di Venezia 2018“
Palais Dietrichstein, Minoritenplatz 3, 1010 Wien
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/live

 

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Foto: © Foto Esther Attar-Machanek

Bundesminister Drozda:  Freiraum ist ein hochpolitisches Thema
Pressegespräch mit Kommissärin Verena Konrad zur 16. Architektur-Biennale in Venedig
Budget für österreichischen Beitrag auf 450.000 Euro erhöht
„Der kommende Österreich-Beitrag für die Architektur-Biennale steht unter dem Titel ‚Freespace‘. Ein hochpolitisches Thema also, in dem sich die Verhandlung zwischen privatem und öffentlichem Raum manifestiert. Dieter Henke und Marta Schreieck, das Tiroler Architektenbüro LAAC und das österreichisch-amerikanische Duo Sagmeister und Walsh werden uns bei der kommenden Biennale eine Idee davon geben, was Raum ist, wer den Raum gestaltet und wem er überhaupt gehört“, sagte Kulturminister Thomas Drozda heute, Montag, anlässlich der Vorstellung des österreichischen Beitrags zur 16. Internationalen Architekturausstellung „La Biennale di Venezia 2018“. Österreich wird zum 12. Mal an der Architektur-Biennale teilnehmen.
„Um der Kommissärin den größtmöglichen Freiraum zu geben, habe ich das Budget für den österreichischen Beitrag um 50.000 Euro auf insgesamt 450.000 Euro erhöht. Mit Verena Konrad haben wir eine Kommissärin, die als Kennerin der österreichischen und internationalen Architekturszene hohes Ansehen genießt. Sie wird beim kommenden Österreich-Beitrag in Venedig sowohl ihre Arbeit als Architekturvermittlerin fortsetzen und gleichzeitig auf das utopische Potenzial der Architektur verweisen“, so Drozda.
Die sorgfältig ausgewählten Teams für den österreichischen Beitrag würden perfekt zum Titel des heurigen Beitrags „Gebaute Landschaft“ passen. Schon der Titel verweise auf das von Menschen Gemachte, im Widerspiel beziehungsweise im Zusammenspiel mit der Natur. „Gerade die Gestaltung des öffentlichen und halböffentlichen Raums prägt unsere Welterfahrung ungemein. Ich möchte fast sagen, sie schreibt sich in den Menschen ein. Es ist also nicht nur ein Thema für Architekturtheoretikerinnen und -theoretiker, sondern es betrifft die konkrete Lebenspraxis aller Menschen“, so der Kulturminister, der der kommenden Architekturbiennale mit großer Spannung entgegenblickt.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass Österreich mit diesem Beitrag auch im internationalen Architekturkontext reüssieren wird. Herzlichen Dank und gutes Gelingen an Verena Konrad und ihre drei Teams“, so Drozda abschließend.

Bundeskanzleramt Österreich / Bundespressedienst
https://www.bundeskanzleramt.at

 

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Gemäldegalerie_im_Theatermuseum

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THEATERMUSEUM – KHM Wien
Palais Lobkowitz
BOSCH TRITT AUF
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum
Pressekonferenz
Montag, 6. November 2017 | 11 Uhr
Am Podium im Eroica-Saal:
SABINE HAAG, Generaldirektorin des KHM Wien
THOMAS TRABITSCH, Direktor des Theatermuseums
EVA BLIMLINGER, Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien
JULIA M. NAUHAUS, Kuratorin und Direktorin /Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und Glyptothek der Akademie der bildenden Künste Wien
Kurator RENE SCHOBER
Anwesend:
JEROME JUNOD, Autor und Regisseur
JONAS BURGERT, Künstler
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
https://www.theatermuseum.at
http://www.khm.at/

 

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Hieronymus Bosch, Weltgerichts-Triptychon, Detail aus dem Höllenflügel, um 1490 bis um 1505 (c) Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

 

THEATERMUSEUM – KHM Wien
Palais Lobkowitz
BOSCH TRITT AUF
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
zu Gast im Theatermuseum

BOSCH | REMBRANDT | RUBENS | TIZIAN | VAN DYCK
VON CRANACH BIS FÜGER
Eröffnung: Dienstag, 7. November 2017 | 19 Uhr
Die Neupräsentation der Schausammlung

BOSCH & BURGERT
Jonas Burgert. Ihr Schön
Aus der Reihe “Korrespondenzen”
Eröffnung: Dienstag, 7. November 2017 | 19 Uhr
Ausstellung: 8. November 2017 – 2. April 2018

THOMAS ENDER
Von Triest nach Rio de Janeiro
Eröffnung: Dienstag, 7. November 2017 | 19 Uhr
Ausstellung: 8. November 2017 – 18. Februar 2018
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
https://www.theatermuseum.at
http://www.khm.at/
http://www.akademiegalerie.at/de/Ausstellungen/Ausstellungen%202017/Neupraesentation%20der%20Schausammlung

 

Wiedereröffnung der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
ins Theatermuseum.

Es ist soweit – die Gemäldegalerie ist von der Akademie der bildenden Künste Wien am Schillerplatz in das Theatermuseum am Lobkowitzplatz übersiedelt. Dort wird sie ab 8. November 2017 für die drei Jahre anberaumte Bestandssanierung des von Theophil Hansen errichteten Ringstraßenbaus gastieren.

Im Palais Lobkowitz werden mit Werken von Hieronymus Bosch über Rubens, Rembrandt und Van Dyck bis hin zu Tiepolo, Guardi oder Heinrich Friedrich Füger die Highlights aus dem Sammlungsbestand der Gemäldegalerie in neuer Hängung präsentiert. Weiters wird es zwei Sonderausstellungen zum Start geben, einerseits mit “Bosch & Burgert” eine weitere Folge der Reihe “Korrespondenzen”, in der ein monumentales Gemälde des Berliner Malers Jonas Burgert Boschs Weltgerichtsaltar gegenübergestellt wird. Andererseits zeigt das Kupferstichkabinett, anlässlich des 200jähringen Jubiläums der österreichischen Brasilien-Expedition, in der Ausstellung “Thomas Ender – Von Triest nach Rio de Janeiro” eine repräsentative Auswahl an Aquarellen und Zeichnungen Thomas Enders von der dreimonatigen Überfahrt nach Südamerika.

Mit einer Neuaufstellung der Sammlung ist die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ab Herbst 2017 im Theatermuseum zu Gast – vorübergehend für ca. 3 Jahre während der Bestandssanierung des Akademie-Gebäudes am Schillerplatz.
In den prachtvollen Räumen des barocken Palais Lobkowitz werden die Spitzenwerke der europäischen Malerei permanent ausgestellt, neben dem Highlight, dem Jüngsten Gericht von Hieronymus Bosch, Hauptwerke von Lucas Cranach d. Ä., von Botticelli, Tizian, Rubens oder Van Dyck sowie von Rembrandt und den Meistern des Goldenen Jahrhunderts der holländischen Malerei. Ebenso zu sehen sein werden Werke aus dem 18. Jahrhundert und dem Wiener Klassizismus, vertreten durch Tiepolo, Guardi, Lampi oder Füger.

Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien gehört zu den international bedeutenden Kunstsammlungen Österreichs und umfasst heute etwa 1200 Gemälde vom 15. bis zum 20. Jahrhundert.

Seit Gründung der Akademie 1692 ist sie Teil einer der ältesten Kunstuniversitäten Europas. Von Beginn an diente sie als Lehrsammlung und Anschauungsmaterial für angehende Künstler_innen und für die Dozent_innen.

Den Grundstock bilden daher Aufnahmestücke von Akademiemitgliedern und Preisstücke von Studierenden sowie Werke der Professoren.

Durch das Legat von Anton Paul Graf von Lamberg-Sprinzenstein wurde die Kollektion im Jahr 1822 um herausragende Spitzenwerke europäischer Malerei bereichert. Da Lamberg-Sprinzenstein in seinem Testament festlegte, seine Kollektion solle der Öffentlichkeit zugänglich sein, führte dies zur Gründung des ersten Kunstmuseums in Wien.
Das Herzstück ist das um 1500 entstandene Weltgerichts-Triptychon von Hieronymus Bosch (1450/55-1516). Es ist das zweitgrößte Werk des niederländischen Künstlers und eines der faszinierendsten Meisterwerke der Kunstgeschichte, das bis heute Rätsel aufgibt. Es zieht den/die Betrachter_in mit einer Fülle von Details und Szenen mit Mischwesen, Monstern und Dämonen in den Bann. Boschs Mahnung, sich von den Todsünden Zorn, Völlerei und Trunksucht, Faulheit, Habsucht und Geiz, Neid, Wollust oder Hochmut und Eitelkeit fernzuhalten, hat an Aktualität nichts verloren.

Herausragende Gemälde altdeutscher und altniederländischer Malerei stammen von Lucas Cranach d. Ä., Hans Baldung gen. Grien und Dirk Bouts. Die italienische Malerei des 14. bis 16. Jahrhunderts ist mit Künstlern wie Botticelli, Antonio da Fabriano und Tizian vertreten, die italienische Barockmalerei mit Mattia Preti, Luca Giordano und Filippo Lauri. Im Venedig des 18. Jahrhunderts malten Giovanni Battista Tiepolo und Francesco Guardi.
Der Bestand an spanischer und französischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts enthält Gemälde von so bedeutenden Malern wie Bartolomé Estéban Murillo, Claude Lorrain, Claude Joseph Vernet und Pierre Subleyras.

Graf Lamberg-Sprinzenstein hatte eine ausgesprochene Vorliebe für die bürgerliche holländische Malerei des sogenannten Goldenen Zeitalters, also des 17. Jahrhunderts.

Zu nennen sind hier unter anderem Werke von Pieter Codde, Dirk Hals, Jan van der Heyden, Pieter de Hooch, Samuel van Hoogstraten, Adriaen van Ostade, Rembrandt, Rachel Ruysch, Isaac und Jacob van Ruisdael oder Philips Wouwerman.

 

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Eine Besonderheit sind Werke von niederländischen Künstlern, die nach Italien reisten, den sogenannten Italianisanten. Hierzu zählen Jan Both, Karel Du Jardin oder Jan Asselijn, von dem die Gemäldegalerie die größte Werkgruppe im deutschsprachigen Bereich bewahrt.
Die flämische Malerei des 17. Jahrhunderts ist neben Werken von Anthonis Van Dyck und Jacob Jordaens vor allem bedeutend aufgrund der großen Gruppe an Gemälden von Peter Paul Rubens und seiner Werkstatt.
Neben großformatigen Werken sind hier insbesondere die zahlreiche Skizzen und Studien hervorzuheben, denn sie stammen mit Sicherheit von der Hand des berühmten Meisters selbst.

Die Schausammlung bietet dem Besucher einen Überblick über die wichtigsten kunsthistorischen Epochen vom Mittelalter bis zur Kunst um 1800 im Umkreis der Wiener Akademie.
Zu den wichtigen Malern, die damals an der Akademie lehrten, zählt unter anderem der Professor für Historienmalerei Heinrich Friedrich Füger.

Bild: Anthonis Van Dyck, Selbstbildnis, um 1614 (c) Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Hieronymus Bosch (1450/55-1516), Weltgerichts-Triptychon, Mitteltafel, um 1490 bis um 1505, Öltempera auf Eiche, © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.
Tizian (um 1490-1576), Tarquinius und Lucretia, um 1570 bis 1576, Öl auf Leinwand, © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.
Rembrandt (1606-1669), Bildnis einer jungen Frau, 1632, Öl auf Leinwand,© Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.
Peter Paul Rubens (1577-1640), Die drei Grazien, um 1626, Öl auf Eiche,© Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.

 

 

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
zu Gast im Theatermuseum
BOSCH | REMBRANDT | RUBENS | TIZIAN | VAN DYCK
VON CRANACH BIS FÜGER
Eröffnung: Dienstag, 7. November 2017 | 19 Uhr
Die Neupräsentation der Schausammlung
Ausstellung:
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
http://www.akademiegalerie.at/de/Ausstellungen/Ausstellungen%202017/Neupraesentation%20der%20Schausammlung

 

bischd-2Anthonis Van Dyck, Selbstbildnis, um 1614 (c) Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

 

VON CRANACH BIS FÜGER zum Sammlungsfolder
Ab 8. November 2017
Mit einer Neuaufstellung der Sammlung ist die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ab Herbst 2017 im Theatermuseum zu Gast – vorübergehend für ca. 3 Jahre während der Bestandssanierung des Akademie-Gebäudes am Schillerplatz.
In den prachtvollen Räumen des barocken Palais Lobkowitz werden die Spitzenwerke der europäischen Malerei permanent ausgestellt, neben dem Highlight, dem Jüngsten Gericht von Hieronymus Bosch, Hauptwerke von Lucas Cranach d. Ä., von Botticelli, Tizian, Rubens oder Van Dyck sowie von Rembrandt und den Meistern des Goldenen Jahrhunderts der holländischen Malerei. Ebenso zu sehen sein werden Werke aus dem 18. Jahrhundert und dem Wiener Klassizismus, vertreten durch Tiepolo, Guardi, Lampi oder Füger.
Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien gehört zu den international bedeutenden Kunstsammlungen Österreichs und umfasst heute etwa 1200 Gemälde vom 15. bis zum 20. Jahrhundert.

Seit Gründung der Akademie 1692 ist sie Teil einer der ältesten Kunstuniversitäten Europas. Von Beginn an diente sie als Lehrsammlung und Anschauungsmaterial für angehende Künstler_innen und für die Dozent_innen.

Den Grundstock bilden daher Aufnahmestücke von Akademiemitgliedern und Preisstücke von Studierenden sowie Werke der Professoren.

Durch das Legat von Anton Paul Graf von Lamberg-Sprinzenstein wurde die Kollektion im Jahr 1822 um herausragende Spitzenwerke europäischer Malerei bereichert. Da Lamberg-Sprinzenstein in seinem Testament festlegte, seine Kollektion solle der Öffentlichkeit zugänglich sein, führte dies zur Gründung des ersten Kunstmuseums in Wien.
Das Herzstück ist das um 1500 entstandene Weltgerichts-Triptychon von Hieronymus Bosch (1450/55-1516). Es ist das zweitgrößte Werk des niederländischen Künstlers und eines der faszinierendsten Meisterwerke der Kunstgeschichte, das bis heute Rätsel aufgibt. Es zieht den/die Betrachter_in mit einer Fülle von Details und Szenen mit Mischwesen, Monstern und Dämonen in den Bann. Boschs Mahnung, sich von den Todsünden Zorn, Völlerei und Trunksucht, Faulheit, Habsucht und Geiz, Neid, Wollust oder Hochmut und Eitelkeit fernzuhalten, hat an Aktualität nichts verloren.

Herausragende Gemälde altdeutscher und altniederländischer Malerei stammen von Lucas Cranach d. Ä., Hans Baldung gen. Grien und Dirk Bouts. Die italienische Malerei des 14. bis 16. Jahrhunderts ist mit Künstlern wie Botticelli, Antonio da Fabriano und Tizian vertreten, die italienische Barockmalerei mit Mattia Preti, Luca Giordano und Filippo Lauri. Im Venedig des 18. Jahrhunderts malten Giovanni Battista Tiepolo und Francesco Guardi.
Der Bestand an spanischer und französischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts enthält Gemälde von so bedeutenden Malern wie Bartolomé Estéban Murillo, Claude Lorrain, Claude Joseph Vernet und Pierre Subleyras.

Graf Lamberg-Sprinzenstein hatte eine ausgesprochene Vorliebe für die bürgerliche holländische Malerei des sogenannten Goldenen Zeitalters, also des 17. Jahrhunderts.

Zu nennen sind hier unter anderem Werke von Pieter Codde, Dirk Hals, Jan van der Heyden, Pieter de Hooch, Samuel van Hoogstraten, Adriaen van Ostade, Rembrandt, Rachel Ruysch, Isaac und Jacob van Ruisdael oder Philips Wouwerman.

Eine Besonderheit sind Werke von niederländischen Künstlern, die nach Italien reisten, den sogenannten Italianisanten. Hierzu zählen Jan Both, Karel Du Jardin oder Jan Asselijn, von dem die Gemäldegalerie die größte Werkgruppe im deutschsprachigen Bereich bewahrt.
Die flämische Malerei des 17. Jahrhunderts ist neben Werken von Anthonis Van Dyck und Jacob Jordaens vor allem bedeutend aufgrund der großen Gruppe an Gemälden von Peter Paul Rubens und seiner Werkstatt.
Neben großformatigen Werken sind hier insbesondere die zahlreiche Skizzen und Studien hervorzuheben, denn sie stammen mit Sicherheit von der Hand des berühmten Meisters selbst.

Die Schausammlung bietet dem Besucher einen Überblick über die wichtigsten kunsthistorischen Epochen vom Mittelalter bis zur Kunst um 1800 im Umkreis der Wiener Akademie.
Zu den wichtigen Malern, die damals an der Akademie lehrten, zählt unter anderem der Professor für Historienmalerei Heinrich Friedrich Füger.

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
zu Gast im Theatermuseum
BOSCH & BURGERT
Jonas Burgert. Ihr Schön
Aus der Reihe “Korrespondenzen”
Eröffnung: Dienstag, 7. November 2017 | 19 Uhr
Ausstellung: 8. November 2017 – 2. April 2018
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
https://www.theatermuseum.at
http://www.khm.at/
https://www.jonasburgert.de

 

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 Jonas Burgert, Ihr Schön, 2016 (c) Lepkowski Studios 2016

 

BEGLEITPROGRAMM zur Ausstellung

Ausstellungsführungen
Samstag, 11. November 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 25. November 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 9. Dezember 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 23. Dezember 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 6. Jänner 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 20. Jänner 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 3. Februar 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 24. Februar 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 10. März 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 24. März 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 31. März 2018 | 15.30 Uhr

Kuratorinnenführungen
Mit Dr. Julia M. Nauhaus
Donnerstag, 7. Dezember 2017 | 16.30 Uhr
Donnerstag, 25. Jänner 2018 | 16.30 Uhr
Donnerstag, 22. Februar 2018 | 16.30 Uhr

Bosch & Burgert Korrespondenzen
Künstlergespräch
Donnerstag, 15. März 2018 | 19.00 Uhr
Die Wiener Kunstkritikerin Nina Schedlmayer im Gespräch
mit dem Maler Jonas Burgert, Berlin, und Julia M. Nauhaus,
Direktorin von Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und
Glyptothek der Akademie der bildenden Künste Wien

Bosch & Burgert
Korrespondenzen

JJonas Burgert zählt heute zu den spannendsten Künstlern der zeitgenössischen Figuration. Er malt monumentale, manchmal riesenhafte Bilder – wie jüngst das 22 Meter lange Werk Zeitlaich.
Seine Gemälde baut der Maler altmeisterlich auf, von dunklen Gründen zu leuchtender Farbigkeit gehend, die in ihrer Tonalität immer kühler wird. Die figurenreichen und farbintensiven, theatralischen Werke des Künstlers erzählen von Absurditäten, Widersprüchen und Hoffnungen, von unseren alltäglichen Alpträumen. Auf den ersten Blick scheint das Chaos auf den Leinwänden zu regieren. Burgert breitet ein Welttheater vor uns aus, doch geht es ihm nicht um Politik oder Gesellschaftskritik, sondern um das menschliche Grundbedürfnis von Sinnerfüllung und Sehnsucht nach Transzendenz. Der Mensch ist sich selbst der größte Feind, es geht Burgert um die innere Verfassung des Menschen, um Emotionen.

Der Künstler sagte 2013 in einem Interview: »Ich male einen Ort außerhalb der Zeit, eine Bühne, auf der wir unsere Existenz verhandeln. Mit meiner Malerei will ich Räume unserer geistigen Repräsentanz schaffen.«
In Burgerts Gemälden gibt es keine durchgehende Erzählung, collagehaft setzt er Szenen aneinander, die menschlichen Figuren sind vereinzelt. Genau dies ist
auch bei Hieronymus Boschs 500 Jahre früher entstandenem Jüngsten Gericht der Fall. Bei Bosch wie bei Burgert muss der Betrachter, die Betrachterin sich in das »Wimmelbild« einsehen, erst nach und nach erkennt er oder sie einzelne Figuren und Szenen.
Ein charakteristisches Beispiel für Jonas Burgerts Kunst ist Ihr Schön aus dem Jahr 2016, das der Maler selbst für den Dialog mit Boschs Wiener Weltgericht
ausgesucht hat.
Typisch in Burgerts Gemälden sind Personen mit turbanartigen Kopfbedeckungen, die an Bandagen erinnern, die Figuren sind umwickelt von Bändern, in diesen verschlungen, gefesselt. Die Bänder verbinden die Figuren auch. Bei Bosch werden die Menschen von Dämonen und Teufeln gemartert, zersägt, gequält und für ihre Sünden bestraft; auch Burgerts Menschen
wirken oft ernst, scheinen sich selbst zu quälen und an innerer Qual zu leiden. Bei einigen Figuren ist nicht eindeutig klar, ob es sich um einen Menschen oder
vielleicht auch um einen Affen handelt.
Die Frau mit dem gelben »Turban« in der Mitte des Bildes hat eine Hand, die aus Zweigen und Ästen besteht – Mischwesen bei Bosch wie bei Burgert.
Ein weiteres verbindendes Element zwischen den beiden Malern ist die Farbe: Bei Bosch sind es die leuchtenden Rot-, Blau- und Grüntöne in Öltempera
auf Eichenholz, die auch nach 500 Jahren nichts von ihrer Leuchtkraft verloren haben. Boschs Figuren sind ebenfalls auf dunkle, meist braune Untergründe
gesetzt. Die Farben Burgerts entsprechen dem 21. Jahrhundert, oft grell und neonfarben. Der Maler selbst äußerte: »Über die Farbe versuche ich, den Zynismus unserer Gegenwart zu dokumentieren, den scheinwerfergrellen
Unterhaltungswahnsinn der Medien, dem wir alle ausgeliefert sind.«
Und die Frau in der Mitte, die in ein schwarzweiß-gestreiftes
Tuch gehüllt ist und uns unverwandt anblickt? Ist sie eine moderne Verkörperung der Superbia, also des Hochmuts, der Eitelkeit oder des Stolzes, die bei Bosch nackt und mit gesenktem Blick von einem Drachen zum Tanz geführt wird oder ist sie ihr Gegenbild? Die Betrachter_innen sind aufgefordert, sich selbst ein »Bild« zu machen – bei Bosch wie bei Burgert.
Julia M. Nauhaus

Geboren 1969 in Berlin
1991-1996 Studium an der Universität der Künste Berlin
1997 Meisterschüler von Dieter Hacker
2006 Einzelausstellung in der Produzentengalerie Hamburg
In der Folge Einzelausstellungen in Berlin, Denver/USA, London, Tübingen, Krems, zuletzt in Hamburg (Hälfte Schläfe, Produzentengalerie, Hamburg, 2016), Bologna (Lotsucht/Scandagliodipendenza, MAMbo – Museo d`Arte Moderna di Bologna, 2016), Mumbai/Indien (Schlier, Galerie ISA, 2017) und Berlin (Zeitlaich, Blain | Southern, Berlin, 2017)
Teilnahme an zahlreichen Gruppenausstellungen in Deutschland, Belgien, Großbritannien, Österreich, Libanon, USA, Schweden und Italien
Jonas Burgert lebt und arbeitet in Berlin.
Seine Werke wurden 2011 in der Kunsthalle Krems gezeigt. Nun ist eines seiner Werke erstmals in Wien zu sehen.

https://www.jonasburgert.de

 

Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
zu Gast im Theatermuseum
THOMAS ENDER
Von Triest nach Rio de Janeiro
Eröffnung: Dienstag, 7. November 2017 | 19 Uhr
Ausstellung: 8. November 2017 – 18. Februar 2018
Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
https://www.theatermuseum.at
http://www.khm.at/

 

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Thomas Ender, “Die Schiffsbande während der Fahrt am Ocean. Fregatte Austria”, 1817 (c) Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien

Ansichten von Städten und deren Umgebung, die bei meist wetterbedingten Landgängen besucht wurden. Dabei nutzte Ender jede Gelegenheit seine Fertigkeiten zu erproben. Zunehmend gelang es ihm dabei die Atmosphäre, das Licht und seine wesentlichsten EindrüZum 200jährigen Jubiläum der österreichischen Brasilien-Expedition zeigt das Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien Thomas Enders Aquarelle von seiner Schiffsreise nach Rio de Janeiro. Den Anlass für diese Unternehmung bildete die Vermählung von Erzherzogin Leopoldine, einer Tochter von Kaiser Franz I., mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro, dem späteren Kaiser von Brasilien. Fürst Metternich organisierte daher auf Wunsch des Kaisers eine Expedition mit 13 Naturwissenschaftlern und dem 23jährigen Thomas Ender als Landschaftsmaler.
Seinen ersten offiziellen Auftrag als Künstler erfüllte Ender äußerst gewissenhaft. Er fertigte während der gut eineinhalb Jahre dauernden Reise mehr als 1000 Zeichnungen an, von denen sich 782 Blätter im Kupferstichkabinett befinden.
Am 28. März 1817 brach Ender von Wien nach Triest auf, wo er sich 12 Tage später gemeinsam mit anderen Expeditionsteilnehmern auf den Fregatten Austria und Augusta einschiffte. Die folgende Überfahrt über Pula, die dalmatinische Küste, Korfu, Malta, Spaniens Südküste, Gibraltar und Madeira nach Rio de Janeiro, wo die Reisegesellschaft am 14. Juli 1817 eintraf, hielt Ender in 130 Zeichnungen fest. Das Spektrum reicht dabei von Küstenpanoramen über Darstellungen des Lebens an Bord der Schiffe bis hin zu cke in oftmals rasch angefertigten Zeichnungen einzufangen.
Die Ausstellung rekonstruiert anhand repräsentativer Blätter diese Überfahrt nach Südamerika. Während Enders Brasilien-Ansichten allgemeine Anerkennung genießen, wurden die Zeichnungen der dreimonatigen Schiffspassage mehr als Studien oder Übungsblätter des jungen Künstlers eingestuft. Doch waren es gerade diese Blätter, in denen Ender die für die Brasilien-Ansichten so typischen Merkmale erarbeitete. Die Schiffsreise und die sie dokumentierenden Zeichnungen belegen nicht nur die physische Überfahrt, sondern gleichsam auch die künstlerische Entwicklung des etwas unsicheren Künstlers hin zum routinierten, sich seiner Stilmittel sicheren Landschaftsmaler. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, die vor 200 Jahren stattgefundene Überfahrt von Triest nach Rio de Janeiro anhand von äußerst stimmungsvollen Aquarellen nachzuvollziehen.
Text: René Schober
Zum Künstler
1793: Geboren gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johann Nepomuk in Wien/Spittelberg am 3. November als Sohn eines Altwarenhändlers
1806: Gemeinsam mit Johann Nepomuk Eintritt in die “Schule der historischen Zeichnungsgründe” bei Hubert Maurer an der Wiener Akademie
1810: Übertritt in die Landschaftsschule bei Lorenz Janscha (ab 1812 bei Josef Mössmer)
1817/18: Teilnahme an der österreichischen Expedition nach Brasilien (vorwiegend in Rio de Janeiro und Umgebung; Reise nach São Paulo)
1819-1823: Begleitet Kaiser Franz I. und Fürst Metternich auf ihre Italienreise; erhält im Anschluss ein vierjähriges Rom-Stipendium
1829-1853: Kammermaler im Dienst von Erzherzog Johann zur Aufnahme der österreichischen Alpenlandschaften (Reisen in die Steiermark, Salzburg, Tirol und Südtirol)
1832: Heirat mit Theresia Arvay
1836: Korrektor der Landschaftszeichnung an der Wiener Akademie
1837: Professor für Landschaftsmalerei an der Wiener Akademie (1851 pensioniert); Bezahlung der Brasilien-Aquarelle und Zuweisung derselben an die Wiener Akademie; Begleitung von Erzherzog Johann auf dessen Reise nach Russland, Konstantinopel und Athen
1845: Ernennung zum kaiserlichen Rat
1853: Große Italienreise
1875: Stirbt Thomas Ender am 28. September in Wien
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THOMAS ENDER – Von Triest nach Rio de Janeiro (de)
BEGLEITPROGRAMM zur Ausstellung
Ausstellungsführungen
Samstag, 18. November 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 2. Dezember 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 16. Dezember 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 30. Dezember 2017 | 15.30 Uhr
Samstag, 13. Jänner 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 27. Jänner 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 10. Februar 2018 | 15.30 Uhr
Samstag, 17. Februar 2018 | 15.30 Uhr
Kuratorenführungen
Mit MMag. René Schober
Donnerstag, 16. November 2017 | 16.30 Uhr
Donnerstag, 14. Dezember 2017 | 16.30 Uhr
Donnerstag, 18. Jänner 2018 | 16.30 Uhr
Donnerstag, 15. Februar 2018 | 16.30 Uhr
Vortrag
Mittwoch, 29. November 2017 | 19.00 Uhr
Thomas Enders Reise auf der Fregatte Austria
von Triest nach Rio de Janeiro
Mit Robert Wagner, ehem. Direktor von Bibliothek und
Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
und Verfasser mehrerer Bücher über Thomas Ender
Lesung
Stefan Zweig – Die Welt von gestern
Donnerstag, 18. Jänner 2018 | 19 Uhr
Lesung mit Michael Heltau
Konzert und Filmabend
Neukomm on tour
Konzert mit der Academia Leopoldina, Salzburg
Mittwoch, 7. Februar 2018 | 19.00 Uhr
Mit Werken von Michael und Joseph Hadyn,
Wolfgang Amadeus Mozart, Sigismund Neukomm und anderen
Idee und Texte: Herbert Lindsberger
Saudade – Rendezvous in Brasilien
Film, Österreich 2015
Regie und Kamera: Ulrike Halmschlager
Idee, Musik und Text: Herbert Lindsberger
Der Salzburger Komponist Sigismund Neukomm (1778-1858)
begegnet 1817 in Rio de Janeiro Leopoldine von Österreich, die eben den brasilianischen Thronfolger Dom Pedro geheiratet hat.

 

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